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Notizen |
Montag, September 30, 2002
... haben kurze Beine Steuererhöhungen sind in der jetzigen konjunkturellen Situation ökonomisch unsinnig, und
Glaube, Liebe, Hoffnung Zitate vom Wochenende Die waren besoffen!
Campaign: Save the Blondes Als einer der ersten haben wir an dieser Stelle auf eines der Probleme hingewiesen, die uns wirklich beunruhigen und schon manch' schlaflose Nacht bereitet haben: Das Aussterben der Blonden, genauer, das Aussterben der echten (nicht der "Bottle-") Blondinen (vgl. November-Notizen 28/11/01). Endlich hat auch in diesen Tagen die englische Blondinen-Fachpresse sich dieses Problems angenommen und eine Campaign zum Schutze des Blondseins gestartet. Besonders die englische Intellektuellenzeitung "The Sun" möchten wir an dieser Stelle einmal lobend hervorheben. ![]() THE world has fought to save the whale and the panda. Today conservationists face a new challenge - the demise of the blonde. ![]() We told yesterday how blondes are an endangered species. Too few people carry the right hair colour gene for them to survive to 2202. Now we are launching a vital new campaign to Save Our Blondes. It is a sort of World Wildnights Fund to preserve these proud, magnificent creatures. ![]() *** The last natural blondes will die out within 200 years, scientists believe. Sonntag, September 29, 2002
Peanuts Ich bin also "Linus". Seltsam, ich war mir mein ganzes Leben lang sicher, dass ich "Schroeder" bin. ![]() In meiner Lieblings-Peanuts-Szene besucht Lucy den dauerpianospielenden Schroeder, schmachtet ihn an und erhält wie immer keine Reaktion. Lucy wird sauer und faucht und nimmt schließlich die Beethovenbüste von Schroeders Flügel und zertrümmert diese auf dem Fußboden. Kommentarlos steht Schroeder auf, geht zu einem großen Schrank und öffnet diesen: Im Schrank befindet sich ein Vorrat von mehreren 100 Beethovenbüsten. Schroeder nimmt eine Büste, stellt diese auf den Flügel und spielt kommentarlos weiter. Lucy guckt blöd und zieht von dannen. Und ich soll Linus sein? Dazed and confuzed. ![]() Which Peanuts Character Are You Quiz Freitag, September 27, 2002
Scary Duck wird Dagobert Die Suche des "Guardian" nach dem besten britischen Blog des Jahres ist zuende: And the winner is... a duck. A Scary Duck to be precise: Alistair Coleman's witty, irreverent blog has beaten 300 rivals to take the title of Best British Blog 2002 and claim the prize of £1,000.
Faschine Auch so eine schreckliche Katastrophe wie das Hochwasser in Ostdeutschland kann ja einen positiven Nebenaspekt haben. Zum Beispiel: Man kann neue Wörter lernen und ich liebe neue Wörter geradezu. Faschine ist so ein Wort. Beim ersten Hören dachte ich, es würde ein weibliches Mitglied einer faschistischen Partei bezeichnen, Jugendgrupplerin beim BDM oder so etwas. Das Wort Faschismus kommt ja vom italienischen fascio ("Bund") und knüpft bewusst an die fasces an, also an die Rutenbündel, die im antiken Rom die Zeichen der staatlichen Amtsgewalt waren. Auf Deutsch ist Faschine also ganz profan ein Reisigbündel. Faschinen werden bei der Deichbefestigung in Hochwasserzeiten zum Schutze des Deichfußes verwendet. Dazu befestigt man sie zwischen zwei Pflöcken und erhält dadurch ein Gerüst für Sandsäcke. Okay, genug gelangweilt.
Rubrik: Lieblings-Spammail heute ... netterweise sogar mit kleinem Danaer-Geschenk im Anhang: Wipe Out Junk eMail and Spam For Life! Donnerstag, September 26, 2002
Unerwünschte Wahrheit - Sachmal. Seh ich öfters so aus wie auf diesen Photos? - Was meinste mit "so"? - Na, so halt, so müde, fertig, abgespannt. - So verlebt meinste? - Jaja. - Nicht öfters. Eigentlich immer. - Danke. Sehr freundlich.
Blogs Das Thema Webblogs wird ja derzeit ziemlich angehypt. Und mit vielen - meist schauderlich schlecht geschriebenen - Artikeln, die bar jeder Ahnung daherstreunen, versehen. Die üblichen 20jährigen Redaktionspraktikantinnen ("Ich will später irgendwas mit Medien machen") werden auf dieses In-Thema angesetzt und rausgestümpert wird dann ein Artikelchen über angebliche Tagebücher im Internet. Besser sind da die Versuche von Bloggern, sich diesem Phänomen zu nähern und die eigene Fasziniertheit in Worte zu fassen. Hier zwei sehr gute Beispiele: Jörg Kantel ("Schockwellenreiter") mit dem Beitrag "Archäologie des Bloggens" und Stephan Herzceg ( "Malorama") mit dem Beitrag "Und wer waren alle?" . Mittwoch, September 25, 2002
Nasty kraut asses The White House News Room vermeldet die Stellungnahme von US-Präsidentendarsteller Georg Walker Bush zum Wahlausgang in Deutschland: THE PRESIDENT: Good evening. Tonight, I am emerging from the family quarters of the White House to deliver a brief address to the people of Germany, who though they call themselves Christians, didn't spend today worshipping in the house of the one and only true Lord and savior Jesus Christ, but instead were casting un-American ballots in the very same voting booths the United States government was nice enough to set up for them after my daddy and his high school pals finished whooping their nasty kraut asses back in 1945. [...] And if that weren't bad enough, just days later, his Social Democrat Justice Minister - Herta Däbler-Gmelin - called me HITLER. Can you believe that? What did I ever do to her? I mean, just because she's a bitter and mannish lezbo named after a pint of ice cream, that's still no reason to go around comparing me to a German - even a super-famous and important one like Hitler. [...] Now I also know that you Germans are Bavariacs, and I understand that Bavariacs are an irrational and mongoloidish people. And I know that you are perpetually drunk on beer that pales in comparison to Budweiser, and are often irritable as a result of the severe constipation caused by your wonderful all-protein diet of knockwurst, bratwurst and liverwurst. Furthermore, I know that you are also Europeans, and that only reason Europeans whine so damned much is that they're bitter as hell that all their best and brightest shipped out to America a long time ago and showed them up in every way imaginable. Yes, I know all about the deficiencies of the people of Germany. And frankly, it's only the pity that knowledge fills me with that is keeping me from nuking the whole lot of you turncoat Nazi bastards into a wurst-scented blizzard of radioactive dust.
Besuche Unangekündigte Besuche von UN-Inspekteuren sind gut. Unangekündigte Besuche von Journalisten bei den Inspekteuren sind ein Verstoß gegen die Regeln.
Rubrik: Deutschland packt seine Probleme an Pirmasens (dpa/lrs) - Wer seine Füße auf eine Parkbank stellt, muss in der pfälzischen Schuhstadt Pirmasens künftig mit einem Bußgeld von fünf Euro rechnen. Wie die Pressesprecherin der Stadt, Dunja Maurer, am Dienstag bestätigte, wurde ein erstes solches Verwarnungsgeld dieser Tage gegen eine 16-jährige Schülerin aus Clausen verhängt, die sich auf eine Parkbanklehne gesetzt und die schmutzigen Fußsohlen auf die Sitzfläche der Bank gelegt hatte. Dienstag, September 24, 2002
Wahlausgang ![]() [Fig.: Ausgestoibert. Gesehen auf der Bundesstrasse 104 bei Teterow in Mecklenburg-Vorpommern]
Glaube, Liebe, Hoffnung Die Wahl in Zitaten Letztlich haben die Wählerinnen und Wähler so gewählt wie sie gewählt haben. Freitag, September 20, 2002
About Beth Beth und Kovacevich liegen auf dem breiten Hotelbett und schauen in den Fernseher. Aus diesem schaut ein Mann raus, groß und blond und blauäugig. "Willkommen bei der Wettershow", tönt der Wetterarier. "Du mich auch", sagt Kovacevich. Der Wetterarier steht vor einer Weltkarte und deutet herrisch mit einem Stöckchen auf geschlängelte Linien: "Deutsche Isobarrren stehen unmittelbarrrr vorrr Moskaus Torrren", gröfazt er. Um dann noch Warnungen vor Schneeverwehungen in Deutschland folgen zu lassen. "Mit dem wäre ich auch gerne mal in einer Schneeverwehung", seufzt Beth. "Dann müsstest Du aber den ganzen Tag übers Wetter reden", gibt Kovacevich zu denken. "Quatsch", sagt Beth, "wir wären viel zu schön, um uns zu unterhalten. Wir hätten eine große Villa, einen nierenförmigen Swimmingpool und innen wäre alles aus Gold." Und nach einem kurzen Schweigen wiederholt sie: "Und alles wäre aus Gold". Ach, alles Tand von Menschenhand, denkt Kovacevich und drückt auf die Fernbedienung.
Aus dem Zettelkasten Sie gingen in der Sonne. Große Wiesen schoben sich wie Golfplätze tief in dunkelgrüne Hochwälder. Von weitem schienen die Bäume dicht nebeneinander zustehen und von nahem wäre man gerne einer von ihnen gewesen. Donnerstag, September 19, 2002
Vermissenswertes in einer Post-Schröder-Zeit "Die Zeit" fragt: "Was würden Sie unter einem Kanzler Stoiber am meisten vermissen?" John von Düffel Elke Heidenreich Helmut Krausser Norbert Niemann Georg M. Oswald
Probs Montag: Bei Blogger eingelockt, fleißig Texte rüberkopiert, auf "publish" gedrückt: Nix passiert. Error-Meldung 503, template not found. Na ja, kann passieren. Dienstag: Bei Blogger eingelockt, lustlos kleinen Text rüberkopiert, auf "publish" gedrückt: Nix passiert. Error-Meldung 503, template not found. Verstimmung, aber ist ja für lau, kann man sich ja nicht beschweren. Mittwoch: Bei Blogger eingelockt, keinen Text rüberkopiert, auf "publish" gedrückt": Nix passiert. Error-Meldung 503, template not found. Sehr verstimmt. eMail an Support geschrieben, automatische eMail antwortet: Schaun' Sie doch mal in die FAQs. In die FAQs geschaut, dort steht: Wenn sie die Error-Meldung 503 erhalten, heißt das, dass ihr template nicht gefunden wurde. Aha, Danke, sehr freundlich. Der Blogger-Server, auf dem unser template gespeichert war, ist also hinüber und unser template im template-Nirvana. Ein Backup gibt's wohl nicht. Apropos Backup, denke ich gerade, wann hast du eigentlich das letzte gemacht? Der Gedanke ist noch nicht zuende gedacht, da kommt schon was kommen muss: Der geschätzte Hauptrechner, Zuse-4, kackt ab, aber so, wie man nur abkacken kann. Beim Reboot flimmert mir bereits beim Bios ein Kraut-und-Rüben-Zahlensalat entgegen. Leichte Panikattacke. Rumtelefoniert. Klarer Fall: Thermoprobleme. Du solltest mal wieder dein Büro sauber machen. Jaja. Zuse-4 vom Netz genommen, aufgemacht, im Rechner staubgesaugt. Staublunge geholt, Rechner wieder zusammengesetzt und eingeschaltet. Siehe da, läuft wieder: Ha, gutes Gefühl, Triumph des Willens über die Technik. Dienstag, September 17, 2002
Wetten beim österreichischen Buchmacher Intertops aus Salzburg ist Schröder 16:10 Favorit für die Bundestagswahl. Stoibers Quote beträgt 22:10. Für Fußballa offeriert Intertops Kombi-Wetten. Sollte Schröder Kanzler bleiben und Borussia Dortmund Champions-League-Sieger, gibt es 300:10. Die Kombination Stoiber siegt und Bayern München gewinnt die Champions-League, wird nur mit 150:10 gehandelt. Demnach spielt Stoiber also besser Fußball als Schröder. Montag, September 16, 2002
Disco-Walker Ein Blick in die Wir-sind-die-tollsten-Jahrbücher von Harvard : US-Präsidenten-Darsteller Georg Walker Bush mit gelungener 70ziger Jahre Disco-Pornodarsteller-Frisur: Und die bemerkenswerte Information, dass ihre Mitstudenten Benazir Bhutto, die ehemalige pakistanische Ministerpräsidentin, seinerzeit "Pinky" nannten. Ja, aber warum eigentlich?
Bonanza 2002 WASHINGTON, Sept. 15 - A U.S.-led ouster of Iraqi President Saddam Hussein could open a bonanza for American oil companies long banished from Iraq, scuttling oil deals between Baghdad and Russia, France and other countries, and reshuffling world petroleum markets, according to industry officials and leaders of the Iraqi opposition. (weiterlesen)
Radio Im Radio aufgeschnappte Textzeile eines mir unbekannten songs (Baby got back (?)) playin' workout tapes by Fonda, but Fonda ain't got a motor in the back of her Honda.
Condensed Eine gute Samstagsrubrik im "Guardian" nennt sich: "The digested read", Kurzvorstellung von Büchern, in deren jeweiligen Stil geschrieben (Condensed in the style of the original). Porno by Irvine Welsh ![]() * Man and Wife by Tony Parsons Gina shows. Me some photos. Of Pat that. A friend of. Hers. Called Kazumi. Took. Me. Astonishingly. Aston. Ishing. Ly. I Kazumi. Meet. After soon. "Let's have. Affair. An," I. Say. She kisses. Tenderly. Me. "But you can't sleep with me," adds. She. [The Digested read... digested A. To tackle. Book. Syntax your. But. Your not. Brain. Brai. N. Br. Ain. Bra. In.] Samstag, September 14, 2002
Unterwegs "Banditen auf drei Uhr", sagt Gloria, doch ich habe die Bullenfalle längst gesehen. Runterschalten und Gas geben ist eins. Hinter uns fallen Schüsse. Ich kurbele heftig am elfenbeinfarbenen Lenkrad des schweren SLs. Abrupt mit quietschenden Reifen nach links, in die Stichstraße. Der rechte Vorderreifen des alten Daimlers stößt gegen den Bordstein - und eine alte Dame taucht plötzlich vor uns im Scheinwerferlicht auf. Ich reiße das Lenkrad abermals herum, diesmal, um der alten Dame auszuweichen, streife dabei ineinander gestapelte Mülleimer und bin plötzlich auf der B9, der ehemaligen Diplomatenrennbahn, Richtung Godesberg. Ein prüfender Blick in den Rückspiegel bestätigt mir, daß die alte Dame noch auf den Beinen ist. Um eine Schulter trägt sie eine alberne Freitag-Tasche geschlungen, auf dem Kopf ein Pagenkäppi mit einer Feder obendrauf. Sie droht mit der Faust und schreit, ich solle sofort anhalten. Ich lasse es lieber bleiben. In der anderen Hand hält die alte Dame nämlich eine Uzi. Alte Damen, die automatische Waffen mit sich rumtragen, sind ein eher seltener Anblick auf deutschen Straßen. Vielleicht war es auch nur ein Knirps-Regenschirm, sage ich mir, so genau hast du sie nun auch wieder nicht gesehen, aber gleichzeitig weiß ich, daß ich mich nicht getäuscht hatte. Ich weiß auch, daß ich die alte Dame schon einmal gesehen habe. Nur wo? Was läuft hier eigentlich ab, verdammte Scheiße, denke ich. Wer diese alte Dame auch ist, durch das von ihr erzwungene Ausweichmanöver unseres Wagens, hat sie uns indirekt vor der Bullenfalle gerettet. Ich bin ihr sekundenlang dankbar, doch der Gedanke, daß jemand auf unserer Seite steht, ergibt keinen Sinn. Es gibt die Bullen und uns - mehr nicht. Alte Damen mit Maschinenpistolen passen da irgendwie nicht ins Bild. "So wie du fährst, solltest du dich zukünftig nicht mehr über meine Fahrkünste beschweren", heischt Gloria mich an. "Babe", antworte ich, "in der theoretischen Führerscheinprüfung wird halt nicht abgefragt, wie man sich unter starkem Feuerbeschuß verhält!" Wir schweigen uns dann an, rauchen viel und rasen weiter durch die Nacht und ich frage mich die ganze Zeit: Wer ist die alte Dame mit der Uzi? Freitag, September 13, 2002
Best of Raster-Beckstein Das beste Raster wäre, wenn man Leuten ins Gehirn hineinschauen könnte.
Rubrik: Stimmen von außen Die Londoner "The Times" schreibt am Donnerstag zur Wahlkampfstrategie von Gerhard Schröder:
Gerede Schulden sind ein süßes Gift - und wie Süchtige sind ihm Union und FDP verfallen. Donnerstag, September 12, 2002
Zeichen der Zeit Ein untrügliches Diebstahlsmerkmal ist es, wenn das eigene Auto mit jemand Fremden an einem vorbeifährt.
Das Tractatus logico-philosophicus im Ego-Shooter? Da wäre ich ja nie drauf gekommen. Die Entwickler vom Computerspielen lassen sich von Philosophen beeinflussen. Das wird jedenfalls in diesem BBC-Report behauptet. Mr Evans said the writings of philosophers Martin Heidegger and Ludwig Wittgenstein had inspired him to try to instil computer-created characters with an understanding of social mores. In the computer world the social processes are made explicit as lines of computer code; in the real world they are a shared, unspoken framework that we all react to but rarely make explicit. In real life this shared framework helps us get on with our lives, in the computer world it is already driving dramatic results.
The Left and 9/11 lesenswerter Beitrag des New Yorker Autors Adam Shatz in "The Nation" über die Probleme der amerikanischen Linken im Umgang mit den Ereignissen vom 11. September. Since then, the fog of war has grown thicker and thicker. On some days, I'm sympathetic to Noam Chomsky's critique of the war on terrorism as an arrogant war of empire. On other days, I remember the view from Flatbush Avenue on September 11, and I'm gripped by the sense that anti-imperialism is a woefully incomplete guide to today's situation. I never saw the Soviets, the Cubans, the Sandinistas, the ANC or the PLO as enemies. Al Qaeda is another matter altogether. Mittwoch, September 11, 2002
What has changed in New York? Everything. And also nothing Gutes und sehr langes Feature über New York heute in der aktuellen Ausgabe des "Guardian" : After September 11, there was much talk of a transformation, of a new unity and common purpose in a city once famed for its aggressive individualism. So did New York really emerge from the ashes a different place? Oliver Burkeman walked the length of Manhattan to find out. Strozier has been mapping Manhattan according to "zones of sadness". South of Chambers Street, you could make out the people jumping, "and the only question is how that transforms you. Not whether you're traumatised". South of 14th, you could see everything - except individual human beings. And on the Upper West Side, "you probably saw it on TV. But you had to live with the smell. People are deeply confused about that, unless they're very psychologically alert to their feelings. But everybody knows what the smell was. Today, the victims are literally in the lungs of people in New York". Because of wind patterns, though, the smell never made it to the Upper East Side. "The richest, most elitist area in New York, and it was never touched. And within a few weeks, the most important thing for them was whether they could get a reservation at a five-star restaurant. Dienstag, September 10, 2002
Writing Against Your Life Auszüge aus der 1986 gehaltenen Rede "Gift of fire" von Richard Mitchell : You are writers, or would-be writers. I would remind you first of this: I do know that in some cities, there is a shortage of taxicabs. And in some cities in America there is a shortage of men's rooms; this is probably true of women's rooms, too, but I don't notice that shortage. I can think of numerous things of which there is a shortage. Of writers, there is no shortage. I do not hear people going around in the streets, saying, "You know what we need in this country's more writers!" [...] We live in a time when writing-writing has become too common, too widespread among us. I expect any day to meet a man at a cocktail party and ask him what he does and he says, "I'm a writer," and I ask him, "Oh, what have you written?" and he answers, "Close cover before striking." [...] You remember Graham Greene's novel A Burnt-Out Case? That was about a novelist who had run out his string, and I think it was Cromelin who wrote a spoof of it in The New Yorker called "A Burnt-Out Ace," and that was about a man who went around to cocktail parties brooding, and introducing himself as a disappointed writer, and it turned out he was a sky-writer; he wrote "Pepsi-Cola" as one of his very, uh, great works. [...] Don't-shine. Don't seek to shine. Burn. Montag, September 09, 2002
Rubrik: Womit ich mich vom Arbeiten abhalte Jetzt ist der Tag noch gar nicht so alt und ich habe mich schon dreimal dabei erwischt, dass ich gesagt habe: "Das macht doch keinen Sinn!" Dabei weiß doch jedes Kind, dass es heißen muss: "Das hat doch keinen Sinn" und dass die zuerst gebrauchte Formulierung des "Sinn machens" lediglich eine dumme Übersetzung des englischen "it does not make any sense" ist und damit eine der versteckten Anglizismen, die ich als gefährlicher erachte, als einen "hab ich eben gecancelt"-Satz. Und jetzt muss ich zum 1000sensten Mal darüber nachdenken, ob beide Sätze eigentlich das gleiche meinen oder einen semantischen oder wie auch immer geachteten Unterschied besagen. Spontan dachte ich wie stets: Die deutsche Sprache ist hier präziser, denn Objekte (oder was auch immer) "haben Sinn" oder auch nicht, können aber keinen "Sinn machen", da die "Sinnstiftung" ein aktiver Prozess ist, dass "Objekt" aber (hier) passiv ist. Jetzt besser schnell zurück zur Arbeit, sonst artet dieser Quatsch noch aus.
Glaube, Liebe, Hoffnung Zitate vom Wochenende Für eine bestimmte Generation bin ich so eine Art Haushaltsgerät, das sie immer mit sich Sonntag, September 08, 2002
![]() Eigentlich gab es ja nix neues. Eigentlich wollte ich das ja hier nicht mehr erwähnen. Uneigentlich wollte ich aber noch erwähnen, dass Hauser&Kienzle noch schlechter sind, als Schröder&Stoiber. Eigentlich ist das aber auch nix neues.
Eine Tür öffnet sich knarzend. Der Mann geht auf die Frau zu. ER sieht SIE an. ER faßt sich ein Herz. ER: "Why do u leaving me? *Nur scheinbar schwerelos tanzen viele Fragezeichen in der Luft* ER: "Yes? Ein Herz hat SIE sich gefaßt. Samstag, September 07, 2002
Fragen Ich meine, daß in der Politik realitätsbezogene Fragen gestellt werden müssen. Also, man kann doch zum Beispiel vor einer Wahl Politiker fragen, ob sie die Wirtschaftsstrukturen als eine keynesianische oder eine monetaristische interpretieren, das sind doch realitätsbezogene Fragen. Ich möchte hingegen nicht wissen, daß die Politiker für Gleichheit und Freiheit sind. Mich würde etwa auch interessieren, was Politiker meinen, was sie nicht tun können.
Antworten Agrarminister fordern klare Regeln für künftige Hochwasser Freitag, September 06, 2002
Affig Peter Kloeppel ist beleidigt. Sie erinnern sich, Kloeppel war der RTL-Journalistendarsteller beim ersten TV-Duell Schröder vs. Stoiber. Peter Kloeppel ist beleidigt, da er die Tiefe des Interviews in der Nachberichterstattung nicht recht gewürdigt sieht. Man könnte es natürlich auch so sehen: Peter Kloeppel ist beleidigt, weil er sich nicht in der Nachberichterstattung recht gewürdigt sieht. Die Journalisten, so Kloeppel auf den Marler Medientagen, hätten doch mehr über die Inhalte des Duells als über die äußeren Umstände berichten sollen. Das hätten sicherlich auch fast alle lieber gemacht, doch leider gab es ja keine Inhalte. Und über die leeren Wahlkampfphrasen zu berichten, die ohnehin schon via Plakatemission die Innenstädte verschmutzen, lohnt ja dann auch nicht. Treffend brachte dies auf den Medientagen auch Bernd Gabler, Leiter des Grimme Instituts, zum Ausdruck: Schröder und Stoiber hätten sich zu "Affen einer mit Hilfe ihrer ängstlichen Wahlkampfstäbe tot-choreografierten Fernseh-Inszenierung machen lassen."
Wahl-O-Mat Sind Sie noch ein sogenannter Unentschlossener? Ihre Lieblingspartei "Chance 2000" ist diesmal nicht am Start? Sie wissen also noch nicht, in welchem Käsekästchen Sie am 22. September Ihr Kreuz machen wollen? Wir helfen gerne: Vorschlag 1: ![]() [Fig.:Blindenwahlzettel] Donnerstag, September 05, 2002
Feingeist Am Scanner in den Redaktionsräumen einer Bonner Zeitung steht der Herr Kollege Feuilletonist. Kunstsinniger Mensch, der. Schließlich ja auch Feingeist. Architekturliebhaber. Alles Gelesenhaber. Presst der Feingeist doch einen schweren Kunstwälzer auf den Scanner. Der Buchrücken biegt sich und biegt sich und *krach* bricht. "Das arme Buch", sag' ich. Völlig verständnislos schaut der Philosoph mich an. "Wieso", sagt er, "wäre es ihnen lieber gewesen, das Buch wäre kein Buch geworden, sondern vielleicht ein Vogel?" "Äh?!?", sage ich pfiffigerweise und gehe weiter. Ich bin diesen feingeistigen Apercus -Produzenten scheinbar nicht gewachsen. Man kann das natürlich auch ganz anders sehen.
Extremistenvideo Was sich anschaut wie ein Bild aus den schlechten Videokunstversuchen der frühen 80ziger, ist in Wirklichkeit ein Ausschnitt aus einem Video, mit dem islamische Extremisten versuchen, auch in D-Land Menschen anzuwerben, die dann für eine irgendeine Sache in den Selbstmordbombertod gehen sollen. Der Ausschnitt zeigt einen "Märtyrer", der gerade in den Himmel kommt. Das sehr schlecht gemachte Video trägt den widerlichen Titel "Die Liebhaber des Martyriums" und wurde gestern vom Bayerischen Innenministerium der Presse vorgeführt. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es gelingt, mit solchem Schund Leute zu bewegen, zu Mördern und Selbstmördern zu werden. Aber da irre ich wahrscheinlich. ![]()
Gerede Baden-Württemberg zweistellig, Nordrhein-Westfalen dreistellig - macht zusammen 18 Mittwoch, September 04, 2002
Kanzlerboxen Das vielzitierte TV-Duell zwischen Schröder und Stoiber war ja doch ein bißßerl langweilig. Es fehlte eindeutig an Schlagkraft. Wer meint, das besser machen zu müssen, kann dies bei RTL tun. Kanzlerboxen heißt das dann und man kann als Schröder mit roten oder als Stoiber mit schwarzen Boxhandschuhen in den Ring steigen. Als Nummergirls fungieren Angela Merkel und Renate Künast, bekommt man zu viel auf die Fresse, wird man von Gregor Gysi ausgezählt. Guido Westerwelle darf auch hier leider nicht mitspielen.
Kanzlergrüße Kanzlergrüße per E-mail und mit "ÄH"-Faktor verschickt die "Berliner Zeitung". Unter der schönen Anschrift kanzlerdireinen kann man sich aus Versatzstücken aus Reden von Schröder oder Stoiber typische Ansprachentexte zusammensetzen lassen. Merke: Aus "Bla" und "Bla" wird auch nur "BlaBla".
Kanzlergenerator Sich seinen eigenen Kanzler basteln? Kein Problem. Die Düsseldorfer Werbeagentur Zellteilung bietet dazu ein kleines Programm an: Den Kanzlergenerator. Aus 256 Merkmalen kann sich nun jeder seinen eigenen Kanzler zusammenmischen. Die XXL-Version dieses Spiels mit 3125 Varianten gibt es im Spielebereich von yahoo . Dienstag, September 03, 2002
Kamikaze, so geht's Der englische "Guardian" veröffentlichte kürzlich einige Auszüge aus einer Übersetzung der Motivations-Handbücher für japanischen Kamikaze-Fliegern im WW2. At the very moment of impact: do your best. Every deity and the spirits of your dead comrades are watching you intently. Just before the collision it is essential that you do not shut your eyes for a moment so as not to miss the target. Many have crashed into the targets with wide-open eyes. They will tell you what fun they had. [...]
Bush reads a book Georg W. Bush soll ein Buch gelesen haben. Diesen in der Tat beinahe unglaublichen Vorgang vermeldet jedenfalls der New York Observer unter der wunderbaren Überschrift: Bush Reads a Book, World Awaits Result [btw. das Buch heißt: "Supreme Command: Soldiers, Statesmen and Leadership in Wartime" und stammt von Eliot A. Cohen]
Wahl-Gerede Ich muss mich auch mit der Möglichkeit auseinander setzen, dass es mit meiner Kandidatur beim ersten Mal nicht klappt. Montag, September 02, 2002
Zapping Hab' gestern Abend mal kurz in die Wdh. der MTV-Video-Awards gezappt. Und Moby gesehen, mit seinem sprechenden Hund. Hund sagt: "U know, he's related to the guy who wrotes "Moby Dick"! Deutscher Untertitel: "Moby ist verwandt mit dem Schriftsteller, der "Moby Dick" geschrieben hat." Hund sagt auf Moby deutend: "He is Moby, but without a dick." Deutscher Untertitel: "Er ist wie Moby, aber nicht so dick". Weitergezappt.
Rubrik: Stimme von außen Die in London erscheinende Zeitung "The Sunday Telegraph" schreibt am Sonntag in einem etwas seltsamen Portrait über Edmund Stoiber: Die Deutschen könnten kurz vor einer der bizarrsten Entscheidungen ihrer Nachkriegsgeschichte stehen. In drei Wochen könnten sie einen Bayern an ihre Spitze wählen. [...] Edmund Stoiber der kurz davor stehen mag, der nächste Bundeskanzler zu werden, hat erhebliche Probleme, sich als menschliches Wesen zu präsentieren. [...] Sonntag, September 01, 2002
Internet: Die unterschätzte Quelle Fernsehen und Zeitungen sind nach einer repräsentativen Umfrage die wichtigsten Informationsquellen für die Bundestagswahl. Aber auch die Diskussion mit Freunden, Kollegen oder in der Familie haben einen hohen Stellenwert. Nach Fernsehen (87 Prozent) und Zeitungen (81 Prozent) sehen 79 Prozent das Gespräch mit einem Freund oder Kollegen als wichtige Quelle, ergab eine Umfrage unter 1410 Personen des Meinungsforschungsinstituts INRA für die "Financial Times Deutschland" (Ausgabe vom morgigen Montag). Radioberichte sind für 67 Prozent der Wähler eine wichtige Quelle zur Meinungsbildung, die Werbespots der Parteien im Fernsehen für 40 Prozent. Nur knapp ein Viertel hält Wahlveranstaltungen für wichtig. Das Internet ist mit 15 Prozent eher unwichtig in der Gunst der Befragten. ![]() [Der Weg zu den Sternen bleibt holprig] |