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Notizen |
Donnerstag, Oktober 31, 2002
Interessante Parallele Der Führer der Islamisten in der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, hat seine Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) mit der CDU in Deutschland verglichen. "Wir sind eine konservative und demokratische Partei, wie die deutsche CDU", sagte der frühere Istanbuler Bürgermeister in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País" (Mittwochsausgabe). "Wir haben mit der CDU vieles gemeinsam", betonte Erdogan. "Bei der Verteidigung der Familie und der traditionellen Werte liegen wir auf einer Linie. Ein Unterschied besteht darin, dass die CDU eine Feindlichkeit gegenüber Ausländern an den Tag legt. Das ist bei uns absolut nicht der Fall." Erdogan selbst darf bei der Wahl allerdings nicht persönlich kandidieren. Er ist vorbestraft, wegen Volksverhetzung. Mittwoch, Oktober 30, 2002
Regierungserklärung Warum nur, warum nur tue ich mir das immer wieder an und schaue Bundestagsdebatten. Wobei das Wort "Debatte" in diesem Zusammenhang ja auch schon ein Euphemismus ist. Kanzler Schröder langweilt mit einer rhetorisch schlechten Regierungserklärung, die sich so zusammenfassen lässt: Dann kommt das Angela Merkel-Wesen und kann dem Generalisten Schröder immerhin den Lieblingsausspruch Lenins entgegenhalten: Die Wahrheit ist immer konkret, Genosse. , wesentlich mehr ist aber auch nicht. Heute dann langweilt Wolfgang Clement, indem er die Vorschläge der Hartz-Kommission detailliert herunterleiert. Besonders lange verweilt er in dem Punkt, in dem die Hartz-Komission eine bessere Verteilung der Arbeitsplätze durch höhere Anspornung von Arbeitsvermittlern und Arbeitssuchenden anpreist. Wobei er aber offensichtlich übersieht, dass Arbeitsplätze erst einmal geschaffen werden müssen, bevor sie besser verteilt werden können.
Rubrik: Blondes Hinweise auf kriminelle Blondinen nimmt das Polizeirevier Itzehoe entgegen. Dienstag, Oktober 29, 2002
The End ![]() Dieses und weitere gute Bilder gib es bei worth1000. Here we compete in fun image editing contests. Some are theme photoshop contests where you create entirely original entries and some are traditional photoshop contests where we give you an image and you can edit it in any way you like. Montag, Oktober 28, 2002
Glaube, Liebe, Hoffnung Zitate vom Wochenende Die begnadeten Schauspieler überwiegen längst die begnadeten Fußballer.
Cool Create your own spy-name with AustinPowers: Martin "Defiant" Leopold: Vital Gear Schöner noch unser Headquarter: Vital Gear (Huch?) Kommt hin. Freitag, Oktober 25, 2002
America's Allies: THE FRIENDLY DICTATORS Meet the Friendly Dictators - three dozen of America's most embarrassing "friends", a cunning crew of tyrants and corrupt puppet-presidents who have been rewarded handsomely for their loyalty to U.S. interests( Friendly Dictators Trading Cards. ) Donnerstag, Oktober 24, 2002
The Spaß is over Das spaßige Guidomobil, mit dem der spaßige Guido Westerwelle seinen Spaß-Wahlkampf bestritt, steht zum spaßigen Verkauf. Es handelt sich um ein amerikanisches Motorhome der Marke Winnebago Elante 37 von GMC, das mit 230 PS-Ottomotor auch spaßversprechend mobilisiert ist und lediglich 30 Liter Benzin verbraucht. Wodurch gewährleistet wird, dass auch der Tankwart seinen Spaß und einen weiteren guten Freund bekommt. Und das ist in Zeiten der eher unspaßigen Ökosteuerreform nicht selbstverständlich. ![]() Der spaßige Fahrzeugschein des Guidomobils
Index der Pressefreiheit Erstmals hat die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF) einen Index zur weltweiten Situation der Pressefreiheit erstellt. Überraschendes Ergebnis dabei: Die USA, das Land der Freiheit, liegen mit Platz 17 (von 139 gelisteten Ländern) noch hinter einem Land wie Costa Rica, wie die Organisation gestern auf einer PK in Berlin mitteilte. Mittwoch, Oktober 23, 2002
Fellatio, eisgekühlt Am letzten Wochenende nicht entscheiden können, ob ich ins Sonny Rollins-Konzert im Tempodrom oder in die Premiere von "Hysterikon" in der Halle Beuel gehen sollte. Hab mich dann fürs letztere entschieden, Saxophonorgie hin oder her. Schwerer Fehler. Denn "Hysterikon" von Ingrid Lausun entpuppte sich dann doch als eine weitere Konsum-und-Kapitalismus-ist-blöd-Komödie. Viel Markendropping, dazwischen ein paar Abziehbildmenschen, die in der Warenwelt vergebens nach Liebe und Idealen suchen. Alles schon 1000mal gesehen, nur meist besser eben. Gute Idee hingegen, das ganze gleich in einem Supermarkt spielen zu lassen, wo es neben den Waren auch gleich Gesinnung und Träume zu kaufen gibt. Und Sex. Wie praktisch. Eine Frau aus der Tiefkühltruhe bringt Fellatio an den Mann. Gibs bei Aldi nicht. Oder noch nicht. Auf der Rückfahrt dann Diana Krall mit "Peel me a grape" gehört. Just entertain me, Champagne me Genau. Dienstag, Oktober 22, 2002
Bürogeschwätz Auf dem Redaktionsfernseher läuft MTV und Moderator Markus Kavka emissiert Dummschwatz quer durch das Kontor. Kollegin: Der Kavka ist doch der letzte Ekel-Spake, dass der mit der Visage auf die Mattscheibe darf ... Montag, Oktober 21, 2002
The Rules of Attraction Interview mit Bret Easton Ellis:
Schroeder? Who the fuck is Schroeder? Nur sechs Prozent der Briten kennen einer Umfrage zufolge den Namen des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Einer von zehn Briten kann demnach überhaupt keinen Politiker benennen. Selbst der eigene Premierminister, Tony Blair, ist 17 Prozent der Bürger unbekannt. Von dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein haben 25 Prozent gehört. Ein bekannter Soap-Star aus dem Fernsehen ist doppelt so vielen Briten ein Begriff. Die heute veröffentlichte Studie, für die sich gut 1000 Teilnehmer befragen ließen, wurde im Auftrag des Nachschlagewerks "Whitaker's Almanack" ausgeführt.
Glaube, Liebe, Hoffnung Zitate vom Wochenende Die FDP ist keine liberale Partei mehr. Der Spaß ist nicht mehr lustig, sondern nur noch peinlich. Samstag, Oktober 19, 2002
Eine Zensur findet statt Gemeinhin hege ich ja nicht viel Sympathie mit den Rabauken der Berliner Antifa. Noch weniger habe ich allerdings für selbstherrliche Zensurbemühungen staatlicher Institutionen übrig. Die Berliner Polizei hatte Anfang Oktober die Bilder von 53 mutmaßlichen Straftätern auf Plakaten und im Internet veröffentlicht. Mit einem satirischen Gegenentwurf protestierte die Antifaschistische Aktion Berlin (AAB) gegen die Fahndung und forderte gleichzeitig eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. "Die Antifa bittet um Mithilfe", heißt es auf dem Plakat, das die AAB am vergangenen Dienstag in Berlin vorgestellt hatte. Darauf waren 23 Fotos von Polizisten in Zivil und in voller Kampfmontur mit Schutzhelm abgebildet, die die AAB verdächtige, "während ihres Einsatzes beim 1. Mai 2002 Straftaten verübt zu haben". Per Sperrungsandrohung zwang die Berliner Polizei nun die Betreiber der AAB-Website sowie verschiedener Mirror-Seiten das missliebige Plakat aus dem Internet zu entfernen, da "die Persönlichkeitsrechte der Beamten in nicht hinnehmbarer Weise verletzt" würden. Grundgesetz Art. 5.1: Eine Zensur findet nicht statt Mehr bei Heise und Schockwellenreiter. Freitag, Oktober 18, 2002
Bunte Moral Mein Lieblingszitat von Praktikantinnen möchte ich an dieser Stelle nicht zitieren. Mein Lieblingssatz von Praktikanten aber lautet: "Ich will später was mit Medien machen". "Und was genau?" "Och egal, Hauptsache was mit Medien und so!" Na denne, Willkommen in der Schönen-Neuen-Arbeitslosen-Medien-Welt. Ein Beruf in den Medien steht auch nach Angaben von Branchenkennern trotz der Krise bei jungen Leuten hoch im Kurs. "Media ist sexy", sagte Frank Esser vom Institut für Publizistik der Universität Mainz am Freitag auf den Münchner Medientagen. Die meisten Studienanfänger hätten allerdings keine konkreten Vorstellungen von ihrem Berufsziel. "Sie wollen nur unbedingt irgendetwas in den Medien machen." Dabei reize viele Studenten die Arbeit für Prominenten-Magazine. "Das ist viel weniger anstößig als noch in den siebziger Jahren." Bei der Zeitschrift "Bunte" gehen nach Worten von Chefredakteurin Patricia Riekel täglich unzählige Bewerbungen ein. "Wer zum Burda- Verlag geht, hat am meisten Lust, für die "Bunte" zu arbeiten, da er sich davon eine abwechslungsreiche Arbeit verspricht." Die meisten Bewerber seien mit Studium und Volontariat inzwischen bestens ausgebildet. Allerdings mangele es vielen Berufsanfängern an der Moral. "Die Moral ist wahnsinnig niedrig." Dieses Thema müsse in der Ausbildung von Journalisten eine wichtigere Rolle spielen. Moral und die "Bunte", schon klar.
Farblose Ethik Dass ausgerechnet Microsoft einen Kongress für Blogger abhält, hätte ich ja nicht gedacht. Und dass dort ausgerechnet das Thema "Ethik des Bloggens" angesprochen wird, hätte ich per se ausgeschlossen. Davon kündet jedenfalls die Netzeitung in einem etwas uninspirierten Beitrag: Die publizistische Macht der Blogger ist größer, als sie selbst vielleicht meinen. Anders ist kaum zu erklären, warum Microsoft neben Journalisten und Analysten auch einige Netztagebuch-Autoren zu seiner "Mobius 2002"-Konferenz eingeladen hat. Dort präsentierte Microsoft am vergangenen Wochenende neue Produkte und Ideen. Aber das war ja schon immer Strategie bei den Gateslern: Entwicklungen, die man selber verschlafen hat durch eine herzliche Umarmung der Konkurrenz sich einzuverleiben. Mittwoch, Oktober 16, 2002
Ja-Sager Dies ist eine einzigartige Manifestation der Demokratie, die allen anderen Formen der Demokratie überlegen ist. Issat Ibrahim, stellvertretender Vorsitzender des irakischen Revolutionären Kommandorates, auf einer PK am Mittwoch in Bagdad. Beim Referendum über eine Verlängerung der Amtszeit des irakischen Diktators Saddam Hussein hatten 100% der Wähler mit "JA!" gestimmt. Die letzte Wahl im Irak war verhältnismäßig knapp ausgegangen: 1995 stimmten lediglich 99,96% für den geliebten Führer. ![]() [Irakischer Stimmzettel, links das JA!-Feld]
Nie-Nein-Sager Wenn Deutschland ruft, darf man nie "Nein" sagen. Joschka Fischer, heute in Berlin nach der Unterzeichnung der Koalitionsverträge. Dienstag, Oktober 15, 2002
Flash-Alarm Der Krieg der Welten, alberngute Flash-Programmierung aus dem Alien Abductee Theatre. * Led Zeppelins "Immigrant Song", Lautstärke auf 10 von 10 stellen. Samstag, Oktober 12, 2002
Wrrrooooommmm ![]() Nachdem ich lang genug an den Nürburg-Ring-Boxen rumgeludert habe, sehe ich, daß für kurze Zeit ein schwarzer Bolide unbesetzt ist. Ich lasse meine Tasche fallen und renne wie der Teufel zu dem Wagen, 100 Meter in 8 Sekunden, ich war mal schneller, aber es reicht noch. Ich werfe mich in den Wagen und den ersten Gang rein. Tür zu, Vollgas, der halbe Reifen bleibt als Gummispur auf der Bahn, egal: sehe Mechanikermünde sich aufreißen und Overallwesen, die sich in der letzten Sekunde zu Seite werfen, knapp verfehle ich Kai Ekel von RTL. Scheiße! Ich knalle aus der Boxengasse, nix Geschwindigkeitsbegrenzung, nix nur 80, zählt alles nicht, für mich nicht. Ich gebe Gas, ich will Spaß, Harhar, an der Benztribüne vorbei, 180 schnell. 4500 Umdrehungen, der Motor dröhnt, jault aber nicht, noch nicht. Es ist ein alter 944S fällt mir auf, 3,2Liter Maschine aber nur vier Zylinder, Riesen-Dampfhämmer also, größer geht nicht, 6 Motorräder unter der Haube. Porsche im asozialen Knight-Rider-Outfit der 80er Jahre. Egal. Hubraum + Drehzahl = Leistung, das zählt! Sonst nix! Die Einstein-Formel des Autos! Fordkurve, runter in den Dritten, die Maschine auf 5000 U/min hochgezogen, dann vierter Gang, dann direkt in den Zweiten runter, hart, ganz hart in die Dunlop-Kehre reingebremst, zwei Räder nur haben Grip, muß reichen, schneller, schneller, Zwischengerade, das erste Mal über 210, geil, so geil, das tut soooo gut, schneller, der erste Gegner taucht auf, rote Japsenschleuder, ich täusche links an und gehe rechts vorbei, Reiskocher schreie ich, zeige dem Nipponschrott den Effefinger und das Auspuffrohr sowieso. 6000 Umdrehungen, schneller, 230 km/h. Schneller, Gas, mehr Gas. Die BIT-Kurve hart genommen, am Lenkrad gesägt. Dann Gas, Gas, Gas, die Einspritzanlage ejakuliert im Höchstmaß, die Kolben hämmern in ihren Riesenzylinder. Ich denke an Sex, hart, schnell und gut. Den ITT-Bogen ignoriere ich, hier bremst man nicht, wer bremst verliert sowieso, hier und anderswo. Gas, schneller. WRRROOM. Das wedelnde Heck des 944S fange ich in der Veedol-Schikane geschickt ab, nicht mit der Bremse, ihr Anfänger, mit dem Gaspedal!, Hecktriebler sag ich nur, Hecktriebler, was sonst. Gas. Schneller. Coca-Cola-Kurve, grüne Hölle, du kannst mich mal, ich bin die Hölle aber nicht grün, runter in den Dritten, 5500 Umdrehungen, der Innenraum fängt an sich aufzuheizen, irgendwas stinkt, Wassertemperatur 100 Grad, kalt genug. Und jetzt: Start-Ziel-Gerade, meine Spezialität, vor mir noch ein Gegner, silbergrau, geduckt, Stuttgarter Stern, gleich wird er zum Opfer, wieder täusche ich links und gehe dann aber auch links vorbei, Doppeltäuschung!, Ätsch! Zielgerade, 7000 Umdrehungen, 275km/h, der Zuffenhausener kann schneller, komm schon höre ich mich gegen das infernalische Motorgekreische anschreien, trete fast das Bodenblech mit durch, überquere die Linie, keine Fahnen, woher auch?!, vor mir schimmert das berühmt-berüchtigte Castrol-S. Ich werde es schaffen, heute werde ich es schaffen, die S-Kurve mit 280 km/h zu meistern, ich sehe das S auf mich zufliegen, jetzt nicht bremsen, Hasenfuß, Gas geben, draufbleiben, ich werde das Todes-S meistern. So oder so.
Freitag, Oktober 11, 2002
Nobel Am Samstag zufällig Bücher von Imre Kertész erstanden. Gestern bekam Kertész den Literatur-Nobelpreis. Zusammenhänge vermutet. Ich habe gehört, dass Herr Böll zwei Tage gekämpft hat, keinen Frack zu tragen. Vielleicht wartet dieses Schicksal auch auf mich, aber es ist ein angenehmes Schicksal.
Klolicher Nachtrag Das Verlagsprogramm des Klo-Verlages (s.u.) umfasst derzeit sieben Titel, darunter die Gedichtrolle Begrabt mein Gedicht an der Biegung des Abflusses. Hauptwerk ist jedoch der Roman Das Hecheln der Bonner Lisa, eine Trilogie. Erscheint also dreirollig. Donnerstag, Oktober 10, 2002
Texte für den Arsch Die Texte liegen auf der Rolle: Der Klo-Verlag hat am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse auf Toilettenpapier gedruckte Romane und Gedichte vorgestellt. "Der Zugang zur Literatur soll einfacher werden", so Verlagsleiter Georges Hemmerstoffer. Rund die Hälfte der Menschen läsen auf der Toilette. "Die Bücher sollen verbraucht werden, das ist unsere Philosophie. Und wir wollen natürlich ein Geschäft damit machen", sagte Hemmerstoffer. Gedichte von Heinrich Heine und Christian Morgenstern können so auf dem stillen Örtchen abgerollt werden. Auch Romane und Krimis erscheinen als Erstveröffentlichung auf Klopapier. Damit die wechselnden Besucher nicht nur Fetzen der Geschichte mitbekommen, sind die Texte pro Rolle sieben Mal abgedruckt. Die Idee des Unternehmers, der zunächst für Firmen Werbeslogans auf Toilettenpapier druckte, hat offenbar Erfolg: "Der Buchhandel bestürmt uns", behauptet Hemmerstoffer. So ganz neu ist die Idee freilich nicht. Schon Diederich Heßling, die Hauptfigur aus Heinrich Manns Roman "Der Untertan", hatte diese brillante Idee: Deutschtümelnde Weisheiten für den Arsch. Mittwoch, Oktober 09, 2002
Abgründe Gründe sich zu streiten, scheint es ja immer genug zu geben, Zahnpastatubenverschluß-Streitigkeiten, Mülleimer-Ausleer-Streitigkeiten, TV-Fernbedienungsbeherrscher-Streitigkeiten. Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen, darüber Buch geführt hat Mil: Have you seen 'Good Will Hunting'? Of course you have. I was watching it with Margret the other day and she squeezed my arm and said, 'That's how I'd like you to look.' 'Ahhh,' you're all sitting there saying, 'But Mil, you're already practically Ben Affleck's double.' True enough. But Margret was talking about Robin Williams. Aged 45. With a beard. Kill me. Wozu dies dann führt, kann man wiederum hier bewundern: Dienstag, Oktober 08, 2002
Bad Honnef brennt Schöner Musik-Jugenderinnerungsbericht über ein Konzert der Dead Kennedys 1981 bei Irgend was ist ja immer : Bad Honnef brennt. Vorschlag: Brennen lassen. Montag, Oktober 07, 2002
Der sozialistische Gang Bisher nicht bekannte Dokumente und Briefe von Ex-DDR-Staatschef Erich Honecker und dessen Frau Margot nach dem Fall der Mauer veröffentlicht die Info-Illustrierte "Focus" in ihrer neuen Ausgabe. Einige Zitate aus den Briefen: Nun hat der Alte ungewollt noch einmal große Schlagzeilen gemacht, und das weltweit. Wer
Glaube, Liebe, Hoffnung Zitate vom Wochenende Wissen Sie was 0,5 Promille sind? Die hat doch hier im Stadion jeder. Sonntag, Oktober 06, 2002
Samstag, Oktober 05, 2002
Pauschalisierte Buchrückbeschau Beim Stöbern mal wieder über die unglaublich schlechte deutsche Literatur der 80ziger Jahre gestolpert. Wie immer habe ich mich gefragt, welche Deppen eigentlich diesen Müll damals gekauft haben. Ein Gedanke an die Füllung der heimischen Billy-Regale läßt mich dann aber schnell wieder leise werden: Meterweise Suhrkamp-Schrott aus diesem Jahrzehnt. Seltsam eigentlich, dass ein so krampfhaft extrovertiertes Jahrzehnt wie die 80ziger, so eine krampfhaft introvertierte Literatur herausgebracht hat. Nur leeres Wortgeklingel und seelenlose Germanistenwixerei. Hauptsache schlau wirken. Aber wahrscheinlich ist gerade diese zur Schau gestellte Introvertiertheit die perverseste Form der Extrovertiertheit und damit diese Literatur doch wieder ein adäquates Ausdrucksmittel dieses Jahrzehnts.
Buchpreise Samstag ist Antiquariatstag. Nirgends wird einem der T-Euroeffekt so unverfroren vor Augen geführt, wie in einem modernen Bücherantiquariat. Bezahlte ich vor der Währungswende 2,95 bis 3,95 DM pro remittiertes Taschenbuch, so kostet jetzt das gleiche Bändchen 3 bis 5 Euro. Der Eurofluch beim Buch. Freitag, Oktober 04, 2002
Von der Schönheit Beethovenfest Bonn. Unglaublich, wie gut das Juilliard String Quartet immer noch ist. Unglaublich, was man trotz des x-ten Hörens noch immer Neues in den späten Streichquartetten Beethovens finden kann. Adorno schrieb zum Spätwerk Beethovens diesen denkwürdigen Satz: "Der musikalischen Erfahrung des späten Beethovens muß die Einheit von Subjektivität und Objektivität, das Runde des symphonischen Gelingens, die Totalität aus der Bewegung alles Einzelnen, kurz eben das verdächtig geworden sein, was den Werken seiner mittleren Zeit ihr Authentisches verleiht." Und an einer anderen Stelle, noch schärfer formuliert: Das, was "der mittlere Beethoven in vor ihm nicht dagewesener Weise herbeigeführt hat, das beargwöhnte der späte als Schein". Was folgt, ist die Abkehr vom Schmückenden, also der Versuch der Reduktion auf das Eigentliche, auf eine Essenz. Ob man diese Suche nach der musikalischen Essenz dann als Suche des Objektiven oder des Subjektiven begreift, ist aber m.E. unwichtig. Übrigens gibt es diese Reduktion auf die Essenz auch im Spätwerk Brahms, eine interessante Parallele, über die man mal arbeiten sollte, ich finde es in der Literatur unerwähnt. Donnerstag, Oktober 03, 2002
"Spiegel"-Lesen beruhigt die Nerven WHO bestreitet Aussterben der Blonden
A war? Interessanter (wenn auch tendenziöser und unsauber recherchierter) Beitrag aus dem "newstatesman" über linke und rechte Blogger in den USA: Bloggers of the Left, Unite!
Revolution light version Am 3. Oktober den 18. März nicht vergessen! Mittwoch, Oktober 02, 2002
Wasndasn? ![]() Was so ausschaut wie einer meiner Malversuche in der Schule ("Und das soll ein Haus sein? Sicher? Mmmhh ...") ist in Wirklichkeit die erste Skizze für eine der genialsten Motorkonstruktionen überhaupt: Der Rotationskolbenmotor, nach seinem Erfinder auch Wankelmotor genannt. Felix Wankel wäre kürzlich 100 Jahre alt geworden. Informationen um den kreisenden Kolben gibt es bei Der Wankelmotor.
Rubrik: Lego Wenn ich als Kurzer annodazumal etwas aus Lego baute, war eigentlich nur für mich erkennbar, was ich denn da gebaut hatte. Nicht dass ich ein so schlechter Legoist war, nein, allen anderen fehlte es schlichtweg an Phantasie. Jawoll. Etwas anders sieht das aber hier aus, da hat ein Fanatiker doch tatsächlich ein komplettes Cembalo aus Legosteinen gebaut. Und es ist sogar spielbar. Bei Very Bad Toys: A Strainge Production werden die Steinchen zu ganz anderen Zwecken benutzt. Filmkunst, ganz große. Dienstag, Oktober 01, 2002
Gratulation nachträglich LA MÉDAILLE FICK-KALT-MÜLLER a été décernée au Docteur Gabriel ELIE ancien Président de l'ECLSO ![]()
Not exactly the Operation Barbarossa Aus dem WM-Tagebuch "A Month on the Sofa" des britischen Autors John Lanchester: While I am spouting mad theories about national characteristics, I would like to expound here my theory that German sides' tendency to win big games right at the end, and often unjustly, is connected with the way German speakers have to wait for the main verb at the end of a sentence, thus developing habits of patience and concentration. That characteristic German goal in the 80-oddth minute is a verb. [...] |