MEDIEN-KONTOR:NOTIZEN  
Operette macht dick
Notizen


Donnerstag, Oktober 31, 2002
Interessante Parallele
Der Führer der Islamisten in der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, hat seine Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) mit der CDU in Deutschland verglichen. "Wir sind eine konservative und demokratische Partei, wie die deutsche CDU", sagte der frühere Istanbuler Bürgermeister in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País" (Mittwochsausgabe).
"Wir haben mit der CDU vieles gemeinsam", betonte Erdogan. "Bei der Verteidigung der Familie und der traditionellen Werte liegen wir auf einer Linie. Ein Unterschied besteht darin, dass die CDU eine Feindlichkeit gegenüber Ausländern an den Tag legt. Das ist bei uns absolut nicht der Fall."
Erdogan selbst darf bei der Wahl allerdings nicht persönlich kandidieren. Er ist vorbestraft, wegen Volksverhetzung.



Mittwoch, Oktober 30, 2002
Regierungserklärung

Warum nur, warum nur tue ich mir das immer wieder an und schaue Bundestagsdebatten. Wobei das Wort "Debatte" in diesem Zusammenhang ja auch schon ein Euphemismus ist. Kanzler Schröder langweilt mit einer rhetorisch schlechten Regierungserklärung, die sich so zusammenfassen lässt:
"Wir machen das schon. Hoffe ich. Wir machen das. Es wird schon alles gut gehen. Wir machen das. Wenn nicht war es die Weltkonjunktur schuld (Mehr fällt mir nämlich nicht ein). Wir machen das."

Dann kommt das Angela Merkel-Wesen und kann dem Generalisten Schröder immerhin den Lieblingsausspruch Lenins entgegenhalten: Die Wahrheit ist immer konkret, Genosse. , wesentlich mehr ist aber auch nicht. Heute dann langweilt Wolfgang Clement, indem er die Vorschläge der Hartz-Kommission detailliert herunterleiert. Besonders lange verweilt er in dem Punkt, in dem die Hartz-Komission eine bessere Verteilung der Arbeitsplätze durch höhere Anspornung von Arbeitsvermittlern und Arbeitssuchenden anpreist. Wobei er aber offensichtlich übersieht, dass Arbeitsplätze erst einmal geschaffen werden müssen, bevor sie besser verteilt werden können.
Anschließend noch der Auftritt von Friedrich Merz, der durch die Gegend kläfft, wie ein Sauerländer Teckel. Cool dabei die Linke in der Hosentasche und mit Daumen und Zeigefinger der Rechten ein Kreis bildend, als ob damit etwas auf den Punkt gestikuliert werden könnte. Dann wurde es mir zu viel.
Off-Taste.
*
Wir saßen da, Sie sitzen da, Sie werden da sitzen bleiben.
Gerhard Schröder, Supa-Kanzler, an die Adresse der Opposition.
*
Sie sind keine Regierung der Erneuerung. Sie sind eine Regierung der Verteuerung.
Angela Merkel, Supa-Oppositionsführerin, kutscht retour.




Rubrik: Blondes

Hinweise auf kriminelle Blondinen nimmt das Polizeirevier Itzehoe entgegen.
Aus dem Polizeibericht Itzehoe von Dienstag über einen Einbruch, bei dem acht Blondierungspakete gestohlen wurden.



Dienstag, Oktober 29, 2002
The End

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Montag, Oktober 28, 2002
Glaube, Liebe, Hoffnung
Zitate vom Wochenende

Die begnadeten Schauspieler überwiegen längst die begnadeten Fußballer.
Volker Roth, Schiedsrichter-Obmann, im Interview mit der Bild am Sonntag.
*
So viel Mehl hatten wir selten.
Christian Beeck, Fußballa, über das große Glück des FC Energie Cottbus beim 0:0 in Stuttgart.
*
Wir waren in der ersten Halbzeit über 90 Minuten die überlegene Mannschaft.
Claus Reitmaier, Torhüter VFL Wolfsburg, im TV-Sender Premiere nach dem 1:0-Sieg im
Bundesliga-Spiel gegen Hansa Rostock.
*
Es ist nicht unser Ziel, die Reichseinheitsarbeitszeit durchzusetzen. Das wäre Unsinn.
Jürgen Peters, IG-Metall-Vize, am Samstag bei ein Arbeitszeitkonferenz der Gewerkschaft in
Mannheim.
*
Auch göttlicher Schutz konnte offenbar nicht verhindern, dass die Kirchturmspitze weggerissen
wurde.

Ole Kruse, Pressesprecher der Stadt Würzburg, nachdem eine Sturmböe am Samstag die
Kirchturmspitze der Neumünster Kirche abgerissen hatte.
*
Steffi hat 22 Grand-Slam-Turniere gewonnen, ich nur sieben. Deshalb koche ich für sie.
Andre Agassi, Tennisballa und Graf-Ehemann, auf die Frage, wer im gemeinsamen Haushalt die Haushaltsarbeit übernimmt.




Cool
Create your own spy-name with AustinPowers:

Martin "Defiant" Leopold:
You play by your own rules and to heck with the consequences. Some might call you rogue, but you see yourself as a shade of gray refusing to be defined. Authority is for the weak and you will do everything in your power to overcome 'the Man'.

Vital Gear
Includes a black leather jacket, tattoo and brooding presence.

Schöner noch unser Headquarter:
Medien "Swinging" Kontor
There is always time for a rendezvous and you are never one to pass up a romantic opportunity if presented. Sometimes this gets in the way of your mission, but hey baby you have to keep things in perspective!

Vital Gear (Huch?)
Includes a martini, velvet lounging robe and rotating bed.

Kommt hin.



Freitag, Oktober 25, 2002
America's Allies: THE FRIENDLY DICTATORS
Meet the Friendly Dictators - three dozen of America's most embarrassing "friends", a cunning crew of tyrants and corrupt puppet-presidents who have been rewarded handsomely for their loyalty to U.S. interests( Friendly Dictators Trading Cards. )



Donnerstag, Oktober 24, 2002
The Spaß is over

Das spaßige Guidomobil, mit dem der spaßige Guido Westerwelle seinen Spaß-Wahlkampf bestritt, steht zum spaßigen Verkauf. Es handelt sich um ein amerikanisches Motorhome der Marke Winnebago Elante 37 von GMC, das mit 230 PS-Ottomotor auch spaßversprechend mobilisiert ist und lediglich 30 Liter Benzin verbraucht. Wodurch gewährleistet wird, dass auch der Tankwart seinen Spaß und einen weiteren guten Freund bekommt. Und das ist in Zeiten der eher unspaßigen Ökosteuerreform nicht selbstverständlich.
Der Siebentonner hat erst 23.059 garantiert spaßige Kilometer hinter sich, ist in einem guten Zustand und steht in Emmendingen bei der Fa. ICF. Kosten soll das Spaßmobil lustige 65.000 Spaßteuro.
Wenn Sie gerade nicht so viel flüssig haben, gehören Sie nicht zur Zielgruppe, es soll ja schließlich ein Spaß für Besserverdienende bleiben.


Der spaßige Fahrzeugschein des Guidomobils




Index der Pressefreiheit

Erstmals hat die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF) einen Index zur weltweiten Situation der Pressefreiheit erstellt. Überraschendes Ergebnis dabei: Die USA, das Land der Freiheit, liegen mit Platz 17 (von 139 gelisteten Ländern) noch hinter einem Land wie Costa Rica, wie die Organisation gestern auf einer PK in Berlin mitteilte.
In den USA würden zahlreiche Journalisten verhaftet, weil sie in Gerichtsverhandlungen ihre Quellen nicht preisgaben oder weil sie nach den Anschlägen vom 11. September 2001 angeblich Sicherheitsbestimmungen missachteten.
Das Berlusconi-geknechtete Italien findet sich mit Platz 40 weit hinter dem westafrikanischen Benin (Platz 21 zusammen mit Großbritannien), einem der ärmsten Länder der Welt. Alle übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union außer Italien erzielten eine gute Platzierung. Deutschland rangiert auf Platz 7, hinter Kanada und Irland. Den ersten Platz teilen sich Finnland, Norwegen, Island und die Niederlande.
Die Türkei erreiche trotz Reformbestrebungen der Regierung im Zuge des angestrebten EU-Beitritts lediglich Rang 99. Nach wie vor würden dort Journalisten auf Grund ihrer Veröffentlichungen verurteilt, Medien würden regelmäßig zensiert, betonte RSF.
Israel steht auf Platz 92. Dort würden einheimische Medien und die Pressefreiheit zwar weitgehend geachtet. Anders sei die Situation jedoch in der Westbank und im Gaza-Streifen. Seit Beginn der militärischen Besetzung in palästinensischen Städten im März 2002 seien zahlreiche Journalisten bedroht, festgenommen oder ausgewiesen und Verstöße gegen internationale Abkommen registriert worden.
Unter den 20 Ländern mit den gröbsten Verstößen befinden sich neben afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Staaten auch Russland und Weißrussland. Dort würden Journalisten bedroht und häufig auch festgenommen. In der Vergangenheit seien Journalisten dort auch ermordet worden.
In den vier asiatischen Staaten Nordkorea, China, Birma und Turkmenistan gebe es faktisch keine Pressefreiheit, hieß es. Zu den 50 bestplatzierten Ländern weltweit gehört kein arabisches Land. Der Libanon erreicht den 56. Rang. Im Irak (Rang 130) und Syrien (126) nutze der Staat jede Kontrollmöglichkeit und ersticke jede oppositionelle Meinung, heißt es bei RSF.




Mittwoch, Oktober 23, 2002
Fellatio, eisgekühlt
Am letzten Wochenende nicht entscheiden können, ob ich ins Sonny Rollins-Konzert im Tempodrom oder in die Premiere von "Hysterikon" in der Halle Beuel gehen sollte. Hab mich dann fürs letztere entschieden, Saxophonorgie hin oder her. Schwerer Fehler. Denn "Hysterikon" von Ingrid Lausun entpuppte sich dann doch als eine weitere Konsum-und-Kapitalismus-ist-blöd-Komödie. Viel Markendropping, dazwischen ein paar Abziehbildmenschen, die in der Warenwelt vergebens nach Liebe und Idealen suchen. Alles schon 1000mal gesehen, nur meist besser eben. Gute Idee hingegen, das ganze gleich in einem Supermarkt spielen zu lassen, wo es neben den Waren auch gleich Gesinnung und Träume zu kaufen gibt.
Und Sex. Wie praktisch. Eine Frau aus der Tiefkühltruhe bringt Fellatio an den Mann. Gibs bei Aldi nicht. Oder noch nicht.

Auf der Rückfahrt dann Diana Krall mit "Peel me a grape" gehört.

Just entertain me, Champagne me
Best way to cheer me, cashmere me

Genau.



Dienstag, Oktober 22, 2002
Bürogeschwätz

Auf dem Redaktionsfernseher läuft MTV und Moderator Markus Kavka emissiert Dummschwatz quer durch das Kontor.

Kollegin: Der Kavka ist doch der letzte Ekel-Spake, dass der mit der Visage auf die Mattscheibe darf ...
Moi: Mhh, na ja, redet vielleicht ein bißßerl viel.
Kol: Ich kenne ne Lesbe in Köln, die fand den sooo süßßß, dass die mit dem geschlafen hat. Dabei hasst die sonst alle Männer.
Moi: Und hat sichs wenigstens gelohnt?
Kol: Scheint nich so, die treibst jetzt wieder nur mit Mädels.
Moi: Da gibt's ja bei MTV auch ganze schrecklich süüßßße.
Kol: Na ja! Ja?
Moi: Ja, die süßßße Sophie und das süßßße Bravo-Girl-Mirjam und die süßßße Nora.
Kol: Nora? Die von Thomas Sonnenbank-Schwuchtel-Anders?
Moi: Neh, Nora Tschirner, oder so.
Kol: Kenn ich nich.
Moi: Spielte kürzlich auch in ner gefloppten Vorabendserie mit. Irgendwas mit "Strand".
Kol: Im zweifelsfall immer "Die Strandklinik".
Moi: Nöh, aber so ähnlich.
Kol: "Sternenfänger" vielleicht?
Moi: Genau, hab ich ja gesagt, haste etwa gesehen?
Kol: Nöh, aber zwei Jahre Medienredaktion ...
Moi: Nah supi, hast ja hier doch was gelernt.
Kol: Mmh.




Montag, Oktober 21, 2002
The Rules of Attraction

Interview mit Bret Easton Ellis:

The most terrible thing about American movies right now is that people who love movies aren't making them - lawyers and agents are. The deals are more important than the material. That's a huge change from the '70s, even the early '80s. I think it's affecting the independent film world too: the people who are making the decisions don't know anything about movies, or don't like movies and don't have any sense of movie history. And that's a problem.
Vorschau The Rules of Attraction




Schroeder? Who the fuck is Schroeder?

Nur sechs Prozent der Briten kennen einer Umfrage zufolge den Namen des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Einer von zehn Briten kann demnach überhaupt keinen Politiker benennen. Selbst der eigene Premierminister, Tony Blair, ist 17 Prozent der Bürger unbekannt. Von dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein haben 25 Prozent gehört. Ein bekannter Soap-Star aus dem Fernsehen ist doppelt so vielen Briten ein Begriff. Die heute veröffentlichte Studie, für die sich gut 1000 Teilnehmer befragen ließen, wurde im Auftrag des Nachschlagewerks "Whitaker's Almanack" ausgeführt.




Glaube, Liebe, Hoffnung
Zitate vom Wochenende

Die FDP ist keine liberale Partei mehr. Der Spaß ist nicht mehr lustig, sondern nur noch peinlich.
Fritz Kühn, Noch-Grünen-Chef, über die FDP.
*
Grau sind sie geworden, das stimmt. Aber nur außerhalb des Kopfes und nicht im Geist.
Joschka Fischer, Bundesaußenminister, zu kritischen Äußerungen über die Grünen.
*
lch bin zwar nicht Pressesprecher der Grünen, aber nur weil es an zwanzig Stimmen gescheitert ist, muss man sich nicht in die Hose machen.
Olaf Scholz, designierter SPD-Generalsekretär, am Sonntag über die Ergebnisse des Grünen- Parteitages, der sich am Samstag dafür ausgesprochen hat, die Trennung vom Amt und Mandat beizubehalten.
*
Wo der Regen anfängt, hört er eigentlich auch nicht mehr auf.
Michael Bauer, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes, am Sonntag zu den Wetteraussichten für Montag.
*
Ein widerwärtiges Regime.
Heidemarie Wieczorek-Zeul, stellvertretende SPD-Vorsitzende, am Sonntag auf dem SPD-Parteitag in Berlin über die Regierung von Nordkorea.
*
lch bin froh, dass der Hässlichere gewonnen hat.
Kurt Jara, HSV-Trainer, zur Bemerkung von Mönchengladbachs Coach Hans Meyer: Kurt, alle Kameras waren vor dem Spiel auf dich gerichtet. So schön bist du doch gar nicht.




Samstag, Oktober 19, 2002
Eine Zensur findet statt
Gemeinhin hege ich ja nicht viel Sympathie mit den Rabauken der Berliner Antifa. Noch weniger habe ich allerdings für selbstherrliche Zensurbemühungen staatlicher Institutionen übrig. Die Berliner Polizei hatte Anfang Oktober die Bilder von 53 mutmaßlichen Straftätern auf Plakaten und im Internet veröffentlicht. Mit einem satirischen Gegenentwurf protestierte die Antifaschistische Aktion Berlin (AAB) gegen die Fahndung und forderte gleichzeitig eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. "Die Antifa bittet um Mithilfe", heißt es auf dem Plakat, das die AAB am vergangenen Dienstag in Berlin vorgestellt hatte. Darauf waren 23 Fotos von Polizisten in Zivil und in voller Kampfmontur mit Schutzhelm abgebildet, die die AAB verdächtige, "während ihres Einsatzes beim 1. Mai 2002 Straftaten verübt zu haben".
Per Sperrungsandrohung zwang die Berliner Polizei nun die Betreiber der AAB-Website sowie verschiedener Mirror-Seiten das missliebige Plakat aus dem Internet zu entfernen, da "die Persönlichkeitsrechte der Beamten in nicht hinnehmbarer Weise verletzt" würden.


Grundgesetz Art. 5.1: Eine Zensur findet nicht statt

Mehr bei Heise und Schockwellenreiter.




Freitag, Oktober 18, 2002
Bunte Moral
Mein Lieblingszitat von Praktikantinnen möchte ich an dieser Stelle nicht zitieren. Mein Lieblingssatz von Praktikanten aber lautet: "Ich will später was mit Medien machen". "Und was genau?" "Och egal, Hauptsache was mit Medien und so!" Na denne, Willkommen in der Schönen-Neuen-Arbeitslosen-Medien-Welt.
Ein Beruf in den Medien steht auch nach Angaben von Branchenkennern trotz der Krise bei jungen Leuten hoch im Kurs. "Media ist sexy", sagte Frank Esser vom Institut für Publizistik der Universität Mainz am Freitag auf den Münchner Medientagen. Die meisten Studienanfänger hätten allerdings keine konkreten Vorstellungen von ihrem Berufsziel. "Sie wollen nur unbedingt irgendetwas in den Medien machen."
Dabei reize viele Studenten die Arbeit für Prominenten-Magazine. "Das ist viel weniger anstößig als noch in den siebziger Jahren." Bei der Zeitschrift "Bunte" gehen nach Worten von Chefredakteurin Patricia Riekel täglich unzählige Bewerbungen ein. "Wer zum Burda- Verlag geht, hat am meisten Lust, für die "Bunte" zu arbeiten, da er sich davon eine abwechslungsreiche Arbeit verspricht."
Die meisten Bewerber seien mit Studium und Volontariat inzwischen bestens ausgebildet. Allerdings mangele es vielen Berufsanfängern an der Moral. "Die Moral ist wahnsinnig niedrig." Dieses Thema müsse in der Ausbildung von Journalisten eine wichtigere Rolle spielen.
Moral und die "Bunte", schon klar.



Farblose Ethik
Dass ausgerechnet Microsoft einen Kongress für Blogger abhält, hätte ich ja nicht gedacht. Und dass dort ausgerechnet das Thema "Ethik des Bloggens" angesprochen wird, hätte ich per se ausgeschlossen. Davon kündet jedenfalls die Netzeitung in einem etwas uninspirierten Beitrag:

Die publizistische Macht der Blogger ist größer, als sie selbst vielleicht meinen. Anders ist kaum zu erklären, warum Microsoft neben Journalisten und Analysten auch einige Netztagebuch-Autoren zu seiner "Mobius 2002"-Konferenz eingeladen hat. Dort präsentierte Microsoft am vergangenen Wochenende neue Produkte und Ideen.

Aber das war ja schon immer Strategie bei den Gateslern: Entwicklungen, die man selber verschlafen hat durch eine herzliche Umarmung der Konkurrenz sich einzuverleiben.



Mittwoch, Oktober 16, 2002
Ja-Sager
Dies ist eine einzigartige Manifestation der Demokratie, die allen anderen Formen der Demokratie überlegen ist.
Issat Ibrahim, stellvertretender Vorsitzender des irakischen Revolutionären Kommandorates, auf einer PK am Mittwoch in Bagdad. Beim Referendum über eine Verlängerung der Amtszeit des irakischen Diktators Saddam Hussein hatten 100% der Wähler mit "JA!" gestimmt. Die letzte Wahl im Irak war verhältnismäßig knapp ausgegangen: 1995 stimmten lediglich 99,96% für den geliebten Führer.

[Irakischer Stimmzettel, links das JA!-Feld]



Nie-Nein-Sager
Wenn Deutschland ruft, darf man nie "Nein" sagen.
Joschka Fischer, heute in Berlin nach der Unterzeichnung der Koalitionsverträge.



Dienstag, Oktober 15, 2002
Flash-Alarm
Der Krieg der Welten, alberngute Flash-Programmierung aus dem Alien Abductee Theatre.
*
Led Zeppelins "Immigrant Song", Lautstärke auf 10 von 10 stellen.




Samstag, Oktober 12, 2002
Wrrrooooommmm

Nachdem ich lang genug an den Nürburg-Ring-Boxen rumgeludert habe, sehe ich, daß für kurze Zeit ein schwarzer Bolide unbesetzt ist. Ich lasse meine Tasche fallen und renne wie der Teufel zu dem Wagen, 100 Meter in 8 Sekunden, ich war mal schneller, aber es reicht noch. Ich werfe mich in den Wagen und den ersten Gang rein. Tür zu, Vollgas, der halbe Reifen bleibt als Gummispur auf der Bahn, egal: sehe Mechanikermünde sich aufreißen und Overallwesen, die sich in der letzten Sekunde zu Seite werfen, knapp verfehle ich Kai Ekel von RTL. Scheiße! Ich knalle aus der Boxengasse, nix Geschwindigkeitsbegrenzung, nix nur 80, zählt alles nicht, für mich nicht. Ich gebe Gas, ich will Spaß, Harhar, an der Benztribüne vorbei, 180 schnell. 4500 Umdrehungen, der Motor dröhnt, jault aber nicht, noch nicht. Es ist ein alter 944S fällt mir auf, 3,2Liter Maschine aber nur vier Zylinder, Riesen-Dampfhämmer also, größer geht nicht, 6 Motorräder unter der Haube. Porsche im asozialen Knight-Rider-Outfit der 80er Jahre. Egal. Hubraum + Drehzahl = Leistung, das zählt! Sonst nix! Die Einstein-Formel des Autos! Fordkurve, runter in den Dritten, die Maschine auf 5000 U/min hochgezogen, dann vierter Gang, dann direkt in den Zweiten runter, hart, ganz hart in die Dunlop-Kehre reingebremst, zwei Räder nur haben Grip, muß reichen, schneller, schneller, Zwischengerade, das erste Mal über 210, geil, so geil, das tut soooo gut, schneller, der erste Gegner taucht auf, rote Japsenschleuder, ich täusche links an und gehe rechts vorbei, Reiskocher schreie ich, zeige dem Nipponschrott den Effefinger und das Auspuffrohr sowieso. 6000 Umdrehungen, schneller, 230 km/h. Schneller, Gas, mehr Gas. Die BIT-Kurve hart genommen, am Lenkrad gesägt. Dann Gas, Gas, Gas, die Einspritzanlage ejakuliert im Höchstmaß, die Kolben hämmern in ihren Riesenzylinder. Ich denke an Sex, hart, schnell und gut. Den ITT-Bogen ignoriere ich, hier bremst man nicht, wer bremst verliert sowieso, hier und anderswo. Gas, schneller. WRRROOM. Das wedelnde Heck des 944S fange ich in der Veedol-Schikane geschickt ab, nicht mit der Bremse, ihr Anfänger, mit dem Gaspedal!, Hecktriebler sag ich nur, Hecktriebler, was sonst. Gas. Schneller. Coca-Cola-Kurve, grüne Hölle, du kannst mich mal, ich bin die Hölle aber nicht grün, runter in den Dritten, 5500 Umdrehungen, der Innenraum fängt an sich aufzuheizen, irgendwas stinkt, Wassertemperatur 100 Grad, kalt genug. Und jetzt: Start-Ziel-Gerade, meine Spezialität, vor mir noch ein Gegner, silbergrau, geduckt, Stuttgarter Stern, gleich wird er zum Opfer, wieder täusche ich links und gehe dann aber auch links vorbei, Doppeltäuschung!, Ätsch! Zielgerade, 7000 Umdrehungen, 275km/h, der Zuffenhausener kann schneller, komm schon höre ich mich gegen das infernalische Motorgekreische anschreien, trete fast das Bodenblech mit durch, überquere die Linie, keine Fahnen, woher auch?!, vor mir schimmert das berühmt-berüchtigte Castrol-S. Ich werde es schaffen, heute werde ich es schaffen, die S-Kurve mit 280 km/h zu meistern, ich sehe das S auf mich zufliegen, jetzt nicht bremsen, Hasenfuß, Gas geben, draufbleiben, ich werde das Todes-S meistern. So oder so.





Freitag, Oktober 11, 2002
Nobel
Am Samstag zufällig Bücher von Imre Kertész erstanden. Gestern bekam Kertész den Literatur-Nobelpreis. Zusammenhänge vermutet.

Ich habe gehört, dass Herr Böll zwei Tage gekämpft hat, keinen Frack zu tragen. Vielleicht wartet dieses Schicksal auch auf mich, aber es ist ein angenehmes Schicksal.
Kertész in einer ersten Reaktion auf die Verleihung des Preises.



Klolicher Nachtrag

Das Verlagsprogramm des Klo-Verlages (s.u.) umfasst derzeit sieben Titel, darunter die Gedichtrolle Begrabt mein Gedicht an der Biegung des Abflusses. Hauptwerk ist jedoch der Roman Das Hecheln der Bonner Lisa, eine Trilogie. Erscheint also dreirollig.



Donnerstag, Oktober 10, 2002
Texte für den Arsch
Die Texte liegen auf der Rolle: Der Klo-Verlag hat am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse auf Toilettenpapier gedruckte Romane und Gedichte vorgestellt.
"Der Zugang zur Literatur soll einfacher werden", so Verlagsleiter Georges Hemmerstoffer. Rund die Hälfte der Menschen läsen auf der Toilette. "Die Bücher sollen verbraucht werden, das ist unsere Philosophie. Und wir wollen natürlich ein Geschäft damit machen", sagte Hemmerstoffer. Gedichte von Heinrich Heine und Christian Morgenstern können so auf dem stillen Örtchen abgerollt werden. Auch Romane und Krimis erscheinen als Erstveröffentlichung auf Klopapier. Damit die wechselnden Besucher nicht nur Fetzen der Geschichte mitbekommen, sind die Texte pro Rolle sieben Mal abgedruckt. Die Idee des Unternehmers, der zunächst für Firmen Werbeslogans auf Toilettenpapier druckte, hat offenbar Erfolg: "Der Buchhandel bestürmt uns", behauptet Hemmerstoffer.
So ganz neu ist die Idee freilich nicht. Schon Diederich Heßling, die Hauptfigur aus Heinrich Manns Roman "Der Untertan", hatte diese brillante Idee: Deutschtümelnde Weisheiten für den Arsch.



Mittwoch, Oktober 09, 2002
Abgründe
Gründe sich zu streiten, scheint es ja immer genug zu geben, Zahnpastatubenverschluß-Streitigkeiten, Mülleimer-Ausleer-Streitigkeiten, TV-Fernbedienungsbeherrscher-Streitigkeiten. Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen, darüber Buch geführt hat Mil:
Have you seen 'Good Will Hunting'? Of course you have. I was watching it with Margret the other day and she squeezed my arm and said, 'That's how I'd like you to look.'
'Ahhh,' you're all sitting there saying, 'But Mil, you're already practically Ben Affleck's double.' True enough. But Margret was talking about Robin Williams. Aged 45. With a beard. Kill me.

Wozu dies dann führt, kann man wiederum hier bewundern:
Angry Bed Positions
, eine Art Anti-Kamasutra. Und wem das nicht reicht oder wer Gründe für den Suizid sucht, sollte einfach mal die Lebenshilfe in allen Lagen der "BILD"-Zeitung abfragen. 30 Gründ für Ihn, 30 Gründe für Sie.




Dienstag, Oktober 08, 2002
Be a good American


Plakate an das US-Volk.




Bad Honnef brennt
Schöner Musik-Jugenderinnerungsbericht über ein Konzert der Dead Kennedys 1981 bei Irgend was ist ja immer : Bad Honnef brennt. Vorschlag: Brennen lassen.



Montag, Oktober 07, 2002
Der sozialistische Gang

Bisher nicht bekannte Dokumente und Briefe von Ex-DDR-Staatschef Erich Honecker und dessen Frau Margot nach dem Fall der Mauer veröffentlicht die Info-Illustrierte "Focus" in ihrer neuen Ausgabe. Einige Zitate aus den Briefen:

Nun hat der Alte ungewollt noch einmal große Schlagzeilen gemacht, und das weltweit. Wer
wirklich ein Stück Geschichte mitgeschrieben hat, der ist nicht einfach auszuradieren.

Margot Honecker über ihren Mann in einem Brief nach der Flucht des Ehepaares in die russische Hauptstadt.
*
Der Krenz hat ja nun wirklich nicht alle Tassen im Schrank, sich vor einem bürgerlichen Gericht auszukotzen über die Vorgänge in der Parteiführung.
Aus einem Brief über Erich Honeckers Nachfolger im Amt des SED- Generalsekretärs, Egon Krenz.
*
Behütet das Geld dort, damit die Bande da nicht auch noch heran kann.
Margot Honecker in einem weiteren Brief an ihren Bruder und ihre Schwägerin über Pläne, Geld nach Chile zu schaffen.
*
Alles geht seinen sozialistischen Gang.
Aus der Antwort von Manfred Feist, Margot Honeckers Bruder.
*
Ein bisschen wollen wir doch noch abhaben von diesem verdammt schönen Leben,
oder?

Margot und Erich Honecker in einem Brief an Manfred und Edith Feist.




Glaube, Liebe, Hoffnung
Zitate vom Wochenende

Wissen Sie was 0,5 Promille sind? Die hat doch hier im Stadion jeder.
Karl-Heinz Rummenigge beim Heimspiel am letzten Oktoberfest-Wochenende gegen den VfL Bochum zum Fahrverbot von Stürmer Giovane Elber
*
Nur wenn die Wade zwickt, geht so etwas rein.
Stefan Effenberg, VFL Wolfsburg, zu seinem Lupfer-Tor gegen Leverkusen.
*
Es kann nicht jeder mit jedem ins Bett gehen. Aber wir verstehen uns ganz gut
Mario Basler zum Teamgeist beim 1. FC Kaiserslautern
*
Arminia Bielefeld ist nicht so blind, wie Du sie darstellst.
Mönchengladbachs Trainer Hans Meyer zum Bielefelder Coach Benno Möhlmann, der sein Team nach dem 0:3 in Gladbach heftig kritisierte.
*
lch habe nicht das Gefühl, dass meine politische Hinrichtung als Landesvorsitzender
bevorsteht.

Jürgen Möllemann in der "Bild am Sonntag" zum Machtkampf mit Guido Westerwelle.
*
Der Mensch braucht zu seinem Glück nicht 20 verschiedene Nudelsorten.
Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Eberhard Cherdron, nach Mitteilung der Kirche in seiner Predigt zum Erntedankfest am Sonntag in Bockenheim




Sonntag, Oktober 06, 2002
Nachtrag: Halloween




Samstag, Oktober 05, 2002
Pauschalisierte Buchrückbeschau
Beim Stöbern mal wieder über die unglaublich schlechte deutsche Literatur der 80ziger Jahre gestolpert. Wie immer habe ich mich gefragt, welche Deppen eigentlich diesen Müll damals gekauft haben. Ein Gedanke an die Füllung der heimischen Billy-Regale läßt mich dann aber schnell wieder leise werden: Meterweise Suhrkamp-Schrott aus diesem Jahrzehnt. Seltsam eigentlich, dass ein so krampfhaft extrovertiertes Jahrzehnt wie die 80ziger, so eine krampfhaft introvertierte Literatur herausgebracht hat. Nur leeres Wortgeklingel und seelenlose Germanistenwixerei. Hauptsache schlau wirken. Aber wahrscheinlich ist gerade diese zur Schau gestellte Introvertiertheit die perverseste Form der Extrovertiertheit und damit diese Literatur doch wieder ein adäquates Ausdrucksmittel dieses Jahrzehnts.




Buchpreise
Samstag ist Antiquariatstag. Nirgends wird einem der T-Euroeffekt so unverfroren vor Augen geführt, wie in einem modernen Bücherantiquariat. Bezahlte ich vor der Währungswende 2,95 bis 3,95 DM pro remittiertes Taschenbuch, so kostet jetzt das gleiche Bändchen 3 bis 5 Euro. Der Eurofluch beim Buch.


Freitag, Oktober 04, 2002
Gould
Auch schon der 20.Todestag von Glenn heute. Freund, ich trinke jetzt auch Dich.




Von der Schönheit
Beethovenfest Bonn. Unglaublich, wie gut das Juilliard String Quartet immer noch ist. Unglaublich, was man trotz des x-ten Hörens noch immer Neues in den späten Streichquartetten Beethovens finden kann. Adorno schrieb zum Spätwerk Beethovens diesen denkwürdigen Satz: "Der musikalischen Erfahrung des späten Beethovens muß die Einheit von Subjektivität und Objektivität, das Runde des symphonischen Gelingens, die Totalität aus der Bewegung alles Einzelnen, kurz eben das verdächtig geworden sein, was den Werken seiner mittleren Zeit ihr Authentisches verleiht." Und an einer anderen Stelle, noch schärfer formuliert: Das, was "der mittlere Beethoven in vor ihm nicht dagewesener Weise herbeigeführt hat, das beargwöhnte der späte als Schein". Was folgt, ist die Abkehr vom Schmückenden, also der Versuch der Reduktion auf das Eigentliche, auf eine Essenz. Ob man diese Suche nach der musikalischen Essenz dann als Suche des Objektiven oder des Subjektiven begreift, ist aber m.E. unwichtig. Übrigens gibt es diese Reduktion auf die Essenz auch im Spätwerk Brahms, eine interessante Parallele, über die man mal arbeiten sollte, ich finde es in der Literatur unerwähnt.


Donnerstag, Oktober 03, 2002
"Spiegel"-Lesen beruhigt die Nerven

WHO bestreitet Aussterben der Blonden
Alles nur ein Fake. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat betont, dass es keinerlei Anhaltspunkte für ein baldiges Aussterben naturblonder Menschen gebe. In der vergangenen Woche wurde eine anscheinend gefälschte Meldung der Uno-Behörde verbreitet, die das Ende der Hellhaarigen binnen 200 Jahren vorhersagte. [...] Als Schuldige für die Auslöschung der naturblonden Haarfarbe präsentierte die Verfasser der Meldung blond-gefärbte Frauen: Männer würden sie der naturblonden Weiblichkeit vorziehen und damit würde das "Blond-Gen" auf der Strecke bleiben.



A war?

Interessanter (wenn auch tendenziöser und unsauber recherchierter) Beitrag aus dem "newstatesman" über linke und rechte Blogger in den USA:

Bloggers of the Left, Unite!
The American right moved into the medium with speed. Two bloggers in particular have astonishing influence: the journalist Andrew Sullivan, with his eponymous site; and a formerly obscure Tennessee law professor called Glenn Reynolds, who runs InstaPundit. There are no equivalents on the left; indeed, there are precious few left-wing blogs at all. Both Reynolds and Sullivan are libertarian, rather than conservative. And both despise the Guardian. As Wyeth Ruthven, publisher of a rare centre-left American blog, says: "No one here had even heard of the Guardian until Sullivan began his personal jihad." In a country with no recognisable left of its own, bloggers have made a British newspaper the pantomime villain of the right.
[...]
Should the left worry? Definitely. The blogsphere is an example of Willard Quine's coherence theory of truth: that things are true if they agree - or appear to agree - with other things that are held to be true. Right-wing bloggers are thus creating their own world, in which their truth exists often without debate. And the same may be about to happen in the UK. The journalist Stephen Pollard, the only British political blogger on the left, notes: "There are plenty of new British political blogs. And they are all - all - on the right." But political blogging is in its infancy here. It remains up for grabs. Got a computer? Got a view? Get blogging. There is a war to be won.



Revolution light version

Am 3. Oktober den 18. März nicht vergessen!
Überschrift einer Presseerklärung der Berliner "Aktion 18. März" zum Tag der deutschen Einheit. Der 18. März gilt als der Schlüsseltag der Revolution von 1848.



Mittwoch, Oktober 02, 2002
Wasndasn?

Was so ausschaut wie einer meiner Malversuche in der Schule ("Und das soll ein Haus sein? Sicher? Mmmhh ...") ist in Wirklichkeit die erste Skizze für eine der genialsten Motorkonstruktionen überhaupt: Der Rotationskolbenmotor, nach seinem Erfinder auch Wankelmotor genannt. Felix Wankel wäre kürzlich 100 Jahre alt geworden. Informationen um den kreisenden Kolben gibt es bei Der Wankelmotor.



Rubrik: Lego
Wenn ich als Kurzer annodazumal etwas aus Lego baute, war eigentlich nur für mich erkennbar, was ich denn da gebaut hatte. Nicht dass ich ein so schlechter Legoist war, nein, allen anderen fehlte es schlichtweg an Phantasie. Jawoll.
Etwas anders sieht das aber hier aus, da hat ein Fanatiker doch tatsächlich ein komplettes Cembalo aus Legosteinen gebaut. Und es ist sogar spielbar.
Bei Very Bad Toys: A Strainge Production werden die Steinchen zu ganz anderen Zwecken benutzt.
Filmkunst, ganz große.



Dienstag, Oktober 01, 2002
Gratulation nachträglich

LA MÉDAILLE FICK-KALT-MÜLLER

a été décernée au Docteur Gabriel ELIE ancien Président de l'ECLSO
pour sa contribution au développement et à la défense de la Contactologie Médicale.





Not exactly the Operation Barbarossa

Aus dem WM-Tagebuch "A Month on the Sofa" des britischen Autors John Lanchester:

While I am spouting mad theories about national characteristics, I would like to expound here my theory that German sides' tendency to win big games right at the end, and often unjustly, is connected with the way German speakers have to wait for the main verb at the end of a sentence, thus developing habits of patience and concentration. That characteristic German goal in the 80-oddth minute is a verb. [...]
South Korea go out 1-0 to Germany in a major snooze of a semi-final (unless of course you're German or Korean). So the list of teams beaten by Germany on their way to the final is as follows: Saudi Arabia, Cameroon, Paraguay, USA, South Korea. In terms of overcoming difficult resistance it's not exactly Operation Barbarossa.
(Aus: London Review of Books)