Montag, März 31, 2003
Arnett fired The U.S. war plan has "failed," veteran war correspondent Peter Arnett told Iraqi TV in an interview that aired Sunday [transcript, related background]. Arnett: Whenever I gave a report on civilian casualties on CNN (in the first Gulf War) the Pentagon and the Bush administration got very angry and called me a traitor.
After speaking with Arnett, General Electric Co.'s (GE) NBC said in a statement that "Peter Arnett and his crew have risked their lives to bring the American people up-to-date, straight-forward information on what is happening in and around Baghdad." The network said Arnett's "impromptu interview with Iraqi TV was done as a professional courtesy and was similar to other interviews he has done with media outlets from around the world. His remarks were analytical in nature and were not intended to be anything more." [via Yahoo]
Later:
NBC and MSNBC on Monday said they had terminated their relationship with Peter Arnett after the journalist told state-run Iraqi TV that the U.S.-led coalition's initial war plan had failed and that reports from Baghdad about civilian casualties had helped antiwar protesters undermine the Bush administration's strategy. [via MSNBC-News]
posted by Martin Leopold at Montag, März 31, 2003
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Ach ja ...... die BILD-Zeitung:
Zwischen "Geheimes Diana-Video" (Ich will erklären, wie alles war), Seite 1 Girl (Oh Biggi, in deinen blauen Augen kann Mann versinken), Franz schreibt (Ballack nicht zu ersetzen) und einer schlimmen Befürchtung (Gehen den USA die Bomben aus?), das wunderbare TeenieSexCrimeSaddam- Dramolett:
Was tut Saddam der schönen Soldatin an? Sie ist erst neunzehn, noch ein Teenager. Das Schicksal der schönen US-Soldatin Jessica Lynch - ganz Amerika ist betroffen.
Lesen Sie demnächst hier: Das Kriegs-Luder, Lust und Leidenschaft zwischen Kartätschen und Kartuschen.
posted by Martin Leopold at Montag, März 31, 2003
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FreundeOffensichtlich Sehnsucht nach alten Freunden und Geschäftspartner hat in diesen Tagen Ronald Dumsfeld. Sgt. Rummy sagte laut "Spiegel" in einer US-Talkshow: Wir haben Saddam Hussein oder seine Söhne seit fast acht Tagen nicht gesehen. Vielleicht kann er sich bis zum nächsten Wiedersehen ja mit einem Blick in sein Familienalbum trösten.

Forever friends
posted by Martin Leopold at Montag, März 31, 2003
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Medien im Krieg XIA peacefully American
In Germany, part of good old europe, we've got these funny and sweet cookies called "Americans" ("Amerikaner"). A small bakery in Solingen, home of the sharp knives, decided to add a little bit of choclate in the form of the classic peace-sign. A few cents of each sold cookie will be donated to a peace project in irak. [gefunden beim Nachbarn: koewi]
*A Definition of "Precision" U.S. missiles have managed to hit targets (intentional or accidental) in: Irak, Iran, Türkei , Saudi-Arabien and possibly Kuwait
*Medialer PC-Game-War
Fast so beliebt wie echte Generäle sind im US-Fernsehen derzeit virtuelle Kämpfer. Insbesondere CNN profiliert sich mit komplexen Animationen, die in bester Computerspiel-Manier Soldaten an Häuserkämpfen teilnehmen und Panzer durch die Wüste rauschen lassen. Fox dagegen berichtet über Technik und Ausrüstung der echten Soldaten in einer Art und Weise, die verblüffend an die Auswahl einer Figur zu Beginn eines Ballerspiels erinnert. Alles, was den Fernsehstationen blieb, waren die ewig gleichen Wüstenbilder und hin und wieder ein paar Explosionen in Bagdad. Also beschränkte man sich auf das Wiederholen bekannter Nachrichten und erprobter Animationen sowie das Befragen der ergrauten Experten. Was fehlten, waren spektakuläre Bilder. [Der Krieg im US-TV, Bericht bei Heise]
*Grünliche Nachtaufnahmen Der Mangel an selbst recherchierten Informationen und das von beiden Seiten zensierte offizielle Material standen dem Interesse und den Erwartungen der Öffentlichkeit, des Publikums gegenüber, so daß kurzerhand der Krieg in den Medien inszeniert wurde. Dies führte zu einer ungewöhnlichen Popularität von grünlichen Nachtaufnahmen, auf denen Lichtpunkte, vermeintliche Geschoßspuren, zu erkennen waren. [Eine geschichtliche Übersicht (im Stil einer Hausarbeit) über die Position der Medien im Krieg (Vietnam bis heute): Verlust der Wahrheit - Kriegspropaganda und das Versagen der Medien von Dirk Schneider.]
*Maulkorb für die Presse Seit Montag gelten seitens des US/UK-Militärs neue Bestimmungen für die Presse. Dies berichtet ein Teilnehmer des Nachrichtenforums "Indymedia". In dem Bericht heißt es: Wie mir ein Bekannter, der derzeit als Techniker eines deutschen Senders in Kuwait arbeitet mitteilte, ist eine durch irgendwelche Informationen abgesicherte Berichterstattung praktisch nicht mehr möglich. [via rbi]
*Idiotensichere Reportagetechnik Unser Dank für die bemerkenswerte Berichterstattung in diesen ersten Kriegstagen gebührt natürlich auch den technischen Zauberern in unseren Reihen, die die Ausrüstung in den vergangenen Monaten immer wieder getestet, adaptiert und verfeinert haben und auf diese Weise sicherstellten, dass sie nicht nur den Härten eines Wüsteneinsatzes standhält - sondern auch in den Händen von Journalisten absolut "idiotensicher" ist! [Chris Cramer, Präsident von CNN International, singt ein Loblied auf Reporter und Technik im "Standard"]
*US soldiers in Iraq asked to pray for Bush Thousands of marines have been given a pamphlet called "A Christian's Duty," a mini prayer book which includes a tear-out section to be mailed to the White House pledging the soldier who sends it in has been praying for Bush [via ABC] Wahrscheinlich benötigen die US-Soldaten dafür die bereits erwähnten Camouflage-Bibeln. Wie die aussehen, haben inzwischen die Kollegen von it&w herausgefunden. Simples Khakigrün, statt Stealth-Technik, schon etwas enttäuschend.
*Chemotherapisten Die US-Soldaten empfänden zum Teil keine Reue über ihr Vorgehen: "Die Iraker sind kranke Leute, und wir sind die Chemotherapie", wurde ein namentlich genannter Unteroffizier zitiert. Er fange an, "dieses Land zu hassen." Reaktion eines US-Soldaten, nachdem dessen Einheit 12 Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet hatte. [via "Spiegel"]
*Kriegswetten Auf mehreren Internetseiten laufen Wetten mit hohen Einsätzen darüber, wie lange die jetzige Regierung sich noch an der Macht halten wird. Man mag diese Wetten geschmacklos finden - für Meinungsforscher sind sie sehr ergiebig, meint Wirtschaftsprofessor Eric Zitzewitz von der Universität Stanford. Die Wettseiten seien "eine ziemlich gute Annäherung der Ansichten, die sich der Durchschnittsbürger anhand öffentlich zugänglicher Informationen bildet." [Bericht im "Kurier", via Rollberg]
posted by Martin Leopold at Montag, März 31, 2003
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Sonntag, März 30, 2003
Mustache plan gets a little too hairy to bearThe day before the U.S. invasion of Iraq, commanders within the Marines' Regimental Combat Team 5 issued the following order to their troops: Don't shave your upper lips. The plan, as explained by superiors, was for the Marines to grow mustaches by the time they seized the Rumaila oil fields in southern Iraq two days hence. Iraqi soldiers would see the mustaches and conclude they were mandatory for Marines. Thus the Iraqis themselves would grow mustaches if, as rumor had it, they were planning on dressing as U.S. troops to commit civilian atrocities that they would then blame on the Americans. But, unbeknownst to the Iraqis, the Marines would shave their mustaches as soon as they left Rumaila. That way, if any atrocities were committed by mustached troops in U.S. military uniform, the world would know they were the work of Iraqis. [Source: StarTelegramm]
posted by Martin Leopold at Sonntag, März 30, 2003
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Tips für Amerikaner,die sich bei Überseereisen als Kanadier tarnen wollen:
Drink Canadian beer whenever possible - Molson and Moosehead and Labatt are generally available - and be able to speak eloquently about your favorite microbrews (Upper Canada, Alexander Keiths and Kokanee are common favorites). Be sure and frequently insult American beer as "crappy." (Canadian joke: What does making love and American beer have in common? Answer: They are both *%@# near water.) [via pubclub]
posted by Martin Leopold at Sonntag, März 30, 2003
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Medien im Krieg X Thanx Dear member of the U.S. military: Thank you for defending our freedom. Text der standardisierten Dankes-Mail, die man von einer Seite des amerikanischen Verteidigungsministeriums an Frontsoldaten schicken kann. Eigenen Text kann man wohlweislich nicht dazuschreiben [via Spiegel]
*The Beeb Downing Street was today embroiled in a serious clash with broadcasters over the reporting of the war in Iraq, amid claims that round-the-clock coverage was distorting the public's view of events. Simmering tensions on both sides over the policy of 'embedding' journalists with frontline forces spilled over in the midst of reports that Cabinet Minister John Reid had accused the BBC of acting like a 'friend of Baghdad'. The BBC's political editor Andrew Marr retorted last night that ministers appeared to regard anyone trying to take a balanced view as favourable to the regime, adding that the Government was "angry that they can control where reporters go but what they cannot control is what they see". [ via "Observer"]
Die "FR" schreibt zum gleichen Thema:
Mehr als die großen kommerziellen Sender ITV und Sky fühlen sich die Journalisten der BBC zu einer sorgsam ausgewogenen Berichterstattung verpflichtet, die sie der Reputation - und weltweiten Verbreitung - ihrer Anstalt schuldig zu sein glauben. Anders als ITV, das gern Einzelschicksale dramatisiert und auf die Tränendrüse drückt, oder als Sky, dessen Besitzer Rupert Murdoch mit Premierminister Tony Blair begeistert in den Krieg zog, ist die BBC bei allem Drama überwiegend an kritischer Berichterstattung interessiert: Nur der unerschrockene kleine Sender "Channel Four" läuft der Anstalt in dieser Hinsicht noch den Rang ab.
*Gemeinsamkeiten Was haben Iran, Irak, Jemen, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien und die USA gemeinsam? In all diesen Ländern werden Menschen hingerichtet, die zum Zeitpunkt der von ihnen begangenen Tat unter 18 Jahre alt gewesen sind. Damit verstoßen diese Staaten nicht nur gegen die UNO-Konvention über die Rechte der Kinder, sondern auch gegen das Internationalen Abkommen über bürgerliche und politische Rechte. ["Die Achse der Henker", Bericht bei Heise]
*Immer Opfer Tatsächlich scheint es vielen vor allem um ihren eigenen "seelischen Platz" zu gehen: Immer Opfer, niemals Täter. [...] Das "Peace"-Zeichen [gerne auch der Mercedes-Stern] und Friedenslosungen auf Regenbogenflaggen sind derart zu Staatssymbolen der Bundesrepublik geworden, dass der Verband Deutscher Schriftsteller (VS) Gerhard Schröder und Joschka Fischer ganz folgerichtig für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat. Im Frühjahr 1999, während des Kosovo-Krieges, wurden sie noch als "Kriegsverbrecher" und "Völkermörder" beschimpft. Auf Protestplakaten versah man ihre Konterfeis mit Hitlerbärtchen. [Der Spiegel über die deutsche "Friedenskultur"]
*Von ganz oben besehen Near Real Time Satellite Images of Iraq.
*No Bush-Bashing Comedian Chris Rock has been strongly advised not to engage in any Bush-bashing during the promotion of his new film "Head of State", the Drudge Report has learned.
Rock once said of Bush: "He's not stupid, he's just drunk," adding, "All the black people who voted for Bush are both on his cabinet."
* ... is unknowable Even George W Bush now admits that this might be a long war. As for how long, that in Bush's wonderful words "is unknowable". And on US TV, analysts now reluctantly concede that the war "is running behind schedule", as though it is a live TV event that has inconveniently lingered on after prime-time. [ aus der indischen "Hindustan Times"]
*Britain 14 - Iraq 0 Tanks crewed by the Royal Scots Dragoon Guards destroyed an entire squadron of 14 Iraqi tanks [ T-55 …] and wiped out four key infantry positions before dawn yesterday. It was Britain's biggest tank battle since the second world war and just one squadron of the Dragoon Guards was needed to eliminate the enemy. After the battle, close to Basra, a military source at the British HQ in Qatar said: "It was 14-0." [aus "The Herald"]
*They said California Iraqi civilians fleeing heavy fighting have stunned and delighted hungry US marines in central Iraq by giving them food, as guerrilla attacks continue to disrupt coalition supply lines to the rear. "They told me they wanted to go to America after the war. I said where. They said California. I said why? They said the song Hotel California and they left singing Hotel California." [via Yahoo (AFP)].
posted by Martin Leopold at Sonntag, März 30, 2003
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Samstag, März 29, 2003
Camouflage Bibles50 thousand camouflage Bibles will soon be on their way to troops in the Middle East. The American Bible Society in partnership with the Pentagon put a rush on the order and chose a Florida printer. The nationally known small book printer is running 150 thousand pocket sized camouflage covered bibles. Company President Charles Rosenberg says the job has made his staff proud. [via MSNBC-News]
Leider wird nicht verraten, welche Camouflage für diese Bibel-Edition gewählt wurde. Vielleicht ein paar hübsche Suren auf dem Cover? Vielleicht eine saharafarbene Version für den Wüstenkampf und ein schwarzes Cover für Nachteinsätze? Eine rote Version (gewissermaßen die Mao-Bibel-Camouflage) für den Einsatz im Lazarett? Oder sind es sogar "Stealth-Bibeln"? Alles Spekulationen, die Camouflage ist und bleibt "top secret".
posted by Martin Leopold at Samstag, März 29, 2003
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Coalition-NewsThere must have been shock in Baghdad and awe in Paris last week when the White House announced the news that Palau had joined the "coalition of the willing." Because Palau has some of the world's best scuba diving, delectable coconuts and tapioca. The president of Palau on a visit to Washington, "thought it was a good idea to write a letter of support, so he did." According to the wire service, Morocco's weekly al Usbu' al-Siyassi claimed that Morocco has offered 2,000 monkeys to help detonate land mines. An official at the Moroccan Embassy could not confirm the presence of monkeys in the coalition of the willing. [Source: "Washington Post"]
posted by Martin Leopold at Samstag, März 29, 2003
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SchweinestalljournalismusEine ähnliche Diversifizierung versucht jetzt ein Verleger in Österreich mit den Journalisten als Zielgruppe, indem er eine Zeitschrift nach der anderen herausgibt - für Wirtschaftsjournalisten, Kulturjournalisten, Reisejournalisten, Umweltjournalisten, Medizinjournalisten, Autojournalisten, österreichische Journalisten, IT-Journalisten usw. Ich bestellte mir bei ihm neulich die erste Nummer des "Magazins für Agrar- und Ernährungsjournalisten". Das interessierte mich deswegen, weil die Bauern immer weniger werden, aber die Agrarjournalisten gleichzeitig immer mehr. [die "taz" über neue Special-Interest-Zeitschriften für Journalisten.]
posted by Martin Leopold at Samstag, März 29, 2003
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Medien im Krieg IXVerwirrte Challenger Ein Team des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera in Basra ist nach Darstellung eines Mitarbeiters von britischen Panzern beschossen worden. Der Kontakt zu einem Kameramann vor Ort sei verloren gegangen. [Bericht im "Standard"]
*Tröstlich Und hört man sich an, was die Herren Rumsfeld, Cheney u. Bush zu sagen haben bzw. Generäle wie Tommy Franks oder jene Ex-Generäle, die sich während dieses Kriegs in den Netzwerken der Medien als Spezial-Berater tummeln, so könnte man den Eindruck gewinnen, jeder Zivilist, der in diesem Krieg umkommt, ist zwar eine schlimme Einzeltragödie - furchtbar, furchtbar - aber doch keine Absicht. Das wird deren Familien sicher ein Trost sein. Oder würde es eine amerikanische Familie vielleicht trösten, zu erfahren, dass die chinesische Rakete, die gerade ihren Verwandten in Rockville tötete, eigentlich für unser Außenministerium bestimmt war? [Kommentar bei ZNet]
*Vermisst Sieben italienische Journalisten werden seit Freitag im Irak vermisst. Die Korrespondenten mehrerer italienischer Tageszeitungen hätten sich zuletzt nahe der umkämpften Stadt Basra aufgehalten, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. [Notiz im "Standard"]
*Terrorförderung Während nur sehr wenige Moslem den Terrorismus unterstützen - sie betrachten ihn als im Widerspruch zu den Werten des Islam stehend - finden die von bin Laden und anderen artikulierten Bedenken eine weit verbreitete Resonanz und werden wahrscheinlich zu neuen Rekrutierungen für terroristische Netzwerke führen, so lange die USA ihre Politik nicht ändern. [Kommentar bei ZNet]
*Neues vom Duce Die italienische Regierung hat am Freitag wegen des Irak-Krieges einen nationalen Ausnahmezustand verhängt. Eine Behördensprecherin sagte, es gebe keine konkrete Bedrohung, auf der der Ausnahmezustand beruhe. Dieser sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. [Notiz im "Standard"]
*Zu genau: Raus Pech hatte Phil Smucker vom Christian Science Monitor. Er habe live bei CNN Angaben über den Standort der Truppen gemacht. "Wir befinden uns etwa 100 Meilen südlich (von Bagdad) auf der Hauptstraße. Es ist eine Autobahn im Bau. Sie führt zwischen dem Tigris und dem Euphrat nach Bagdad." Der Moderator bei CNN unterbrach das Gespräch mit dem Korrespondenten in Irak und kommentierte: "So genau wollen wir es ja gar nicht wissen." Der Kommandeur der 1. Marinedivision kannte keine Gnade. Der Journalist habe das Leben der Soldaten akut gefährdet. Ohne seine Familie anrufen zu dürfen, wurde er nach Kuwait eskortiert und erhielt ein Verbot, erneut Irak zu betreten. [Bericht bei n-tv]
*Next one, please US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Syrien vorgeworfen, dem Irak militärisches Gerät wie Nachtsichtgeräte zu liefern. "Wir betrachten dies als feindlichen Akt und werden die syrische Regierung zur Verantwortung ziehen". [via n-tv]
*Nelsons Enkel Auch ohne Beteiligung des gefürchteten dänischen Expeditionskorps ist es den Briten gelungen, einen historischen Sieg zu erlangen. In einer mehrstündigen Seeschlacht gelang es der Home Fleet, die irakische Präsidenten-Yacht "Al Mansur" zu versenken. Michael Chochrane, Kapitän der britischen Fregatte "HMS Chatham" sprach von einem "Schlag für Saddams präsidentiellen Stolz". [Quelle: Spiegel]
*Mehr Begeisterung, bitte President Bush has "some level of frustration with the press corps" for accounts questioning the U.S. and coalition war plan in Iraq, and he finds it "silly" that such skepticism and questions were being raised just days into a conflict he says is going quite well, according to a senior administration official. [Bericht bei cnn]
*Schwerer Ausnahmefehler Es habe sich demnach nicht um menschliches Versagen gehandelt; stattdessen sei anzunehmen, die Steuerleitzentralen der Patriot-Raketen hätten mangelhafte Software. [Notiz bei Heise]
*Bowling for Fox Fox News had its own response to the demonstrators. The news ticker rimming Fox's headquarters on Sixth Avenue wasn't carrying war updates as the protest began. Instead, it poked fun at the demonstrators, chiding them. "War protester auditions here today ... thanks for coming!" read one message. "Who won your right to show up here today?" another questioned. "Protesters or soldiers?" said a third: "How do you keep a war protester in suspense? Ignore them." Still another read: "Attention protesters: the Michael Moore Fan Club meets Thursday at a phone booth at Sixth Avenue and 50th Street" - a reference to the film maker who denounced the war while accepting an Oscar on Sunday night for his documentary "Bowling for Columbine." The protesters said Fox's sentiments only proved their point: that media coverage, in particular among the television networks, is so biased as to be unbelievable. "They're all bad, but Fox is the absolute worst," said Tracy Blevins, 32, a New York City resident. "The people who report the news aren't journalists. They just say what the government tells them to say." [via North Jersey Group]
*Kretin "We are not at war with Iraq," Chrétien [Canadian Prime Minister Jean Chrétien] contended. "We have Canadian soldiers in the British army as well as the Australian army and they may be in Iraq at this time." Defence officials confirmed Canadian officers are either in Iraq or with units "rotating in and out of theatre." But they are not combatants, Chrétien argued. They have been instructed to only use their weapons in self-defence. [via "The Star" ]
posted by Martin Leopold at Samstag, März 29, 2003
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Freitag, März 28, 2003
Marokkanische Geheimwaffen für die "Willigen"Auch Marokko ist der Koalition beigetreten. Kampftruppen wolle man zwar nicht stellen, dafür biete man den USA aber bis zu 2.000 Affen an - als Minensucher. [meldet die Nachrichtenagentur upi]
posted by Martin Leopold at Freitag, März 28, 2003
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Angie goes war Wie schwer das Aufwachsen innerhalb eines totalitären Systems einen Menschen schädigen, verformen und verstören kann, wie tief die Determination einer Persönlichkeit durch ständige Indoktrination gehen kann, davon liefert Panzer-Angie Merkel derzeit ein beeindruckendes und nahezu klassisches Beispiel ab. In ihrer alten DDR-Heimat gehörte es zur erlernten Pflicht, alle Vorhaben, Taten und Aussagen des großen Bruders, der UDSSR, kritiklos abzunicken und zu bejubeln, denn: "Von der UDSSR lernen, heißt siegen lernen!" Die Weltordnung hat sich ja bekanntlich geändert und der große Bruder trägt heute einen anderen Namen, doch die alten antrainierten Reflexe funktionieren immer noch. Panzer-Angie gestern in der ARD-Sendung "Gaby Bauer": Man hatte einen Punkt erreicht, an dem Krieg unvermeidbar geworden war. Fehlte nur noch die gereckte Faust und das Loblied: "Heil Empire, von Dir lernen, heißt siegen lernen!"
posted by Martin Leopold at Freitag, März 28, 2003
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Soldaten-Warblogs (?)Neben den eingebetteten und nicht-eingebetteten Journalisten schreiben auch einige US-Soldaten eifrig Warblogs. Garantiert eingebettet. Wenn die wirklich die Zeit dazu haben, könnte man ja von einem guerre drôle reden, so vermute ich allerdings eher die PR-Abteilungen des Pentagon dahinter. [via cnn] Blogs of War / Sgt. Stryker's Daily Briefing / L.T. Smash / A minute longer
posted by Martin Leopold at Freitag, März 28, 2003
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Noch mehr "Willige"Nach offiziellen US-Angaben wird die "Koalition der Willigen" immer größer. Neu im Club sind die Marshall Islands, Mikronesien, Palau und die Solomon Islands. Eine Liste aller "Willigen" bietet das Weiße Haus an. Weiteres dazu auch bei Kalaschnikow. [via argh]
posted by Martin Leopold at Freitag, März 28, 2003
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Medien-im Krieg VIIIRichard Perle, seit Juli 2001 Vorsitzender des Defense Policy Board und Vordenker einer neuen (US-) Weltordnung, tritt überraschend wegen seiner Verstrickung mit Firmen zurück, die vom Heimatschutz und Krieg profitieren. Unter diesem Aspekt müsste freilich der Großteil des US-Kabinetts zurücktreten. Bei Heise kommentiert man: In Kriegszeiten sind, wenn die ersten Soldaten sterben und alles nicht so einfach geht, wie man dies vorhergesehen hat, Profiteure des Todes nicht so gerne gesehen. Zumindest nicht, wenn sie im Rampenlicht stehen.
*Genau wissen wir es auch nicht, Anmerkungen der "Welt" zur Qualität der deutschen Fernsehberichterstattung im Golfkrieg: Dabei häufen sich Pannen, Fehlgriffe und Manipulationen. Zum einen, so scheint es, gehen den Fernsehredaktionen langsam die Bilder aus. Nach der Bilderflut vom alliierten Vormarsch der ersten Tage, haben sich die Motive reduziert. Da muss man dann schon einmal in die Trickkiste greifen, wie etwa RTL dies tut. Am Mittwochabend berichtet man dort über Kämpfe um Nadjaf, zeigt in Reihe feuernde Haubitzen. Der Redakteur hätte wohl gerne noch die Einschläge gezeigt - die gibt es aber nicht. Flugs wird eine Bildsequenz vom Vortag genommen: ein irakischer Panzer fliegt in die Luft. Dass er dies nur tut, weil britische Pioniere ihn gezielt sprengen, wird verschwiegen - zu schön ist der Zusammenschnitt des simulierten "Treffers".
*Interessanter Hintergrund im "Standard": Wie europäische und amerikanische Medien über den Krieg berichten Wer setzt wie und warum welche Schwerpunkte.
*Noch einmal der "Standard", mit einem leicht wirren, aber doch interessanten Kommentar: Einen Tag später, auf einem anderen Fox-Sender, forderte ein Kommentator, dass es erlaubt sein müsse, mit dem Gefangenen alles zu tun - vom Schlafentzug bis zum Finger brechen -, weil er ein "Stück menschlichen Abfalls" sei, das "nicht die geringsten Rechte" habe. Das ist die wahre Katastrophe: Dass Behauptungen wie diese in der Öffentlichkeit möglich sind. [...] Vielmehr sollten wir unser Augenmerk auf die Folgen dieses Krieges für unsere Gesellschaften richten Das endgültige Ergebnis des Krieges nämlich wird eine Änderung unserer politischen Ordnung sein.
*Hans Leyendecker gibt in der "SZ" eine Übersicht über die "dirty tricks" der Desinformationskampagne der us-amerikanischen Geheimdienste und zitiert eingangs die Moskauer Zeitung "Iswestija": Es klinge "paradox", sei "aber Tatsache": Die irakischen Berichte über den Krieg vermittelten inzwischen mehr Glaubwürdigkeit als die amerikanischen.
*In der "FR" amüsiert man sich über das vergebliche Bemühungen der BILD-Redaktion, für den Krieg zu trommeln. Die Leserschaft zieht nicht mit. Schon Wochen vor Kriegsbeginn trommelte Deutschlands größte Boulevardzeitung zu den Waffen. [...]Und was macht die Leserschaft angesichts der redaktionellen Bemühungen ? Sie will partout nicht folgen. Die Leserbriefschreiber, die sich sonst klassischerweise an der Öko-Steuer und am Sozen-Kanzler abarbeiten, haben ein neues Feindbild entdeckt: George W. Bush.
*Mit besonders großem Interesse verfolgt natürlich das russische Militär die Bemühungen der amerikanischen Truppen. Eine Auswertung des täglichen Geschehens unter rein militärischen Aspekten gibt es bei aeronautics.ru, der englischsprachigen Version von iraqwar.ru. Täglich aktualisiertes Kartenmaterial mit Stoßrichtungen und "klassischen" Panzersymbolen.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 28, 2003
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Donnerstag, März 27, 2003
Der Aufschrei der gequälten SeelenCAW - Consumers against war: Die Welt hält den Atem an, wenn sie es zu lange tut, wird sie ersticken. Darum lasst uns einen tiefen Atemzug tun, um danach laut aufzuschreien! Schauen wir nicht mehr länger nur zu ! Gehen wir weiter auf die Straßen, zeigen wir unseren Widerstand ! Bokottieren wir die Produkte der US-Wirtschaft, deren Interessen hinter diesem Krieg stecken !
Halten Sie die Luft bitte noch etwas länger an, noch länger, noch länger, länger, länger ... [via Astrid Paprotta]
*Wir meinen, aus Respekt vor den Opfern des Krieges [...]keine makaberen Ähnlichkeiten zwischen einem von Feuerwerksraketen illuminierten Nachthimmel über Bad Honnef, und den unter Beschuss stehenden Städten im Irak herstellen zu dürfen. Pressemitteilung der Stadtforum Bad Honnef GmbH. Die Gesellschaft hatte als großes Highlight des Volksfests "Rhein in Flammen" ein Höhenfeuerwerk geplant. Stattdessen überlegt man, eine "Lichterkette des Friedens" zu veranstalten.
*Muß ich jetzt eigentlich auch ein schlechtes Gewissen kriegen, weil ich bei jedem html-link ein "target = blank" dazuschreibe?
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 27, 2003
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Danish DynamiteIrakischer Soldat (oder Zivilist) möchte man in diesen Zeiten sicherlich nicht sein - aber eigentlich ja auch sonst nie. Aber nicht so sehr der Bombenhagel macht dem irakischen Militär derzeit besonders zu schaffen, sondern der Gedanke daran, was ihnen erst blüht, wenn das sich unaufhaltsam nähernde dänische Expeditionskorps in Angelwurfnähe ist. Neben dem bereits lobend erwähnten U-Boot "Sæelen" befindete sich auch der Stolz der Kongelige Danske Marine, die 1981 in Dienst gestellte Korvette "Olfert Fischer" im Anmarsch. Um von den Gefahren der Fremde, den unerbittlichen Stürmen der roten und toten Meere und dem heldenhaften Anrennen gegen einen überlegenen Feind zu berichten, haben sich die schneidigen Jungs von der "Olfert Fischer" entschlossen, bei der Feindfahrt ein öffentliches Bordtagebuch zu führen. Da unsere Dänischkenntnisse derzeit ein wenig eingerostet sind, können wir zwar nicht mit dem genauen Inhalt und dem bisherigen Verlauf der Feindfahrt aufwarten, wollen aber dennoch auf die unten stehenden Illustrationen des Bordtagebuchs hinweisen. Saddam, zieh Dich warm an, Danish Dynamite steht ante portas!

Saddams Spitzel ist gestellt: Torpedofächer los!

Erschöpft aber stolz warten die Jungs nach dem siegreichen Kampf auf die verdiente Knäckezeit.
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 27, 2003
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Medien im Krieg VIIPersona non grata Die brasilianische Millionenmetropole Rio de Janeiro hat US-Präsident George W. Bush wegen des Irak-Kriegs zur "persona non grata" erklärt. 36 der 44 Abgeordneten im Stadtrat stimmten der Entschließung zu, wie der kommunistische Mandatsträger Fernando Gusmão am Mittwoch bekannt gab. [via Yahoo (AFP)]
*Counterattack Reporter des arabischen Senders al-Dschasira dürfen nicht mehr von der New Yorker Börse berichten, die Website wird offenbar von Hackern attackiert und ist nur noch sporadisch erreichbar. [...] Auf den verbalen Gegenangriff von arabischer Seite mussten die Amerikaner nicht lange warten. Arab-News-Kommentator Raid Qusti schlug für CNN einen neuen Werbeslogan vor: "CNN, ein Unternehmen der US-Regierung". [Quelle: Spiegel]
*Mach' ich das richtig? Die Sender müssen die Bilder viel stärker erklären, dechiffrieren. Beispiel eine Szene aus dem irakischen Fernsehen, wonach ein Bauer mit einer Flinte einen Apache-Helikopter abgeschossen haben soll. Das ist natürlich Quatsch. Die Bilder haben nur den Zweck, den Irakern Mut zu machen. [...]Oder die Szene, wo irakische Einheimische ein Plakat von Saddam Hussein herunterreißen, neben ihnen amerikanische Soldaten. Ein Iraker schaut dabei in die Kamera mit dem Gesichtsausdruck: "Mach' ich das richtig?" Interview des Manager-Magazin mit Bernd Gäbler, Chef des Adolf Grimme Instituts.
*Amateurhaft Die angeblichen Beweise für Uraneinkäufe Iraks haben sich als plumpe Fälschungen erwiesen. Die Dokumente seien so amateurhaft gefälscht gewesen, dass ihm die Kinnlade runtergefallen sei, sagte ein Mitarbeiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) jetzt der Nachrichtenagentur Reuters. [Bericht im Tagesanzeiger]
*Heuchelei Zu einem der Hauptkritiker des Irakkrieges hat sich der russische Präsident und ehemalige KGB-Mann Vladimir Putin gemausert: Today the United States started a military action against Iraq. Already there are human victims and destruction. A whole region is under a threat of a large-scale humanitarian and environmental disaster. […]The military action against Iraq is a big political mistake. I have already referred to the humanitarian aspect. But the threat of the disintegration of the established system of international security causes at least as much concern. [ Presseerklärung des Kremls vom 20/03/2003] Bei soviel Heuchelei ist es Zeit, auf einen Hintergrundbericht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hinzuweisen: Der dritte Völkermord Russlands an den Tschetschenen.
*Neue Zensurmaßnahmen? Meldungen über neue Zensurmaßnahmen und Diskussion bei indymedia germany.
*Städtebauliche Erneuerung Contra-Colonel Oliver North ist neuer "Kriegsberichterstatter" bei Fox News, dem Kriegsjubelsender von Rupert Murdoch. North trägt vor der Kamera eine durchsichtige Gasmaske, damit er erkennbar bleibt. Auch sonst lässt er sich den Marine deutlich anmerken: Wenn er über die Bombardierung von Bagdad berichtet, spricht er von einer "städtebaulichen Erneuerung" durch die Luftwaffe. [Bericht in der "FR"]
*Karten
Bei von cnn verbreitetem Kartenmaterial sollte man ja bekanntlich eine gewisse Vorsicht walten lassen. Aber die grobe Richtung stimmt meistens. Besser als die TV-Karten sind die interaktiven Karten, die cnn hier anbietet.
Satellitenkarten findet man bei der "Washington Post".
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 27, 2003
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Mittwoch, März 26, 2003
... immer die anderenHenryk M. Broder im Spiegel:
Im ersten Golfkrieg klagten alle über die "klinisch sauberen Bilder" vom Kriegsverlauf, die von den Alliierten geliefert wurden - ohne Tote, ohne Blut, ohne Schrecken. Jetzt beschweren sich die gleichen Leute darüber, dass die "authentischen" blutigen Bilder, die sie gerne machen möchten, aber nicht dürfen, von den privilegierten Kollegen geliefert werden. Nicht der Krieg ist Gegenstand der Berichterstattung, sondern die Berichterstattung über den Krieg. Und Spanner, Trittbrettfahrer und Sensationsjäger - das sind immer die anderen.
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 26, 2003
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The chart of claims - and counter claimsThe worst example of false claims relates to the battle to take control of Umm Qasr, the southern Iraqi deep-sea port and one of the key targets in the early war. On Sunday afternoon, it had been "taken" nine times. Today it was declared taken again. But can we believe what we are being told or is it a case of crying wolf once too often? [Chart by "The Guardian".]
*Our armies do not come into your cities or lands as conquerors or enemies, but as liberators. British Lt. Gen. Stanley Maude, after his army, advancing from Basra in 1915, conquered and seized the city of Baghdad, inaugurating decades of British rule and plunder. [via LMB]
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 26, 2003
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Medien im Krieg VIHow to watch Iraqi TV on the Web? Eine ausführliche Anleitung gibt es bei Slate. AP [via Yahoo] meldet allerdings, dass nach dem Bombardement heute Nacht Iraqi TV nicht mehr sendet. The signal from Iraqi Satellite TV, which broadcasts 24 hours a day outside Iraq went off the air around 4:30 a.m. (8:30 p.m. EST Tuesday). Iraq's domestic television service was not broadcasting at the time. [via BoingBoing]
[Update:] Die Saddam-Show läuft wieder: Um 9.00 Uhr (07.00 Uhr MEZ) gingen Verse aus dem Koran über die Bildschirme. Techniker des Senders hatten offensichtlich Ersatzanlagen in Betrieb genommen. Das in Bagdad ausgestrahlte Programm des Senders am Vormittag zeigte aber teilweise wacklige Bilder. Im Satelliten-TV war nur ein leerer Schirm zu sehen oder von Zeit zu Zeit Standbilder. Offenbar eine Folge hektischer Reparaturarbeiten. [Quelle: Spiegel]
*US-Berater Richard Perle [vgl. hier] in einem Interview der "Berliner Zeitung": BZ: Aber warum unternehmen Sie nichts gegen Nordkorea, das doch eine viel größere Bedrohung für die USA darstellt als der Irak? Perle: Im Moment sind wir mit dem Irak beschäftigt. Noch gibt es viele politische Instrumente, um Nordkorea zurückzuhalten, obwohl es womöglich schon die Atombombe hat.
*Interessanter Beitrag bei Heise, in dem Militärhistoriker zitiert werden, die die These vertreten, dass Städte ab einer bestimmten Größe nicht erobert werden können, ohne dass man sie völlig zerstört (vgl. Stalingrad, Leningrad, Berlin im WWII) oder sie aushungert (vgl. Paris 1871). Wenn es den Amerikaner und Briten gelänge, die Millionenstadt Bagdad zu erobert, wäre das ein historischer Präzedenzfall, da dies unter vergleichbaren Umständen noch keiner Armee gelungen sei. Außerdem: Und die Bombardements bewirkten, dass die Bevölkerung sich um so mehr um den Diktator schare. Nichts habe die deutsche Bevölkerung "näher an Hitler herangebracht als die Bomben" der Alliierten. Das sei ein merkwürdiges Phänomen, aber auch bei anderen verbrecherischen Regimes der Geschichte zu beobachten
*Gezielte Falschmeldungen? An einer kleinen Übersicht über Falschmeldungen durch die USA versucht sich die "Tagesschau".
*Der arabische Sender al-Dschasira darf nicht mehr von der Wall Street berichten. Die New York Stock Exchange (NYSE) entzog am Montagabend den zwei Börsenberichterstattern des Nachrichtensenders die Akkreditierung. Diese Entscheidung sei dauerhaft. Ein NYSE-Sprecher wies den Vorwurf der Zensur weit von sich. Die Kriegsberichterstattung von al-Dschasira sei nicht der Grund für die Entscheidung. Die NYSE begründet diese offiziell damit, dass der Platz für Fernsehteams auf dem Parkett begrenzt sei. [via Fintimes]
*"Die Welt" huldigt der CNN-Reporterin Christiane Amanpour mittels eines völlig unkritischen Steilvorlagen-Interviews.
*Der Journalist und PR-Fachmann Norbert Schulz-Bruhdoel hat eine (längere) Betrachtung über die "Chronik eines angekündigten Krieges" geschrieben, die sich bei aufgelesen herunterladen lässt (pdf-file, 192 KB). [via Schockwellenreiter]
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 26, 2003
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Dienstag, März 25, 2003
Medien im Krieg VAl-Dschasira hat nun auch eine englischsprachige Seite. Scheint aber noch "under construction" zu sein. [via BoingBoing]
*Das dänische Verteidigungsministerium hat am Samstag offiziell erklärt, das Land befinde sich im Kriegszustand mit dem irakischen Regime von Saddam Hussein. [via "Handelsblatt"] Dänemark hat daher sein gefürchtetes U-Boot "Sælen" unter Dampf genommen, das voraussichtlich in den kurdischen Bergregionen zum Einsatz kommen wird. Soweit so lächerlich. Interessant jedoch, dass Dänemark im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern der Koalition Irak offiziell den Krieg erklärt hat. Dänemark befindet sich damit offiziell im Kriegszustand.
*Die "taz" über die US-TV-Stationen: Dieser bislang schwärzeste Tag für die Invasionstruppen veränderte plötzlich den Medienfokus in den USA. Widmeten sich vor allem die TV-Stationen bislang vornehmlich den Bombenangriffen, der überlegenen Militärtechnik und dem scheinbar mühelosen Vormarsch auf Bagdad, so bemühten sich sich nun um das "andere Gesicht" des Krieges. und über CNN vs. Al-Dschasira: Zwei Fernseher stehen nebeneinander. Einer zeigt das laufende Programm des US-Nachrichtensenders CNN, der andere ist auf den arabischen Sender al-Dschasira eingestellt: Man bekommt schnell den Eindruck, dass beide von verschiedenen Ereignissen berichten. Zwei Geräte, zwei Welten.
*Über die Wirkung des "Pietámotivs" bei Aufnahmen der jeweiligen Kriegsgefangenen sinniert heute die "FR" und weißt sogar daraufhin, dass diese Stellung für den Abgelichteten unbequem sei (Trotzdem ist häufig darauf hingewiesen worden, wie unbequem, ja fatal die Stellung des Opfers ist, das von unten aufschaut.). Wir vermuten, dass der Kriegsgefangene in diesem Moment jedoch ganz andere Sorgen hat, als über die Bequemlichkeit der erzwungenen Pose nachzudenken. In einem weiteren Beitrag stellt die "FR" den Unterschied zwischen TV und Zeitungsberichterstattung heraus: Gelegentlich sind die Damen und Herren ohne eigenes Verschulden bis zur Groteske orientierungs- und sprachlos und ihre Filmschnipsel Derivate des Irrsinns. Es menschelt sehr ohne Teleprompter
* Die einen zeigen Bilder, die anderen kommentieren sie, und keiner weiß, was sie bedeuten: Live vor Ort, aber wo? fragt sich heute die "SZ" und anschließend dann Herrn Scholl-Latour im Interview: Was macht einen guten Kriegsreporter aus? Peter Scholl-Latour: Gott, das weiß ich nicht. Erfahrung wahrscheinlich. Und Skepsis.
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 25, 2003
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Geheimwaffen Die Republikanischen Garden Saddam Husseins bereiten den Alliierten Streitkräften in den letzten Tagen einiges Kopfzerbrechen. Weniger ihre technische Ausrüstung (über die man sich bei Global Security informieren kann), wohl aber ihre bis an die arglistige Täuschung heranreichende Mudschjahedin-Bauernschläue führte dazu, dass amerikanische Panzerverbände immer wieder in Hinterhalte fuhren. Besonders erfolgreich war dabei das von einem deutsch-irakischen Joint-Venture-Unternehmen entwickelte "PanzerDurchfahrtVerbots-Schild", das mutige Gardisten auf vielen Zufahrtsstraßen nach Bagdad aufstellten. Angetan von dieser Erfindung lobte der irakische Informationsminister Sahaf das Schild in einem Exklusivinterview mit Medien-Kontor: "Am deutschen Schilderwald um Bagdad, wird der Feind zerschellen!" Die Bundesregierung dementierte unterdessen eine Beteiligung von deutschen Firmen und sagte, es hätte in den 80ziger Jahren lediglich informelle Gespräche auf unterer Ebene gegeben.
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 25, 2003
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Medien im Krieg IVHäme? Aus einem Kommentar der FAZ über die Kriegsberichterstattung in der ARD:
Um so größer scheint der Stolz des ARD-Korrespondenten Christoph Maria Fröhder, der sich in den Nordirak durchgeschlagen hat und - ohne es belegen zu können - berichtet, daß die Bomben der Amerikaner hier wohl eher zivile Einrichtungen getroffen haben. Da meint man doch eine gewisse Erleichterung bei der ARD zu vernehmen, die erkennbar darunter leidet, daß sie, anders als ZDF und RTL, keinen eigenen Korrespondenten mehr in Bagdad hat. [...] Das war nichts als die reine Häme und drittklassiger Journalismus sowieso und damit der denkbar falscheste Ton, in dem man über den Krieg berichten kann. Er zeigt, daß manche Journalisten mit ihrer Vorstellung vom Krieg dem, was geschieht, auf fatale Weise hinterherhinken.
*Völkerrecht? Übersicht über die Reaktionen von arabischen Zeitungen im Spiegel:
"In den ersten drei Tagen war Krieg in den amerikanischen Medien wie Star Wars: schön und elegant, ohne Blut und Zerstörung", schreibt die libanesische Tageszeitung "an-Nahar". "Erst durch Verbreitung der Bilder von amerikanischen Kriegsgefangenen, Toten und Verletzten durch arabische Fernsehsender begann der Krieg seine hässliche Fratze zu zeigen und betrat die Häuser der Amerikaner. Das erinnerte George Bush plötzlich daran, dass es ein internationales Völkerrecht gibt."
Eine tägliche Auswertung der arabischen Pressestimmen bietet die Deutsche Welle an.
*Demokratie? Democracy Now: Democracy Now! is a national, listener-sponsored public radio and TV show, pioneering the largest community media collaboration in the country. Berichte und Interviews, teilweise per Realplayer-Video oder im Streaming-Verfahren.
*Sanktionen? Die französische Medienaufsicht CSA hat am Montag den Pariser Bürochef des Fernsehsenders Al-Dschasira, Michel Kik, einbestellt. Es geht um die Ausstrahlung von Bildern von US-Kriegsgefangenen. Dem Sender drohen möglicherweise Sanktionen für die gesamte Europäische Union. [via Netzeitung ]
*Mittäterschaft? CDU-Medienpolitiker Günter Nooke nannte die Entscheidung deutscher Sender, die Bilder der Gefangenen ebenfalls zu zeigen, "unverständlich und falsch". Die Sender machten sich so "zum Mittäter an einem Vergehen wider das humanitäre Kriegsvölkerrecht", sagte Nooke. ARD, ZDF und n-tv rechtfertigten die Ausstrahlung als Dokumentation des Krieges.[via "FR" ]
*Chemical Ali? Ali Hassan al-Majid, besser als "Chemical Ali" bekannter irakischer Kriegsverbrecher, ist von Hussein zum neuen Gouverneur von Basra ernannt worden. Dort führt er in gewohnter Manier erst einmal eine Säuberungswelle durch. Dies meldet jedenfalls die iranische Nachrichtenagentur IRNA. US-amerikanische Quellen hatten gemeldet, das "Chemical Ali" beim Erstschlag der Alliierten getötet worden sei.
*Behind? TelevisionWeek ist eine wöchentlich erscheinende Zeitung für/über TV, Radio und elektronische Medien. Auf ihrer Seite "warjournals" versucht die in L.A. beheimatete Zeitungen einen: Exclusive Behind-the-Scenes Look at How the Media are Coping With and Covering America's Preparations for War.
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 25, 2003
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Montag, März 24, 2003
The Lighter SideBorowitz Report: RUMSFELD: 900 NATIONS NOW IN COALITION Defends Inclusion of Disneyland, Carpet World Appearing on NBC's "Meet the Press" Sunday morning, Secretary of Defense Donald Rumsfeld said that there were now "over nine hundred" nations in the coalition against Iraq, with "hundreds more" joining by the hour.
*Movies we would see if the MPAA censored everything down to a G rating Photoshopped images by the Fark community
*"Get your war on" - Cartoons
*Schandmännchen: Das Wort des Tages ... ... lautet Pockets of Resistance. CNN lehrte uns am Wochenende, dass so die kleinen Widerstandsnester genannt werden, mit denen sich die alliierten Truppen in Basra herumschlagen. Ich hatte schon befürchtet, die Amerikaner hätten jetzt auch Maultaschen umbenannt.
*Oder, wie es unser Kölner Korrespondent eben durchs Telefon formulierte: Für die Nachrichtensender scheint dieser Krieg das zu sein, was für unsere Kneipenwirte der Karneval ist.
posted by Martin Leopold at Montag, März 24, 2003
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Medien im Krieg IIISehr ausführlicher Hintergrundbericht in der heutigen "SZ":
Der Golfkrieg des Jahres 2003 wird inszeniert als Fernsehshow: als Reality-TV, bei dem live gekämpft und live gestorben wird. Gesendet wird von allen Fronten, rund um die Uhr in schnellen Konferenzschaltungen, die an die Übertragung großer Sportereignisse erinnern. Die Regie führt Donald Rumsfeld.[...] Von einem "Tunnelblick" auf den Krieg spricht denn auch die schreibende Zunft der Medienleute. Vielleicht ist dies einer der Gründe, weshalb Präsident George Bush keine Berichte im Fernsehen sieht. Für die TV- Kollegen jedenfalls brach eine Welt zusammen, als Präsidentensprecher Ari Fleischer am Samstag fast schon herzlos mitteilte, dass der große Kriegsherr George W. Bush weder ABC, noch CNN oder MSNBC sieht. Er hat sicher andere - und bessere Informationsquellen.
*Kriegsberichterstattung als Sportreportage? Die "SZ" notiert:
Goal in Bagdad? mit CNN an der Front "Tor in Bagdad." Irgendwann wird das bestimmt einer sagen. So oder ähnlich. Man wird sich dessen immer sicherer, wenn man eine Weile CNN schaut, den Nachrichtenkanal aus dem amerikanischen Atlanta, der in aller Welt zu empfangen ist und derzeit als eine Art 24-Stunden-Erlebniskanal erscheint.
*Der libanesische Autor Sélim Nassib in der heutigen taz über al-Dschasira:
Nichts in den Kommentaren von al-Dschasira lässt auf eine besondere Sympathie für Saddam Hussein und sein Regime schließen. [...]Mit feinen Strichen zeichnet die Berichterstattung des Informationskanals eine recht genaue Landschaft: Die Offensive ist weit davon entfernt, ein militärischer Spaziergang zu sein. [...]Al-Dschasira hält seinen Zuschauern einen Spiegel vor - ein Bild, das zusammengesetzt ist aus den Gefühlen, die sie bewegen. Vielleicht wird dieses Panorama nicht sehr lange Zeit Bestand haben, es ist von Natur aus in Bewegung.
*Mit dem Fernsehereignis Irak-Krieg setzt sich auch die "FR" auseinander:
Das Fernsehereignis Irak-Krieg ist in seiner Massivität angelegt wie der 11. September, und darin folgt es der perversen Logik dieses Krieges, der sich ja auch als Reaktion auf die Terroranschläge legitimiert. Der Irak-Krieg soll als Demonstration von Macht die Ohnmacht vom 11. September ausgleichen. Und man wird das Gefühl nicht los, gerade das US-Fernsehen wolle dem Fernsehereignis 11. September das Fernsehereignis Irak-Krieg entgegensetzen. Shock and Awe als Ausgleich für den Schock vom 11. September - live.
*Chris Cramer, Präsident von CNN International Networks, in einem Interview der "FAZ":
Ich empfehle jedem, sich die Aufnahmen unseres Team anzusehen, das im Süden Basras selbst unter Feuer lag. Das ist ein anderer Journalismus, als wir ihn bisher kennen. Das ist echter, purer Journalismus, das ist Kriegsberichterstattung. Das ist der erste Entwurf eines Geschichtsfernsehens. Es steht nicht für sich selbst.
posted by Martin Leopold at Montag, März 24, 2003
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Medien im Krieg IIBildschirmdominanz Der "Tagesspiegel" über die Berichterstattung zum Irakkrieg bei CNN und BBC:
Pausenlos kann, wer will, sich über jedes Scharmützel, jedes Gerücht informieren. Dabei gibt es so viele Versionen, wie es Sender gibt, und Millionen Erdenbürger nehmen sie auf. Aber: Zwei große, globale Medienkulturen, die der Sender BBC und CNN, werfen ihre Netze am weitesten und effektivsten aus. Sie stehen für die Globalisierung des Blickes. [...] Eines muss uns Europäern, den nicht-angelsächsischen, ganz klar werden: Da draußen gibt es eine eigene, starke Medienwelt, mit der unsere nirgends - und gewiss nicht mit Euro-News - standhält. Uns fehlt der breite, flüssige Anschluss an die Lingua Franca der Welt - und uns fehlt, wer weiß, vielleicht auch die Vision.
*Rücksicht oder vorrauseilender Gehorsam? US-Fernsehsender haben am Sonntag auf die Ausstrahlung der Bilder von den am gleichen Tag gefangen genommenen und getöteten US-Soldaten verzichtet. Dies geschehe mit Rücksicht auf die Gefühle des Publikums, erklärten mehrere Anstalten übereinstimmen. [via Netzeitung]
*Live immer, kritisch nimmer Der "Stern" über die Berichterstattung in den US-TV-Anstalten: Von allen Sendern hält Fox News, der Sender mit den höchsten Einschaltquoten, die Fahne der Patrioten am höchsten. Wenn US-Soldaten in den Krieg ziehen, sei jeder Zweifel an ihrem Tun Verrat am Vaterland, ist die Devise des ultrakonservativen Kommentators Bill O'Reilly. Scharf kritisierte er den "Los Angeles Times"-Reporter Robert Scheer, der gegen den Krieg ist: "Seine moralische Bestürzung und sein unverhohlener Anti-Amerikanismus sind Ekel erregend", beschied O'Reilly. Wegen des französischen Widerstands gegen eine neue UN-Irak-Resolution forderte er die Zuschauer in seiner allabendlichen Sendung immer wieder zum Boykott französischer Produkte auf.
Und noch mal der "Stern" in einem weiteren Bericht:
"Wow, was für eine Explosion", ruft Wolf Blitzer von CNN euphorisch, als eine Bombendetonation den Himmel orange färbt. "Fantastische Bilder", ruft der Kollege von der kuwaitischen Grenze. Und gibt weiter an Aaron Brown, den CNN-Moderator. "So etwas hat man noch nie gesehen, liebe Zuschauer", ruft er. "Panzer, die an die Front vorrücken. Und Sie sind live dabei."
*Friendly Fire Der britische Fernsehreporter Terry Lloyd (50) ist nach Angaben des britischen Senders ITN wahrscheinlich von alliierten Truppen erschossen worden. Der britische Journalistenverband forderte am Sonntagabend eine sofortige Untersuchung der Todesumstände. Der mehrfach ausgezeichnete Journalist Lloyd war einer der namhaftesten britischen Kriegsreporter. 1988 war er einer der ersten Journalisten, die aus der irakischen Stadt Halabja berichteten, nachdem Präsident Saddam Hussein dort 5.000 Kurden hatte mit Giftgas töten lassen. [Bericht im "Standard"]
*Militärische Hotelziele Interview mit dem ZDF-Korrespondeten Ulrich Tilgner (z.Z. Bagdad) im "Tagesspiegel"
Man muss auch sehen, dass der Druck des Pentagon auf die Journalisten in Bagdad enorm ist. Welches Hotel auch immer als sicher genannt wurde, sofort kam die Schleichmeldung aus US-Quellen hinterher, dass es ein militärisches Ziel sei. Journalisten sind in diesem Maße von den USA noch nicht bedroht worden. Bush, Powell und Rumsfeld haben klar gemacht, dass es für Journalisten sehr, sehr gefährlich wäre, in Bagdad zu bleiben. Das soll uns vertreiben, damit die Amerikaner ihr "embedded-journalism"-Programm durchführen können: Dass Korrespondenten nur noch im Verband mit den alliierten Truppen berichten. Meine Kollegen in Kuwait können aber gar nicht überprüfen, ob der Vormarsch der Briten und Amerikaner wirklich so schnell vor sich geht. [via Fernsehratgeber]
posted by Martin Leopold at Montag, März 24, 2003
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Sonntag, März 23, 2003
Medien im KriegTechnische Fehler sind politisch gewollt Bei Berichterstattung und Kommentierung des Irak sind die Regeln des guten Journalismus teilweise außer Kraft gesetzt. [Bericht im "Standard"]
*Informationen nur für "Willige" Drei Tage nach dem Beginn des Irak-Krieges üben Korrespondenten scharfe Kritik an der Behinderung einer unabhängigen Berichterstattung durch das US-Militär. Sie werfen den USA vor, Journalisten von Informationen fernzuhalten und zu manipulieren. [Bericht auf der Tagesschau -Seite]
*Satellitentelefone als Bombenziele Nachrichtenagenturen verbreiten derzeit Warnungen von "Experten", nach denen alle Nutzer von Satellitentelefonen im Irak in der Gefahr schweben sollen, zu Bombenzielen der US-Militärs zu werden. [Bericht der orf]
*Embedded Journalism -- neue Form der Kriegsberichterstattung Weil Militär und Medien beim "embedding" praktisch in einem Boot sitzen, befürchten Kritiker, dass die objektive Berichterstattung leiden wird. Den Militärjargon hätten sich manche Reporter schnell angeeignet, bemerkte Craig Copetas, ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die meisten Teilnehmer betonen allerdings, dass sie sich zur Wahrung einer kritischen Distanz durchaus verpflichtet fühlten. [Hintergrund bei Heise]
*Die ersten toten Journalisten. [Kurzmeldung bei orf, mehr bei reporter sans frontieres]
*Nachrichtensperre: 600 Journalisten sitzen in Katar auf dem Trockenen Während die alliierten Truppen den Irak mit Kampfflugzeugen und Marschflugkörpern unter heftigsten Beschuss nehmen, findet der Krieg im eigens zur Berichterstattung eingerichteten Pressezentrum des US-Zentralkommandos in Katar schlichtweg nicht statt: Für die rund 600 Journalisten dort herrscht Nachrichtensperre. [Bericht im "Standard"]
*Nach Bin Ladin könnte auch der irakische Diktator zu einem Phantom werden - und andere, ein wenig medientheoretische Überlegungen [macht man sich bei Heise]
posted by Martin Leopold at Sonntag, März 23, 2003
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Wenn die Masken fallenRichard Perle's comment in the "Guardian": Perle is chairman of the defence policy board, an advisory panel to the Pentagon:
Thank God for the death of the UN What will die is the fantasy of the UN as the foundation of a new world order. As we sift the debris, it will be important to preserve, the better to understand, the intellectual wreckage of the liberal conceit of safety through international law administered by international institutions.
posted by Martin Leopold at Sonntag, März 23, 2003
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Samstag, März 22, 2003
Sommerloch-Hunde-ZeitungsbilderIm Sommerloch, der Sauren-Gurken-Zeit, klatschen viele Zeitungen gerne ihre Spalten mit sog. freien Schmuckphotos zu. Sehr beliebt dabei: Ach so süße Tierbilder. Eine Sammlung von - mehr oder weniger - lustigen Hundebildern aus amerikanischen Zeitungen der 50ziger und 60ziger Jahre gibt es bei dateline: kennel.
Dogs and newspapers have an ambivalent relationship. Dogs fetch papers, but cannot read them. Dogs are often whapped with newspapers, and are usually uncertain why. Dogs are often posed in unnatural ways for the amusement of newspapers, and - well, come to think of it, dogs and newspapers have a fairly straightforward relationship: Bad. [via it&w]
posted by Martin Leopold at Samstag, März 22, 2003
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Koalition der Willys IDie "Koalition der Willigen" ist ja auch so ein Begriff. Fast so gut wie "embeds journalists" . Den naheliegenden Witz mit "Koalition der Billigen" sollte man sich verkneifen. Trotzdem, wenn man sich den us-amerikanischen Kriegspathos vor Augen hält, hat man hier ja schon eine Chance vertan: Wenigsten "Koalition der Befreier" oder "Koalition demokratisches Irak" hätte man das Piratenunternehmen ja schon taufen können. Aber "Koalition der Willigen" ist zu ehrlich für diesen Krieg, es trifft die Situation zu genau, um in diesem Krieg der Lügen und der Propaganda benutzt zu werden.
Penetrant und unglaublich dreist aber die ständige Wiederholung der Lüge, dass an dieser "Koalition" mehr Länder teilnehmen würden, als am Golfkrieg II 1991. 1991 schickten 33 Länder Einheiten zum Golf, 16 nahmen davon direkt mit Kampftruppen am Krieg teil, darunter auch einige arabische Länder. Am Golfkrieg III nehmen lediglich Kampftruppen aus den USA, aus Groß-Britannien und aus Australien teil. Zehn weitere Länder haben angeboten (nicht geschickt, bisher nur angeboten) Nicht-Kampfgruppen zu senden, für die medizinische Versorgung oder Dekontaminationsspezialisten. Macht also gesamt 13 Länder, die wie auch immer geartet teilnehmen. Der Rest macht aus Eigeninteresse den Abnick-Grüßaugust oder hat lediglich Überflugrechte eingeräumt. Die Abnick-Grüßaugust-Nationen waren bei der Koalition im zweiten Golfkrieg wohlgemerkt nicht mitgezählt. Aber welchen Wert haben denn schon Fakten.
Georg W. Bush erklärte am Donnerstag, 35 Länder haven chosen to share the honor [sic!] of supporting the campaign. Und weitere 15 würden den US-Feldzug unterstützen, würden dies aber lieber für sich behalten. [Mehr?: Reuters]
posted by Martin Leopold at Samstag, März 22, 2003
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Die Koalition der Willys III. Koalitions-Willys: USA (ca. 300.000 Soldaten), UK (ca. 45.000 Soldaten), Australien (ca. 2.000 Soldaten)
II. Mitmacher-Willys: Albanien (70 Soldaten angeboten, keine Kampftruppen) Polen (200 Soldaten angeboten, keine Kampftruppen) Rumänien (278 Soldaten angeboten, keine Kampftruppen) Spanien (1 Fregatte, 1 Lazarettschiff, keine Kampftruppen) Dänemark (1 U-Boot, (Häh???), keine Kampftruppen) Niederlande (Besatzungen der deutschen Patriot-Systeme in der Türkei)
III. Unentschlossene, aber offen käufliche Willys: Türkei (Überflugrechte gegen Cash, bisher keine Stationierung, hat ca. 20.000 Soldaten außerhalb der Koalition in Nordirak wegen eigener Ambitionen stationiert) zzgl. Aserbeidschan (wiederum abhängig von der Türkei)
IV. Finanziell, politisch oder militärisch unmittelbar abhängige Willys: Afghanistan, Kolumbien, El Salvador, Nikaragua, Philippinen, Äthiopien, Eritrea
V. Nord-Korea-Verängstigte-Willys: Japan Süd-Korea
VI. Neue-Nato-Streber-Willys (bzw. zukünftige Streber-Willys): Bulgarien, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Litauen, Lettland Macedonien, Slowakei,
VII. Verwirrte und sonstige Opportunisten-Willys: Georgien, Italien, Usbekistan
posted by Martin Leopold at Samstag, März 22, 2003
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Freitag, März 21, 2003
SymphonyDer sichtlich geschockte cnn-Reporter Mikel Nicholson gerade in einer Live-Schaltung aus dem Bombenhagel in Bagdad: Oh no, they are destroying Baghdad …and.. Moderator im Studio(energisch): Okay Mikel! Nicholson: … and they ... Moderator (sehr energisch): Okay Mikel thats all!! Schnitt Sekunden später der "Analyser" im Studio (bewundernd): This combinated attack, it's a symphony, leaded by a conductor.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 21, 2003
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TalibanisierungLesenswerter Beitrag in der heutigen "FR" über die Fundamentalisierung der USA:
Tatsächlich ist Bushs Rhetorik idealtypisch für jedweden Fundamentalismus, der per se keine Nuancen kennt, weder Abwägung noch Ausgleich; der also im Kern immer apolitisch ist. Sein neomessianisches Eiferertum, mit dem er dem Bösen unentwegt den Kampf ansagt, lebt von der Kontamination politischer und religiöser Kategorien. Das Böse im theologischen Sinne ersetzt die Instanz des Feindes im politischen Sinne, der als Feind noch auf gleicher Augenhöhe Anerkennung forderte und dessen Kapitulation jedwede Kriegshandlung gegen ihn beendet. Dieses Böse, das in Bushs Reden seit dem 11. September inflationär zu wuchern begann, ist das Movens seines Tuns und Trachtens. Nicht dessen Kapitulation ist das Ziel, sondern die Vernichtung.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 21, 2003
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MarginalisierungAus einem Beitrag der "NZZ" über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der "SZ":
Wenn selbst bei einer überregionalen Qualitätszeitung weder der Erfolg beim Leser noch das hohe publizistische Niveau eine solche Beilage sichern können, steht in der Tat das "Geschäftsmodell" dieses Pressetyps auf dem Spiel, der sich zu rund 60 Prozent aus Anzeigen- und nur zu 40 Prozent aus Vertriebserlösen finanziert. Die Funktionslogik der Ökonomie beschädigt den inhaltlichen Auftrag der Zeitungen und droht Journalisten und Leser gleichermassen zu marginalisieren.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 21, 2003
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NachrichtenquellenübersichtlinksWie schwierig die Beurteilung und die Filterung von Nachrichten im Irakkrieg ist, hat man schon unmittelbar vor dem Ausbruch der Kampfhandlungen gesehen. Ein Beispiel sind etwa die Gerüchte um den irakischen Vizepräsidenten Tarik Aziz. Gezielt gestreute Gerüche besagten, Asiz wäre übergelaufen und dabei schwer verletzt worden. Der Nachrichtensender n-tv gab diese Gerüchte sofort als "Hard-facts" weiter und berief sich dabei auf israelische Pressequellen, wobei natürlich selbst dem Redaktionspraktikanten hätte auffallen müssen, dass israelische Medien in Irak nicht präsent sind. Auch der Spiegel nahm diese Meldung sofort auf, berief sich allerdings auf kurdische Kreise. Einige Stunden später stand Aziz dann live vor der Kamera in Bagdad.
Übersichten zu Linkseiten und Nachrichtenquellen:
Heise-telepolis (links zu Nachrichtenquellen)
Feldpolitik (hotlinks zu Artikeln verschiedener Nachrichtenquellen)
DonDahlmann (links zu Nachrichtenquellen jenseits des Medien-Angebotes)
Al-Jazeera, den arabischsprachigen Nachrichtensender gibt es im kostenlosen Live-Streaming auf der Seite des Kabelbetreibers ish (läuft sehr sauber im Windows-Mediaplayer).
Weiterhin sei auf die unten gelisteten Weblogs von Journalisten im arabischen Raum verwiesen. Auch die BBC unterhält so ein Log, "Reporters' Log: At war in Iraq", die BBC-Kollegen sind zwar nicht in Irak, aber zumindest in den Grenzregionen
The Agonist wiederum ist ein weblog, das recht gut Informationen aus den Mainstream der Medien zum Thema Irak rausfiltert. (viele links zu us-amerikanischen Medien).
Von der satirischen Seite aus: Fanatical Apathy. Darunter die Serie: "Rough Justice, The Movie inside President Bush's Head".
posted by Martin Leopold at Freitag, März 21, 2003
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Donnerstag, März 20, 2003
Cherchez la différence Das zu Rupert Murdoch-Gruppe zählende britische Intellektuellenblatt "The Sun", greift in einer weiteren französischsprachigen Spezialausgabe gewohnt stilsicher den französischen Präsidenten Chirac an.
SPOT THE DIFFERENCE: One is a corrupt bully who is risking the lives of our troops. He is sneering at Britain, destroying democracy and endangering world peace. The other is Saddam Hussein.
Die englische Ausgabe titelt: Chirac the harlot of France
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 20, 2003
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Seit 3:30 Uhr wird zurück geschossenWar crimes will be prosecuted. War criminals will be punished. And it will be no defense to say, "I was just following orders." […] Terrorists and terror states do not reveal these threats with fair notice, in formal declarations. [Georg W. Bush, 17/03/2003]
Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht soviel Unsinn und Unwahrheit wie im kürzesten Krieg. [Jean Paul, Friedenspredigten in Deutschland]
*The power and appeal of human liberty is felt in every life and every land. And the greatest power of freedom is to overcome hatred and violence, and turn the creative gifts of men and women to the pursuits of peace. [Georg W. Bush 17/03/2003]
Sie streiten sich, so heißt's um Freiheitsrechte: Genau besehn, sind's Knechte gegen Knechte. [Goethe Faust 2 II]
*That is the future we choose. Free nations have a duty to defend our people by uniting against the violent. [Georg W. Bush 17/03/2003] Alle Kriege sind nur Raubzüge. [Voltaire]
*The people you liberate will witness the honorable and decent spirit of the American military. We come to Iraq with respect for its citizens, for their great civilization and for the religious faiths they practice. We have no ambition in Iraq, except to remove a threat and restore control of that country to its own people. [Georg W. Bush 19/03/2003] Die Majorität hat gewöhnlich keine Neigung zum Kriege. Der Krieg wird durch Minoritäten oder in absoluten Staaten durch Beherrscher und Kabinette entzündet. [Bismark in einer Reichtagsrede am 09/02/1876]
*Profitieren auch Sie: Krieg-Bonuscard.
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 20, 2003
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Mittwoch, März 19, 2003
The Countdown to war

[via warsajoke]
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 19, 2003
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 gapingvoid by Hugh Macleod: Cartoons drawn on the back of business cards. Sogar abonnierbar. [via reverse cowgirl]
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 19, 2003
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Dienstag, März 18, 2003
Mit allen Konsequenzen CDU und CSU unterstützen die Aufforderung an den irakischen Diktator Saddam Hussein, sein Land innerhalb von 48 Stunden zu verlassen. Und - um es noch einmal explizit hinzuzufügen - wir unterstützen das Ultimatum mit allen Konsequenzen, die daraus entstehen können.
CDU-Chefin Angela Merkel in einer Pressekonferenz.
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 18, 2003
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The Dubya War GlossaryOld Europe n. Formerly "allies." A collection of countries too stuck in the mud, or jealous, to welcome empire. See also: world. World n. The collection of nations and peoples which thinks George Bush is out of his freakin' mind. [Glossary by alternet]
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 18, 2003
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The art of lyingWar propaganda is used to confuse and demoralize enemies and also to influence public opinions in friendly countries. Often, a nation at war uses propaganda to control its own citizens. According to British scholar F.M. Cornford, "Propaganda is that branch of the art of lying which consists in very nearly deceiving your friends without quite deceiving your enemies." [From Disinfopedia, the encyclopedia of propaganda.]
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 18, 2003
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Next one, pleaseSome hawks outside the government are beginning to turn up the rhetorical heat against Iran and Syria, both of whom are Iraq's neighbors, and both known to be funneling aid to Middle East terrorist groups. Others are focusing on North Korea and its rapidly mobilized nuclear weapons program, or the North African country of Libya. [Source: sacbee].
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 18, 2003
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Montag, März 17, 2003
Ein Lied, zwo drei, vier: Go ahead, go ahead, Te-le-komIm Verlustemachen sind sie schon Spitze und nun sind sie auch Global Player in Sachen Motivations-Morgenandacht. Die Telekomiker auf der Cebit:
Moderator Ingo Scholing: Guten Morgen Telekom, wie geht's Euch? Chor der 600 mausgrau gekleideten Telekomiker: Gut! Moderator Ingo Scholing: Wer ist die Nummer eins? Chor der 600 mausgrau gekleideten Telekomiker: Te-le-kom!
Und jetzt alle. Ein Lied für den Tag, zwo, drei vier: Chor der 600 mausgrau gekleideten Telekomiker: Mo-ving a-head, mo-ving a-head - Te-le-kom, Te-le-kom - in Halle 26, in Halle 26 - hier geht's rund, hier geht's rund. (Melodie: Bruder Jakob) [Quelle: n-tv]
posted by Martin Leopold at Montag, März 17, 2003
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Harry Iwan PotterA Russian man is hoping to produce a little magic to get him elected a regional governor, by taking the name of Harry Potter. [Source: BBC]
posted by Martin Leopold at Montag, März 17, 2003
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Yesterday is todayTomorrow is the day we determine whether or not diplomacy can work. Tomorrow is a moment of truth for the world, Bush said yesterday. [Source: cnn]
posted by Martin Leopold at Montag, März 17, 2003
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Samstag, März 15, 2003
More Liberty Cabbage for GinnyImmer groteskere Züge nimmt das in den USA so beliebte France-Bashing an. Nach den zu erwartenden "Buy American - Boycott France"-Aktionen (z.B. durch NewsMax.com), folgte die Eliminierung aller Worte, in denen "French" vorkommt. Aus "French Toast" wird "Freedom Toast", aus "French Fries" wird "Freedom Fries", wobei die "French Fries" ja bekanntlich aus Belgien stammen, aber so genau nimmt man das ja in den USA ohnehin nicht. (Wurde eigentlich auch der "French Kiss" in "Freedom Kiss" umbenannt?). Dieser sog. "food-nomenclature-based patriotism" hat in der amerikanischen Geschichte auch eine Parallele. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele deutschklingende Produkte umbenannt, aus "Hamburger" wurde "Salibury Steak", aus "Sauerkraut" wurde "Liberty Cabbage", aus "Frankfurter" wurde "Hot Dog". Scheint also nur eine Zeitfrage zu sein, bis die Hurra-Patrioten der Republikaner oder solche widerlichen Schmuddel-Newsportale wie NewsMax entdecken, dass Monsieur Chirac der "real Hitler" unserer Tage ist.
Die Krone der kreativen Dummheit hat sich aber jetzt erst einmal die republikanische Abgeordnete Ginny Brown-Waite gesichert: "I, along with many other Americans, do not feel that the French government appreciates the sacrifices men and women in uniform have made to defend the freedom that the French enjoy today. Sie fordert staatliche Hilfen für die Exhumierung und Überführung der in Frankreich im WWII gefallenen US-Soldaten. [mehr dazu: Ohio (AP-Meldung)]
posted by Martin Leopold at Samstag, März 15, 2003
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Front-BloggingAllbritton, a former "New York Daily News" reporter living in the East Village, plans to file stories directly to his weblog, back-to-iraq 2.0, next month as part of an independent news-gathering expedition to Iraq. [Source: wired]
*Kevin Sites is a CNN correspondent, often working as a one man unit, using portable, digital technology to report, write, edit and transmit his stories from conflict areas around the world.You can read his articles in Kevinsites. In the moment he is staying at the border from Iran to kurdish Iraq. *"Christian Science Monitor" ( csmonitor) reporter Ben Arnoldy is on assignment in Kuwait as part of a Pentagon program that embeds journalists with troops involved in the expected invasion of Iraq. Ben is stationed with the 332nd Air Expeditionary Group at an Air Base in Kuwait. He writes a daily journal and interviews soldiers to report the personal side of the conflict. [Source: Onlinejournalism] *btw.: The Pentagon-rules for front-reporters: Defenselink (pdf-file). *And last but not least: Where is Raed?, the iraqi blogger from Baghdad.
posted by Martin Leopold at Samstag, März 15, 2003
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Freitag, März 14, 2003
Methode M.Denn Möllemanns Methode, die ihm einen situativen Vorsprung sichert, ist die der Insinuierung, der Unterstellung und der Verleumdung - im Vertrauen darauf, dass sein Gegenüber den Gegenbeweis gerade nicht zur Hand hat. Jörg Haider macht es genauso.
Henryk M. Broder im Spiegel über ein TV-Gespräch zwischen Jürgen W. Möllemann und Gabi Bauer.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 14, 2003
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Termine, Sie verstehen"Texas has the Bomb": Überlegungen zu den Motiven des Irak-Kriegs und ein Interview mit J. R. Ewing II., CEO von Ewing Oil Inc., Dallas, Texas bei Heise:
Was gut ist für die texanische Ölindustrie, ist auch gut für Texas, und was gut ist für Texas, ist gut für Amerika. [...] Was gut für Amerika ist, ist auch gut für die Welt. (guckt auf die Uhr) Leider habe ich jetzt keine Zeit mehr für Sie, Termine, Sie verstehen.
Klar.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 14, 2003
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Brave New WorldMobilfunktelefone von Journalisten dürfen einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zufolge überwacht werden, wenn die Behörden eine Straftat von erheblicher Bedeutung verfolgen. (Az.: 1 BvR 330/96 u.a.) [mehr bei Reuters] Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erklärte in einer Presseerklärung, man sei mit dem Urteil nicht zufrieden und nun müsse der Gesetzgeber handeln Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) begrüßte das Urteil indes und erklärte, sie sehe keinen Grund für Gesetzesänderungen zum Schutz der Journalisten. Auch nach dem Urteil werde nicht jedes Gespräch überprüft.
Schön, dass jetzt nicht jedes Gespräch abgehört wird. Sehr schön auch, dass es nirgends eine Definition gibt, was denn eine "Straftat von erheblicher Bedeutung" ist. Aber man braucht ja Spielraum.
posted by Martin Leopold at Freitag, März 14, 2003
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Donnerstag, März 13, 2003
The Wunderwaffe The drone's white fuselage was emblazoned Wednesday with the words "God is great" and the code "Quds-10." Its balsa wood wings were held together with duct tape. Officials said they referred to the remotely piloted vehicle as the RPV-30A. Latif [Brig. Imad Abdul Latif] said the plane is controlled by the naked eye from the ground. Asked whether its range is above the 93-mile limit imposed by the United Nations, he said it couldn't be controlled from more than five miles. [Quelle: Salon]
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 13, 2003
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The franco-german MasterplanHa! Jetzt kommt es endlich raus: Hinter der deutsch-französischen Kriegsverweigerung steckt ein Masterplan. Frankreich und Deutschland haben ein Bündnis mit den islamischen Terroristen, um das gute und brave Amerika zu schwächen und selber die Weltvorherrschaft zu übernehmen. Behauptet jedenfalls Michael Ledeen von der "National Review":
No military operation could possibly defeat the United States, and no direct economic challenge could hope to succeed. That left politics and culture. And here there was a chance to turn America's vaunted openness at home and toleration abroad against the United States. So the French and the Germans struck a deal with radical Islam and with radical Arabs: You go after the United States, and we'll do everything we can to protect you, and we will do everything we can to weaken the Americans. The Franco-German strategy was based on using Arab and Islamic extremism and terrorism as the weapon of choice, and the United Nations as the straitjacket for blocking a decisive response from the United States. [Ist "in echt", keine Satire: "National Review".]
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 13, 2003
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It's ideologyThe administration "believes you have to control resources in order to have access to them," says Chas Freeman, who served as U.S. ambassador to Saudi Arabia under the first President Bush. "They are taken with the idea that the end of the Cold War left the United States able to impose its will globally -- and that those who have the ability to shape events with power have the duty to do so. It's ideology." [Gute Übersicht über die Entwicklung hin zum Irakkrieg bei MotherJones]
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 13, 2003
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InkompetenzNach Ansicht Zegers [ Hans Zeger, österreichischer Datenschützer] würden die USA die Terrorangst als "willkommenen Vorwand" nutzen, um die europäische Datenschutzrichtlinien auszuhebeln oder zumindest "den europäischen Datenschutzgedanken nachhaltig zu desavouieren." Die Inkompetenz der EU-Beamten in Frage der Flugdatenweitergabe hat dazu sicher einen weiteren Beitrag geleistet. [Quelle: Heise]
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 13, 2003
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Mittwoch, März 12, 2003
WW2-Poster Kleine, aber sehenswerte Sammlung von Propagandapostern aus dem zweiten Weltkrieg. Die meisten thematisieren den Krieg im Pazifik. Trotz aller Fortschritte der Werbeindustrie und des Marketings, mit immer ausgeklügelteren Techniken die Hirne und Herzen der Konsumenten oder der zu Beeinflussenden zu erreichen, hat die leaflet-Produktionsindustrie bemerkenswert wenig Fortschritte zu bieten, wie ein Vergleich der aktuellen us-amerikanischen leaflets mit den alten Propagandapostern belegt. Weit entfernt von subtilen Andeutungen oder gar humorvollen Karikaturen bleibt nur das Spiel mit Urängsten und Ressentiments.
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 12, 2003
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Dot afAuch Afghanistan ist jetzt mit einer eigenen top-level-domain im Internet: .af Mehr hier: UN-Development-Programme für Afghanistan. [via buzzmachine]
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 12, 2003
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No questions - no answers13 Questions We Wish They'd Asked At President Bush's Press Conference Thursday Night.
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 12, 2003
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Who cares.. ..They've been warnedNiederschrift eines Interviews des irischen Radiomoderators Tom McGurk mit der BBC-Reporterin Kate Adie:
I was told by a senior officer in the Pentagon, that if uplinks --that is the television signals out of... Bhagdad, for example-- were detected by any planes ...electronic media... mediums, of the military above Bhagdad... they'd be fired down on. Even if they were journalists ..' Who cares! ' said.. [inaudible] ...
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 12, 2003
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Die Rummy-ShowAus der "taz":
Die Rummy-Show ist Bestandteil einer Inszenierung der Kriegsvorbereitungen als Theaterstück in unzähligen Szenen und Aufzügen. Ob Powells multimediale Beweisperformance vor der UN oder Saddam Husseins phantomale Präsenz im irakischen Revolutionsrat, ob Bin Ladens Homevideo-Depeschen oder Chiracs schaufelnde Armbewegungen - Politik wird fortwährend in Bühnensituationen überführt. Unter den Bedingungen des "War on Terrorism" gewinnen diese Übergänge vom Politischen zum Kulturellen eine neue kritische Bedeutung.
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 12, 2003
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Jeeesus will nicht mehr länger Onan sein Date Jesus: Golden-haired, blue-eyed Jesus seeks loving young woman (22-29), preferably of recent Norse-Germanic heritage, who wishes to live in the spirit of the eternal. Innocence, or rebirth into innocence, and a desire to transcend the material mendacity of this world are essential! I offer a pure and spiritual existence of life's essence, free of fear, free of despair. I will reveal the bliss, power, and endless rewards of faith and belief.
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 12, 2003
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Freitag, März 07, 2003
The Oil PinocchioWho's leading Who?
posted by Martin Leopold at Freitag, März 07, 2003
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Donnerstag, März 06, 2003
Voilà! The U.S. President is urging Iraqis to rise up against Saddam Hussein. It's time to turn the domestic tables and - Voilà! - escalate the war against the war. At the Pentagon, they call it the Voilà Moment.
That's when Iraqi soldiers and civilians, with bombs raining down on Baghdad, suddenly scratch their heads and say to themselves: "These bombs aren't really meant to kill me and my family, they are meant to free us from an evil dictator!" At that point, they thank Uncle Sam, lower their weapons, abandon their posts, and rise up against Saddam Hussein. Voilà! [more: alternet ]
posted by Martin Leopold at Donnerstag, März 06, 2003
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Mittwoch, März 05, 2003
Ich dichte nie In einem Brief an Eugène Fahlstedt schrieb August Strindberg 1872:
Nimm nun meinen Brief nicht als ästethisches Produkt, denn Du weißt, ich dichte nie, und wenn ich dichte, dann aus vollem Herzen.
In Stockholm wurde kürzlich das Intima teatern wieder eröffnet, in dem einige Strindberg-Stücke zwischen 1907 und 1910 uraufgeführt wurden. So etwa die "Spök-Sonaten" ("Geister-Sonaten") 1907 und "Svarta handsken" ("Der schwarze Handschuh") 1908. [Die gelinkte Seite des Intimen Theaters gibt es leider nur auf Schwedisch.]
posted by Martin Leopold at Mittwoch, März 05, 2003
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Dienstag, März 04, 2003
Flugblätter Der Nutzwert von Flugblattbombardements in der psychologischen Kriegsführung dürfte gegen Null tendieren. Doch gehört es ja seit dem ersten Weltkrieg zum guten Ton, dass man bei seinem Kriegsgegner erst sein Altpapier entsorgt, bevor man ihn umlegt. Galerie der us-amerikanischen Leaflets in der Vorbereitung des Irak-Krieges.
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 04, 2003
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RTL sucht den SuperRedaktionsDeppen ...... und hat ihn offensichtlich gefunden:
"DSDS": Mit diesem Song hat Bohlen die Titanic nicht noch einmal versenkt: denn das brachte Eisberge zum Schmelzen! [...] Drei sind einer zuviel! Denn nur einer kann Superstar werden - und nur zwei kommen ins Finale.
posted by Martin Leopold at Dienstag, März 04, 2003
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Montag, März 03, 2003
W.-ComedyPresident Bush has said that after the war with Iraq we will send them food and medicine to help rebuild the country - and if that works we'll try it here. […]The latest news from Iraq is that there is a rumor that Saddam Hussein may be hiding weapons in schools. When asked why he would be hiding weapons inside schools he said, "Because that's the last place President Bush would look". Conan O'Brien
*George Bush says, 'Gore's book needs a lot of explaining.' Of course, Bush says that about every book.Bill Maher
posted by Martin Leopold at Montag, März 03, 2003
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Traffic light warsOut of sight, a war is raging... Secret cameras have allowed us for the first time to see the mighty Traffic Light Wars.
posted by Martin Leopold at Montag, März 03, 2003
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Die Vermählung mit des Seilers Tochter ist eine wunderbare Umschreibung für jemanden hängen. Werde ich jetzt öfters an gewohnt unpassenden Stellen ins Gespräch einfließen lassen.
posted by Martin Leopold at Montag, März 03, 2003
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Rubrik: Aus dem MülleimerAuf der Notiz, die er an seiner Tür angepappt fand, stand: Komme wieder, wenn ich die Zeit dazu finde. Komisches Ding diese Zeit, wo findet man die denn, wo sucht man die denn, fragte er sich. Ist es mit der Zeit so wie mit dem Licht, dass nachts angeblich im Kühlschrank wohnt? Und manchmal stellt sie sich einem plötzlich in den Weg und ruft, Hey da bin ich wieder? Aber bei Leuten, die Zeit finden ohne sie zu suchen bzw. suchen ohne sie zu finden oder wie auch immer, diese Leute unterscheiden sicherlich auch zwischen Privat- und Berufsleben, wohl weil sie glauben, dass es mehrere zur Auswahl gebe. Gibt es aber nicht, ist immer dasselbe, dachte er, nahm den Notizzettel und legte ihn dorthin, wo er immer die Dinge hinlegte, die er später schnell wiederfinden wollte, ohne sie erst suchen zu müssen.
posted by Martin Leopold at Montag, März 03, 2003
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Samstag, März 01, 2003
A long farewell After more than 30 years, it appears the venerable Pioneer 10 spacecraft has sent its last signal to Earth. Pioneer's last, very weak signal was received on 23 January 2003. NASA engineers report that Pioneer 10's radioisotope power source has decayed, and it may not have enough power to send additional transmissions to Earth. NASA's Deep Space Network (DSN) did not detect a signal during the last contact attempt on 7 February 2003.
posted by Martin Leopold at Samstag, März 01, 2003
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DystopieSie sind die Stimme, das Gesicht des Deutschlands von heute und morgen. Abraham Foxman, Präsident der Anti-Defamation League, über Angela "Neues-Europa" Merkel.
posted by Martin Leopold at Samstag, März 01, 2003
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