| MEDIEN-KONTOR:NOTIZEN |
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Notizen |
Sonntag, August 31, 2003
Rubrik: Ballsportarten Ein Freund sagte einmal sehr weise: "Was uns im Internet interessiert, sind doch Fussball und Titten, alles andere ist fürn Arsch". [fussball-und-titten.de]
Achtung: Arte auf acht Der deutsch-französische Fernsehsender Arte will künftig unter den ersten zehn Programmen auf den Fernbedienungen deutscher Haushalte gespeichert werden – am liebsten auf Taste acht. [Quelle: tsp]
MV-away-Shirts Der Verein Deutsche Sprache (VDS) wählte Gerhard Mayer-Vorfelder , DFB-Präsident, zum "Sprachpanscher des Jahres 2003". Mit dem Titel wollen die Sprachschützer jährlich auf "besonders bemerkenswerte Fehlleistungen im Umgang mit der deutschen Sprache" hinweisen - wie etwa die „Signature shirts", "reversible tops" und "home and away shirts“ des DFB. "Die ganze Sache ist ein Witz", so lautete die erste Reaktion des "Sprachpanschers" Gerhard Mayer-Vorfelder: "Mir zu unterstellen, ich sei ein Liebhaber von Anglizismen, ist wohl das Absurdeste, das ich seit langem gehört habe." Hicks. [Quelle: Spiegel] Samstag, August 30, 2003
Rubrik: Rheinischer Patriotismus Heute: Warum das Kontor in der Friedrichstraße sitzt/liegt/steht Die Friedrichstraße ist in Bonn die Straße, mit der die Stadt das meiste Geld einnimmt. Das gibt Hartmann unumwunden zu. 7 000 Anzeigen wegen Parkvergehen und des Verstoßes gegen das Durchfahrtsverbot hätten seine Leute im ersten Halbjahr gefertigt. "Rund 100 000 Euro", schätzt Hartmann, seien somit in die Stadtkasse gespült worden. 15 Euro kostet allein das Durchfahren der Friedrichstraße. Fällt ein Autofahrer ein zweites Mal auf, kostet es laut Hartmann 30 Euro, beim dritten Mal werden 40 und damit auch ein Punkt in Flensburg fällig. [Quelle: GA] Freitag, August 29, 2003
FAIR Interessante Studie von FAIR ("Fairness and Accuracy in Reporting") über die US-Medien im Irak-Krieg.
Prinzipien Inhaltlich kann man den Leitlinien des Springer-Verlags nicht widersprechen. Seine Massnahmen liegen im Trend. Sie dienen dem Versuch, die Glaubwürdigkeit der Medien zu verbessern. Allerdings liesse sich dieser Vorstoss auch als rein kommerziell inspiriert interpretieren. Wenn es nämlich der Industrie nicht mehr gelingt, durch (relativ kostengünstige) Einladungen an Journalisten redaktionelle Beiträge zu generieren, dürfte sie vermehrt gezwungen sein, die (teureren) Anzeigenplätze zu belegen. So oder so: Grundsätze muss man sich leisten können. [die NZZ über die neuen Richtlinien für "Springer-Medienschaffende"]
Innovation A newly-offered gizmo that turns your toilet paper roll into a musical instrument isn't just whistling "Dixie" - it can also play tunes like "God Bless America" and "Singing In The Rain." The so-called "Sheet Music" device fits inside a toilet paper tube and is triggered whenever someone pulls off a few sheets of t.p. [via Ncbuy]
Der Weg zu den Sternen ![]() Wunderbare Nahaufnahmen gelangen dem Hubble-Telescope der NASA. Close-ups aus nur 55.760.220 km Entfernung. [Marsbilder-Galerie der NASA.] Mittwoch, August 27, 2003
Bitte nicht lächeln Canada has banned the public from smiling or frowning for passport photos, the foreign ministry announced. Canadians must send a photo with "a neutral expression -- that means no laughing, smiles, frowning," said ministry spokeswoman Suzanne Meunier. "The mouth must be closed," she added. [via Yahoo] Dienstag, August 26, 2003
Freunde Eine Lampe als Freund? Aber ja! "Für mich ist LIMBO einfach ein echtes Individuum. Sie hat Persönlichkeit und steckt voller Leben. Eben wie ein guter Freund." Sagt die Designerin Maria Kariis. [aus dem neuen IKEA-Katalog] Tipp: Gleich mehrere kaufen. Große Freundeskreise machen schließlich viel her.
An Orientation Dating Guide Der Ingenööör hats schwöööör, weiß jeder, der mal die Horden vereinsamter RWTH-Studenten in Aachen beim Printenkauen beobachtet hat. Das Printenkauen gilt seit je her in dieser Region als Ersatz für die nicht vorhandenen Kontakte zum weiblichen Geschlecht. Offensichtlich ist dies aber ein weltweites Problem, auch in Nicht-Printen-Regionen. Die Globale Nichterwärmung für Geeks. Grund genug für das besorgte MIT einen Guide für Erstsemester zu veröffentlichen, den Engineer’s Guide to Romance. Punkt 1 von 20: Personal hygiene goes a long way. You’d think that people would’ve learned this in health class, but it’s amazing how many people can just plain forget when they’re coding for 72 hours straight.
Feuilleton A STUDENT spent a year studying Page 3 girls — for a masters degree. Jo Ash, 23, examined The Sun’s snaps and polled 400 people, finding men AND women loved them. Jo said: “It’s got to be the biggest-ever study on boobs. Blokes pleaded to help.” The 25,000-word thesis was part of her Masters in Journalism at Cardiff University. Jo concluded: “Page 3 is a fully established part of our culture.” [via The Sun, woher sonst] Montag, August 25, 2003
Ra Ra Radical Cheerleaders Cheerleaders? Da sind doch so überhübschte Tussen, die mit Röckchen-Hoch und allerlei Busengewackel dafür sorgen sollen, dass sich die gegnerische Mannschaft nicht mehr konzentrieren kann und die eigenen Jungs ein Goal, ein Touchdown oder was auch immer fabrizieren können. War mal so. "Radical Cheerleaders" sind die neue Geheimwaffe. Gegen Globalisierung oder ganz global, eigentlich gegen alles und für vieles. Riot, Don't Diet. Get up, get out and try it! Hey Girl (clap, clap, clap). Get your face out of that magazine. You've got anger, soul and more. Take to the street and let it roar! [Meet the ra-ra radicals, ein Bericht im Independent] Samstag, August 23, 2003
Die Rache des Fußballa Als seine Ehefrau zudem eine Affäre mit seinem Teamkollegen Kreso Kovacec unterhielt, verkündete [Francisco] Copado gekränkt, nie mehr einen Ball an den Geliebten seiner Frau abzugeben. [aus einer Spiegel-Geschichte über den Hachinger Stürmer Francisco Copado] Freitag, August 22, 2003
Rubrik: Bonner Vororte Kann eine Stadt [gem. ist Köln], die ohnehin zu den unansehnlichsten der Republik gehört, dadurch noch unansehnlicher werden, dass man ihrer erratischen Silhouette ein paar Hochhäuser hinzufügt? [die SZ über Hochhausplanungen in Köln]
Bald: Sammelklage gegen diesen Goethe Bin gespannt drauf, wann endlich die Nachfahren der Charlotte Kestner, geborene Buff, Klage gegen die Nachfahren des Geheimrats Goethe erheben, da doch dieser – ohne vorher groß zu fragen – die Charlotte als Lotte in seiner Geschichte Die Leiden des jungen Werther verewigt hat. Und das in einer leicht kompromittierenden und durchaus auch für Nicht-Eingeweihte erkennbaren Art und Weise. Und dann war die Charlotte auch erst 15 Jahre alt, Goethe Du Sau. So geht’s nicht, urteilte gestern das Landgericht München1 mal wieder im „Falle Maxim Biller“, in dessen Roman „Esra“ sich zwei Frauen wiedererkennen. Und das nicht in unbedingt vorteilhafter Weise. Also: Am besten große Sammelklage gegen Goethe in den USA anstreben, wegen "seelischer Grausamkeit" und so.
Peanuts Die Abteilung "Corporate Purchasing" der Deutschen Bank hat zum 1. August alle Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements, die "nicht mit der Policy konform sind, zentral gekündigt wurden". Im Anhang des mit "Schwarze Liste" überschriebenen Punktes fünf der Dienstanweisung stehen 98 Tageszeitungen auf dem Index, darunter "FAZ", "Handelsblatt", "FT" und "FTD", "Börsen-Zeitung" und auch die "Bild". [Quelle: die indexierte FTD]
Krank Wieder mal ne Spitzenreform. Da hocken Ulla Nasalrednerin Schmidt und Horst Ich-trau’-mir-jede-Position-zu Seehofer abends mal 13 Stunden zusammen und raus kommt, was schon vorher alle wussten. Die Kranken im speziellen und die Versicherten im allgemeinen sind die Doofen. Vielleicht hätte man auch gleich die Methode Kohl wählen sollen: Krank-sein-verboten – Problem gelöst. Den Zahnersatz aus der Versicherung herausgelöst, dazu private Zusatzversicherungen, das Krankengeld und der Eintrittskartenerwerb beim Betreten einer Arztpraxis („Projekt Doc-Ticketing“). Und dann würden die Kassen auch bestimmt ihre Beiträge senken (von 14.4 % heute auf 12,15 % im Jahre 2006). Machen die bestimmt, genauso wie sich ja auch der Handel an die Freiwillige Selbstverpflichtung bei der Euro-Einführung gehalten hat. Natürlich dürfen die Versicherungen aber vor der Senkung die Beiträge noch schnell erhöhen, geht klar. Denn so eine zukünftige Senkung bringt ja heute schon großen „Zusätzlichen Verwaltungsaufwand“ mit sich. Und der „Zusätzliche Verwaltungsaufwand“ der Zukunft möchte ja auch heute schon artgerecht verwaltet werde. Ganz groß, eben. Mittwoch, August 20, 2003
NYer, deutschsprachiger Auch so ein Dauerwitz ist ja die Gründung eines „deutschsprachigen New Yorkers“. Haben sich ja manche schon dran verhoben (s. Enzensberger, Augstein). Und jetzt ausgerechnet der Schweizer Ringier-Verlag (u.a. „Blick“) ? Wird natürlich in die Hose gehen, was aber nicht unbedingt nur an der Boulevard-Spezialisierung des schweizer Verlags liegen muss, sondern am mangelnden intellektuellen Diskursumfeld im deutschsprachigen Raum. Politische Diskussion erfordert immer noch ein gewisses Mindest-Niveau, was kaum gegeben ist, wenn diese nur so geführt werden: „Nazisau“ (Walser-Debatte), „Faschistensau“ (Sloterdijk-Debatte), „schwule Sau“ (Schill-out in HH). [mehr über die Pläne des Rignier-Verlags in der SZ]
Konsequente Weisheit „Wisdom of Nature“ lautet das Motto der nächsten EXPO, die 2005 im japanischen Nagoya stattfinden soll. In diesen Tagen wird mit den ersten Arbeiten begonnen: Ganze Wälder werden gefällt. Wisdom of nature halt. [Quelle: Japan Times]
Rubrik: Blondes Today: Blonde jokes to be made illegal in Bosnia Blonde jokes are set to be made illegal in Bosnia under new laws that will enable women to sue people who make jokes about their hair colour. The gender equality law, due to come into effect within the next two months, will make it an offence to tell jokes about women based on their hair colour. [Quelle: Daily Times (Pakistan)] Dienstag, August 19, 2003
Pi mal Daumen Selbst seriöse Blätter wie der Spiegel oder die FAZ hätten ein Potenzial an kartografischen Fehlern angehäuft, das geeignet sei, die gesamte Branche zu diskreditieren. Zwar sind die Schnitzer nicht ganz so erschreckend wie etwa beim amerikanischen TV-Sender CNN, der auf seiner Europakarte die Schweiz immer mal wieder mit der Tschechischen Republik vertauscht. [...] Besonders geärgert hat sich Clemens [der Geograf Jürgen Clemens] über eine Ausgabe des Wissensmagazins National Geographic, eigentlich für seine Präzision bekannt. Die Zeitschrift "erfand" in einer großformatigen Kartenbeilage über Afghanistan und Parkistan das Verkehrswegenetz neu und machte aus schwer passierbaren Maultierpfaden vierspurige Autobahnen. [aus einem Beitrag der taz]
Rubrik: Steroide Nachwehen It's the most difficult [decision] I've made in my entire life, except the one I made in 1978 when I decided to get a bikini wax. [Arnold Schwarzenegger, mehr bei WeLoveArnold]
Blackouts Al-Qaida has claimed responsibility for the worst blackout in U.S. history which affected 50 million residents across the Northeast and Midwest as well as parts of southern Canada, according to the Arab newspaper Al-Hayat. [via wnd. Fehlt nur noch, dass sich die RAF meldet und zugibt, letztes Jahr für die Überschwemmungen und dieses Jahr für die Hitzewelle verantwortlich gewesen zu sein.] Montag, August 18, 2003
Ein Individuum Soldaten der amerikanischen Armee haben am Stadtrand von Bagdad Mazen Danas, einen Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters, erschossen. Ein Sprecher des US-Generalstabs sagte: "Armeesoldaten haben ein Individuum angegriffen, von dem sie glaubten, er richte einen Granatwerfer auf sie." Mit dem Tod Danas stieg die Zahl der seit Beginn des Kriegs im Irak getöteten Journalisten auf 17. [Quelle: Spiegel] Sonntag, August 17, 2003
Verlagskrisengebiete Wahrscheinlich meint er [Mathias Döpfner] damit den Umstand, dass der Springer-Konzern zu Zeiten, als es der Pressebranche noch gold ging, mal einen Vorstandschef namens August A. Fischer angeheuert hat, der fürs (fast) Nichtstun dickes Geld bekam und zeigte, dass man auch mit bescheidenen Aktivitäten ziemliches Unheil anrichten kann, wenn man sich nur ernstlich bemüht. Jedenfalls machte sich Springer damals, in diesen dunklen Vor-Döpfner-Zeiten, die Krise quasi selbst. [die „taz“ über den Auftritt von Mathias Döpfner, Springer AG, bei Sandra Maischberger] Samstag, August 16, 2003
Rubrik: Entwicklungshilfe BAGHDAD, Iraq - Iraqis who have suffered for months with little electricity gloated Friday over a blackout in the northeastern United States and southern Canada and offered some tips to help Americans beat the heat. From frequent showers to rooftop slumber parties, Iraqis have developed advanced techniques to adapt to life without electricity. [The ten best tips by Iraqis, via ]
Teuflische Engel – engelische Teufel Ich sage nicht, dass die Frauen Engel sind. Sie mögen zwar so aussehen, aber tief drinnen sind sie Teufel. Das ist ja gerade das Spannende an ihnen. Und deshalb liebe ich sie. [François Ozon, Filmregisseur („Swimming Pool“), in einem Spiegel-Interview] Freitag, August 15, 2003
Donnerstag, August 14, 2003
Rubrik: Lebenshilfe Wenn Sie bei hoher Fahrt eine Flasche Bier aus dem Autofenster werfen müssen, versuchen sie es nach Möglichkeit zu vermeiden, die Windschutzscheibe eines Polizeiwagens zu treffen. [dieser Tipp wurde Ihnen präsentiert von: Budweiser. Via tennessean]
Waschzettelgequassel Mit einem Bannfluch belegt werden alle Texter, die belehrend erklären, eine Band mache „Drum’n’Bass-TripHop-Alternative-Britpop“ (Polydor über Nord) oder ein Album liege „irgendwo zwischen dem Soundtrack für einen Film des 21. Jahrhunderts und einer Sequenz aus Antonionis Kultfilm ,Blowup‘“. Solche Pop-Poeten sollten sich eine Scheibe abschneiden beiPirate Records: „Somersaults neues Album in eine Schublade zu stecken, ist schier unmöglich.“ Das muss ein großes, ein schubladensprengend großartiges Album sein. [aus einem Beitrag in der SZ über die Beipackzettel der Plattenindustrie]
Das deutsche Verlangen nach der Opferrolle Spätestens 1990 begann man in Deutschland zu begreifen, dass man sich auf diese veränderte Wahrnehmung des Holocaust beziehen muss und auch mit Gewinn beziehen kann. Statt nur monoton immer wieder einen Schlussstrich zu verlangen, begann man sehr eigenwillige deutsche Lehren aus dem Holocaust zu ziehen und dabei stolz auf den Standortvorteil zu verweisen. Kein Tag vergeht seither, an dem nicht über deutsche Opfer, deutsches Leid zu lesen ist. Nicht um Täter geht es, sondern um Opfer. Und die ultimativen Täter wollen Teil der globalen Opfergemeinde von Vertriebenen und Verbrannten sein. Opfer werden als Opfer aus der Geschichte herausgenommen, Tat und Untat damit verschleiert. [Lesenswerter Beitrag in der taz] Dienstag, August 12, 2003
Rubrik: Einsicht in die eigene Primärstrukturiertheit Ahhh, das nennt man perfektes Blattmachen in der Sommerzeit: Was über Frauenhaarfarben, ein Loblied aufs Saufen und ein paar Gender-Klischees. Was fehlt noch zum Glück? Genau: Ein Autobild. ![]()
Rubrik: Klischees Selbst Frauen, die Prozentrechnung noch nie verstanden haben, dürfen aufatmen. 42 Prozent der Männer wünschen sich eine Partnerin, die genauso klug ist wie sie. Ob die verbleibenden 58 Prozent eher eine schlauere oder eine dümmere Frau an ihrer Seite wünschen, geht aus der Umfrage nicht hervor. [Quelle: Spiegel]
Rubrik: Bier Menschen, die "moderat aber regelmäßig" mit Arbeitskollegen trinken, verdienen demnach im Durchschnitt 17 Prozent mehr als strikte Abstinenzler. [...] Starke Trinker verdienen der Untersuchung zufolge allerdings um etwa sechs Prozent weniger als "mäßige Konsumenten" von Alkohol. Arm dran sind Berufssäufer jedoch noch lange nicht: Das Durchschnittsgehalt exzessiver Trinker liegt immer noch um fünf Prozent über dem von Abstinenzlern. [Quelle: Spiegel]
Rubrik: Blond There was one other interesting finding: Men preferred brunettes over blondes. "At least in our study, gentlemen do not prefer blondes. They prefer brunettes," Dr. Kelley Kline told. [via Netscape] Das mag schon stimmen, aber ich bin ja auch kein Gentleman. Montag, August 11, 2003
Ulle statt Ulla Laut Studie droht den deutschen Nachrichten die Amerikanisierung (viel Service, kaum Politik). Mit dem Ergebnis, "dass nennenswerte Publikumssegmente von komplizierten politischen und militärischen Konflikten wenig wissen, diese kaum verstehen und mit ihnen auch nicht konfrontiert werden möchten." Genau. Wir wolln den Ulle sehn, wir wolln den Ulle sehn … [aus der taz] Sonntag, August 10, 2003
Von da an war kein Halten mehr Guido Knopp trommelte seine Mitarbeiter zusammen und teilte ihnen als Ergebnis seiner jahrzehntelangen Recherchen über die Deutschen mit, dass viele Bedeutendes geleistet hätten, ob Könige, Politiker, Sportler oder Künstler. Von da an war kein Halten mehr. Goethe oder Gottschalk, Bach oder Bohlen, alle riefen die Namen berühmter Deutscher aus, und dass man den kleinen Leuten mal sagen solle, was für einem großen Volk sie angehörten. Da wurde der Fernsehprofessor ganz still, er dachte an Hitler, mit dem er so viel Geld und Karriere gemacht hat, und murmelte: "Es ist gar nicht so einfach, zu entscheiden, was eigentlich die Größe eines Menschen ausmacht." [Wunderbarer Beitrag in der FR]
Zimmer mit Winkaussicht Das Einzige, was ich mir als Rückerstattung vorstellen könnte, ist bestenfalls ein Zimmer im Schloss Schönbrunn, wo immer ein Habsburger anwesend sein muss, um den Touristen zuzuwinken. Josef Cap, Fraktionschef der österreichischen Sozialdemokraten, zur Forderung der Habsburger, Entschädigungen aus dem Österreichischen Entschädigungsfonds für NS-Opfer zu erhalten. [Quelle: NZZ] Freitag, August 08, 2003
Kriegsursache: Blow Job Immer noch fragen sich viele Amerikaner und Briten, wie es eigentlich zum Krieg gegen den Irak kommen konnte. Die wahren Kausalitäten legte jetzt Georg Clooney dar: Clooney reckons the famous stain-on-the-dress incident meant vice president Al Gore had to distance himself from Clinton, so losing the US election to George Bush. Loony Clooney said: “It’s ridiculous — Lewinsky performs a sex act on the president therefore we attack Iraq.” [via ]
Von der Halbwertzeit der Liebe Hält es oder hält es nicht? Wie lange ist „für immer“? Die Antworten kennt James Murray, Mathematikprofessor der University of Washington, Seattle. A mathematician says he can predict with almost total accuracy which newly wed couples will enjoy a happy marriage -- using two lines of algebra. Professor James Murray says the two formulae he devised have a 94 percent success rate when it comes to forecasting whether a couple will stay together, the Daily Telegraph reported on Friday. [via Yahoo. Nein, leider verbirgt sich kein Kalkulator hinter diesem link, bedaure.]
Jammerprogramme Ost Man kann an dem Schlagabtausch gut studieren, welche Mentalität die dauerhaften Nothilfe-Programme Ost erzeugen und stabilisieren: eifrige, besorgte Verantwortungslosigkeit. Nach 13 Jahren Aufbauhilfe wird, als sei das eine Selbstverständlichkeit, noch immer auf die Zentralkasse spekuliert. [aus der SZ] Donnerstag, August 07, 2003
Ein bisschen Flexibilität Deutschland will uns unseren Mozart klauen! Titelt die österreichische Kronenzeitung als Reaktion auf die Best-of-Germans-Liste des ZDFs. Mit dieser sind neben Mozart auch noch andere Österreicher (Adorno, Freud, Haydn) großzügig nach D-Land heimgeholt worden. Kleinlich, befindet man in Mainz, und plädiert für die großdeutsche Lösung: Was Mozart betreffe, so sei er Untertan des damaligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewesen und habe auf Deutsch geschrieben, sagt ZDF-Mann [Alexander] Stock. Außerdem: "Ein bisschen Flexibilität muss sein." [Quelle: Spiegel]
Der un-wohltemperierte Spiegel Besonders überrascht waren die Wissenschaftler, als sie feststellten, dass die in der höchsten Lautstärke gebrauchten Frequenzen genau die Töne der chromatischen Tonleiter widerspiegeln. Diese Tonskala ist die Grundlage fast aller Formen von Musik und entspricht den schwarzen und weißen Tasten auf einem Klavier. Versteht man einen komplexen Sachverhalt nicht einmal ansatzweise und fasst dieses Nichtverstehen dann auch noch in zwei Sätzen zusammen, kommt so was raus. [Spiegel]
Der Mann an der Rampe Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen. Das klingt zwar jetzt extrem hart, aber es ist doch nun mal so: Früher sind die Leute auch auf Krücken gelaufen. Philipp Missfelder, Vorsitzender der Jungen Union (JU).
Out of step The system reaped praise after World War II for turning out fine shipbuilders and metalworkers. But such vocational training is out of step with the modern and more flexible needs of service-oriented or technical professions. [CNN erklärt mit Hilfe einer AP-Meldung die Malaise des deutschen Schulsystems] Dienstag, August 05, 2003
Unsere Besten Wo dem Schwachsinn keine Grenze mehr gesetzt wird: ZDF. Wer ist die oder der größte Deutsche? Ein Aufruf an ganz Deutschland. Die ersten Teile der Vorschlagsliste des ZDF’s sind jetzt online. Ende November wird dann Johannes B. Kerner (m.E. auch einer der größten Deutschen) in einer „Finalshow“ die Besten der Besten der großen und größten Deutschen präsentieren. Auf den ZDF-Seiten schlagen verdiente Moderatoren der Mainzer Sendeanstalt auch gleich schon mal ihre persönlichen Lieblinge für die Wahl vor. So etwa Markus Schreyl („Hallo Deutschland“). Für ihn ist Henry Maske der größte aller großen Deutschen. Naja, über 1,90m ist der ja auch.
Rubrik: Erfolgreiche Anmache Today: The best pick-up line of Prince Harry: Do you want to come back to my palace for a drink? [via NY-Post]
Rubrik: Angenehmes Abnehmen For years dieters have been told alcohol is one of the first things they should cut out if they want to lose weight. But research by a Melbourne team has turned that advice on its head. It found having up to four drinks a day for men and two for women may help melt the kilograms. [More?: NEWS.com.au]
World-Tour Das nächste Ziel von G. Walker B.’s World-Tour? Wahrscheinlich Australien. Die „Aussies“ mussten eingestehen, dass die Versenkung des amerikanischen U-Bootes „USS Triton“ wohl auf ihr Konto geht. Okay, dass war zwar 1943, aber der Arm der Gerechtigkeit ist bekanntlich sehr laaaang. [via Yahoo.au] Montag, August 04, 2003
Rubrik: Gesundheitstipps Zigarettenmaedchen: It is a piece of art in progress. The gallery gives you the opportunity to participate and to discover the world of smoking girls. Sonntag, August 03, 2003
Authentische Lügen vs. unauthentische Realität Längst hätten die Verlage ihre Kapazitäten so zurückgefahren, dass sie zu seriösen Überprüfungen des Wahrheitsgehalts eingesandter Manuskripte nicht mehr in der Lage seien. Aber der Leser verlangt unverdrossen nach real life. [VdS-Vorsitzender Fred] Breinersdorfer: „Authentisches verkauft sich gut.“ Besonders, wenn es gut erfunden ist. Ulla Ackermann schaffte es denn auch gleich auf die Spiegel-Bestsellerliste. Davon können die lügenden Dichter oft nur träumen. [aus einem Beitrag in der SZ] Samstag, August 02, 2003
Service: Subpoena Username Query Form Concerned that information about your file-sharing username may have been subpoenaed by the RIAA? Check here to see if your username or IP address is on one of the subpoenas filed with the D.C. District Court. And: How Not To Get Sued By The RIAA For File-Sharing.
Rubrik: Steroide - gestern, heute, morgen After you're "Mr. Universe," "Governor of California" seems kinda lame. Einer von zehn Gründen, warum Arnie Schwarzenegger nicht bei der Wahl zum Gouverneur von Kalifornien antreten wird. Sollten Sie sich statt dessen bewerben wollen, hier die FAQs zur Ausschreibung. Keine Sorge, man muss wirklich nix können. |