MEDIEN-KONTOR:NOTIZEN  
KIND OF BLUE
Notizen


Donnerstag, Oktober 30, 2003
Rubrik: Borderline-Syndrom
Heute: Schweizer Kummer

Fest steht, dass die Situation für Journalisten, vor allem Freie, zunehmend schwieriger wird: Der Markt ist eng, der Druck enorm, die Honorare gering. Im Gegenzug sind die Redaktionen oftmals überlastet, bleibt seltener Gelegenheit, etwa Quellen zu überprüfen.

[aus einem FR-Beitrag über die gefälschten Artikel des schweizer Journalisten Lorenz Wolffers]








Rubrik: Nützliches Wissen für den Alltag

Let’s dance the backseat mambo.
[a list of sex euphemism]





Mittwoch, Oktober 29, 2003
Betrug am Leser

Der deutsche Journalismus ist auf den Hund gekommen. Ganz deutlich wird das bei der Kumpanei, die Journalisten mit Prominenten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport pflegen: "Unautorisiert" sei die Grönemeyer-Biografie von Ulrich Hoffmann, schrieben Journalisten dem Sprecher der Plattenfirma Capitol nach dem Mund. Auch meine Stoiber-Biografie haben Kollegen als unautorisiert bezeichnet. Was soll das? [...] Ich behaupte, dass in einem Buch, in einem Interview, das autorisiert ist, mehr gelogen wird als in einem nicht "abgesegneten". Das ist Betrug an den Lesern.
[Peter Köpf in der taz]




Dienstag, Oktober 28, 2003
Getting old

19. You go to the drugstore for Ibuprofen and antacids, not condoms and pregnancy test kits.
23. Over 90% of the time you spend in front of a computer is for real work.

[from 25 signs you've "grown up"]




Rubrik: Rekorde
Heute: Neuer Weltrekord im Löschen des IE-Cache

Hammond began the day clearing his Internet Explorer cache in a time frame of 5½ hours, but after several tries at reaching for the goal managed to clear the cache in a mere 20:32.030. The new 20-minute record tops the previous record of 45 minutes set by Randolf Harmel on April 16, 1998.
[Quelle: bbspot]




Blöde für Blöde

Und weil die avisierte Zielgruppe altersmäßig deutlich unterhalb der normalen ZDF- Fangemeinde liegen soll, präsentieren die 29-jährige Videoclip-Ansagerin Enie van de Mejklokjes und der ebenso junge Boulevardmagazin-Moderator Marco Schreyl die neue Show – Gesichter, die die Kids kennen. Dass beide keine Klassikspezialisten sind, könnte sich sogar als Vorteil entpuppen – wenn sie für das ebenso ahnungslose Publikum eben darum zu Identifikationsfiguren werden.
[aus einem Beitrag im Tagesspiegel zum angestrengten Bemühen des ZDFs mit der Sendung "Sunday Night Classics" Zuschauer zu gewinnen.]




Montag, Oktober 27, 2003
Mit und durch die Blume gesagt

"Schenkt man sich Rosen in Tirol, weiß man, was das bedeuten soll", reimt es sich mehr schlecht als recht in der Operette "Der Vogelhändler". Die Sprache des Blumengeschenks, welche Blume man(n) zu welchem Anlass schenkt. Eine gelbe Hyazinthe etwa soll für Eifersucht stehen, eine Magnolie für Würde und Liebe der Natur. Nicht enthalten in der Liste von Flower Meanings sind die beiden Pflanzen, die ich zuletzt geschenkt bekommen habe: Zitronenbäume. Ist wahrscheinlich auch besser so. Man muss ja auch schließlich nicht alles verstehen.




Fragwürdige Quellen

Der so genannte Lifetime-Award ging an die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) für deren "unermüdlichen Einsatz bei der bedingungslosen Ermittlung von Schwarzseherinnen und Schwarzhörern". Laudator Thilo Weichert kritisierte, dass die GEZ sich seit Jahren "regelmäßig und systematisch Daten von Meldebehörden, von öffentlichen Stellen wie Kfz-Zulassungsstellen, von Adresshändlern und äußerst fragwürdigen weiteren Quellen" beschaffe.
[Quelle: telepolis]




Dummy

Alle machen dicht – einige machen auf. Nach "Voss", "Zoo", "Achtung" und "Deutsch" versucht sich ein neues Magazin weit jenseits des ständigen FrauenLifeStyleModeGesundheitsMüll am Markt: Dummy.

Die taz dazu:
Besonders stolz ist Co-Herausgeber und Autor Oliver Gehrs darauf, "dass wir nicht in die Berlin-Falle getappt sind". Eine Lehre, die er aus seiner Zeit bei den Berliner Seiten der „Süddeutschen Zeitung“ gezogen haben mag: Was die schreibende Boheme aus Mitte oder Prenzlauer Berg am Nabel juckt, das kratzt im Rest der Republik immer weniger Menschen.

Im nächsten Jahr kommen mit "Monopol" und "Parzival" noch zwei weitere Titel aus Berlin auf den Markt. Und die BZ glaubt/hofft: Jedenfalls scheint sich in der Hauptstadt so etwas wie eine neue Zeitschriften-Kultur herauszubilden.




Rubrik: Medienwunder
Heute: Beim Wasserlassen Wein pinkeln

"Wir müssen die Zeitung täglich neu zur Wundertüte machen", fordert Verleger-Chef Balle [Herrmann Balle, Verleger des „Straubinger Tagblattes“ und Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)]. Geld will dafür allerdings niemand ausgeben. Es muss eben mit überlasteten Redaktionen und geringen Budgets gehen. Das funktioniert natürlich nicht lange.
[aus einem FR-Bericht über die Münchener Medientage]




Donnerstag, Oktober 23, 2003
Rubrik: Rheinische Gesänge

Sie glaubt an sich und, wie im Rheinland üblich, daran, dass Er kein Spiel- und Spaßverderber ist: "Ich weiß nicht genau, ob Gott wollte, dass ich Pornostar werde, ich glaube schon. Ich glaube auch, er wollte, dass ich damit wieder aufhöre... Er hat sich alles so für mich ausgedacht".
[die deutsche Charakterdarstellerin Michaela Schaffrath, Quelle: Spiegel]




Dienstag, Oktober 21, 2003
Echte Helden müssen nie, Basta

So ging Helmut Schmiedt (Köln) jener Kinderfrage nach, ob ein Held nie aufs Klo müsse, wenn er am Marterpfahl steht. Mit einer Fülle von Belegen zeigte Schmiedt, dass May sich durchaus an Ekelschwellen heranwagte, wenn etwa Haarschuppen und andere Unreinlichkeiten die innere Zwielichtigkeit mancher Personen äußerlich verstärken oder Gerüche bis zum Gestank der Verwesung hin die Nase des Westmannes beleidigen.
[aus einem SZ-Beitrag zur Tagung der Karl-May-Gesellschaft in Plauen]




MS

Microsoft ist jetzt ein weiterer Schritt gelungen, wohin auch immer. Nachdem man in Redmond jahrelang sich-selbst-zerstörende Betriebssysteme entwickelt hat, präsentiert man jetzt die self-destruct e-mails. Nein, es gibt noch keine Patches.
[Quelle: BBC]




Beware of bored German women: They throw televisions

A 25-year-old German woman enraged over another Saturday night of boring television programmes and dull re-runs hurled her TV set out the window of her fifth floor apartment window, police said on Monday. "There was nothing decent on so I just threw the thing out the window," the woman identified as Veronika K., told Bild newspaper.
[Quelle: Yahoo (rtr)]





Spoof

Study: Fellatio may significantly decrease the risk of breast cancer in women.

Könnte so auch in der BILD stehen. Dann aber noch mit dem Zusatz ...haben amerikanische Forscher ... oder ... laut einer Studie der us-amerikanischen University of XY.... Wie solche Studien entstehen und ihren Weg in die Presse finden: technicianonline.



Rubrik: Forschung

Warum Ameisen in der Mikrowelle überleben können, erklärt der NewScientist. Gilt wirklich nur für Ameisen.




Montag, Oktober 20, 2003
Und wir nicken

Arme Sandra Maischberger: Die unsympathische Talkfrau hat es momentan echt nicht leicht. Ihre neue Sendung im Ersten ist nach sieben Wochen genauso schlecht wie die dazugehörigen Einschaltquoten, und die Kritiker schreiben das ziemlich gnadenlos auf: "Plötzlich mäkeln alle an Sandra Maischberger herum", fasste die "Berliner Zeitung" kürzlich zusammen. Und wir nicken.
[aus der taz]




Rezessionsgewinnlerin

Molly Luft, dickste Hure von Berlin und Puffmutter, begegnet der ökonomischen Krise mit grell geschminkter Gelassenheit. Die Rezession berühre sie überhaupt nicht, sie sei schon seit Jahren so billig, dass gerade jetzt ihre Stunde komme: "Wir sind der Aldi-Puff."
[aus einem SZ-Beitrag über die Berliner Erotikmesse Venus]




Alle Jahre wieder

Die Suche nach dem Unwort 2003 hat begonnen: Vorschläge können bei der "Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres" eingereicht werden. 2002 "gewann": Ich AG (Politikergeschwätzt) vor Ausreisezentrum (Behördengewäsch für Abschiebelager) und Zellhaufen (Dummschwatz für menschliche Embryonen).
Laut Spiegel gehören Bazillenmutterschiff (für Asylbewerberheim), gefühlte Inflation und Briefkastenoptimierung (für den Abbau von Briefkästen durch die Post AG) zu den ersten eingereichten Unwörtern.





Donnerstag, Oktober 16, 2003
Günter geht – Loddar kommt

"Der haut gerne mal einen raus", heißt es. "Jetzt schreibe ich", titelt Sport-Bild in seiner neuen Ausgabe mit Matthäus-Konterfei. Und verkauft über drei Seiten die Ansichten des Schreiner-Sohnes aus Herzogenaurach.
[Loddar Matthäus wird neuer Kolumnist der "Sportbild" und damit Nachfolger von Günter Netzer. Quelle: FR]

Die Kolumnen werden sich dann in etwa so lesen:

Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken. Loddar, der Geologe.

Es ist wichtig, dass man 90 Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt. Loddar, der Motivator.

Das Chancenplus war ausgeglichen. Loddar, der Kalkulator.

Die Frauen haben sich entwickelt in den letzten Jahren. Sie stehen nicht mehr zufrieden am Herd, waschen Wäsche und passen aufs Kind auf. Männer müssen das akzeptieren. Loddar, der Gesellschaftsphilosoph.

Ein Lothar Matthäus läßt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal. Loddar über Loddar.

Aber macht ja nix:
Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. Bruno Labbadia





Das Ende des Gartenzauns

Das Internet ist kein Thema, das nur Spezialisten interessiert. Es braucht deshalb auch keine Sonderseite mehr.
[befindet die taz und schließt die ihrige]





Dienstag, Oktober 14, 2003
Rubrik: Duce-News

In einem Interview mit zwei britischen Journalisten bezeichnete er [Silvio Berlusconi] Mussolinis faschistisches Diktatursystem als "weitaus gutartiger" als das von Saddam Hussein im Irak. Mussolini habe niemand ermorden lassen und lediglich Einzelne in "Zwangsurlaub" geschickt, wie er die massenhafte Deportation von Regimegegnern zu bezeichnen beliebte.
[Quelle: SZ]





Preise

Der von telekwatsch verliehene Preis der beleidigten Zuschauer geht in diesem Jahr an den sog. Altkanzler, Herrn Dr. Helmut Kohl. Wir gratulieren auch.





Inzucht, systemimmanente

Dieses [das Fernsehen] produziert inzwischen nicht nur seine Popstars selbst, sondern auch seine Autoren, die TV-Literaten, die wiederum sich selbst am besten befragen können: Anne Will die Petra Gerster, Nina Ruge den Hermann Schreiber, Dieter Kürten den Ulli Wickert. Ein perfekt geschlossenes System. Für den Literatur-Rest ist übrigens die auch als Buchautorin sehr erfolgreiche Elke Heidenreich zuständig.
[aus der taz]




Pirouetten, nebensätzliche

Mit welchen abstrusen ideologischen Pirouetten der Konflikt diskutiert wird, belegt ein FAZ-Artikel, der die Kündigung ernsthaft aus der "trotzkistischen Vergangenheit" Plenels erklärt. Der Autor beklagt da die Veröffentlichung des Kündigungsschreibens in der Zeitung als "schockierend" - ohne zu sagen für wen, und nennt die unumgängliche Kündigung ein "autoritäres Vorgehen".
[Frankfurter Schule: Sich keine Gelegenheit entgehen lassen, im Nebensatz die lokale Konkurrenz abzuwatschen. Quelle: FR]




Montag, Oktober 13, 2003
Nochmal: HääH?
Heute: Post von eBay

Sie waren leider nicht der Höchstbietende für den folgenden Artikel:
Robert Schumann: Der Rose Pilgerfahrt.

Ähnliche Artikel bei eBay:
Parade, 30 Jahre Militärmusik der NVA.





Sonntag, Oktober 12, 2003
Roses are red

Roses are red
Violets are blue
oh my, lump in the bed
how I've missed you.

Roses are redder
Bluer am I

Seeing you kissed by that charming French guy.
The dogs and the cat, they missed you too
Barney's still mad you dropped him - he ate your shoe.
The distance, my dear, has been such a barrier
Next time you want an adventure, just land on a carrier.


[Gedicht aus dem noch unveröffentlichten Spätwerk des amerikanischen Poeten und Romancier Georg W. Bush.
Quelle: Kulturteil des Spiegels]





Toleranz

"Wir tolerieren Atomwaffen in Israel aus den gleichen Gründen, aus dem wir sie in Großbritannien und Frankreich tolerieren", sagte ein hoher amerikanischer Regierungsbeamter der "Los Angeles Times".
[Quelle: Spiegel]



Samstag, Oktober 11, 2003
HääH?

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Kosmetik-Schnäppchen





Freitag, Oktober 10, 2003
Bumspillen vs. Gummibärchen

Hammerhart
Das gesendete Fazit des Ehemanns: "Ich bin mit diesem neuen Medikament sehr zufrieden. Sie brauchen nicht mehr auf die Uhr zu schauen, die Frau braucht nicht mehr Standby zu sein. Das ist spitze für uns". Im März war das gleiche Pärchen schon bei Lilo Wanders in "Wahre Liebe" zu Gast. Ihr Kommentar zu der neuen Pille damals: "Immer hammerhart".
[aus dem Welt-Beitrag "Diese Krankheit wird präsentiert von ..." über die "Kooperation" der ZDF-Gesundheitssendungen mit der Pharmaindustrie]
*
Bumspillen also JA – Gummibärchen aber NEIN
Thomas Gottschalk soll bei der ZDF-Show "Wetten, dass...?", die von Haribo unterstützt wird, künftig ohne seine geliebten Gummibärchen auskommen. Der nordrhein-westfälische Regierungschef Peer Steinbrück will das Sponsoring bei ARD und ZDF deutlich einschränken.
[Quelle: SZ]





Rubrik: Borderline-Syndrom

Auf den Redaktionen gibt es allerdings ein einschlägiges Stilmittel, das unter dem Zwang zur Steigerung von Auflagen und Einschaltquoten ebenso zu betrügerischem Handeln verleitet: die Zuspitzung. So lässt sich beispielsweise das Authentische derart bearbeiten, bis es kaum noch als authentisch bezeichnet werden kann.
[aus einem NZZ-Beitrag über das grasierende Borderline-Syndrom]





Donnerstag, Oktober 09, 2003
Breaking News



Dirt Magazine, the scandalmonger’s weekly.
Create your own one.





Lieblingssatz der Woche, bisher:

Ich will doch nur Gutes tun und werde mit Anfeindungen bestraft.
[Veronica Ferres zur Kritik an der Mittelverwendung ihres Hilfsprojektes "PowerChild". Quelle: taz]





Für einsame Autoren

"I grew up in advertising, and I got used to spending time with my co-workers," she [the novelist M. J. Rose] said. "When I became a writer I was shocked at how lonely it was. It was an incredibly isolating experience until I found Readerville."
[aus einem NYT-Artikel (kostenlose Registrierung erforderlich) über die amerikanische Autoren&Leser-Plattform Readerville, die mittlerweile fast 10.000 Teilnehmer hat.]





Rubrik: Unwichtiges Wissen

Elektronische Produkte wie digitale Bücher oder Online-Publikationen machen bei rund 60 % der deutschen Verlage immer noch einen geringen Umsatzanteil von bis zu fünf Prozent aus, wie eine Befragung unter den 665 Mitgliedern des Arbeitskreises ergab.
[Quelle: Handelsblatt]





Rubrik: Glaube, Liebe, Hoffnung

Ich glaube, dass Zeitungen niemals aussterben werden. Die Presse gehört einfach zur menschlichen Gesellschaft. Lesen ist eine Notwendigkeit. Mag sein, dass das Papier an Bedeutung verlieren wird gegenüber einer elektronischen Form von Zeitung. Aber auch die Zeitung, so wie sie heute aussieht, Druckerschwärze auf Papier, wird noch ein langes Leben haben.
[Aus einem Interview der Berliner Zeitung mit El Pais-Verleger Polanco]





Dienstag, Oktober 07, 2003
So bin ich:

Demnach stammt das typische Blog von einer Teenagerin, die darin zweimal im Monat mit eigenwilliger Rechtschreibung über ihren Alltag berichtet. Wie das Medium sind auch seine Betreiber selbst vorwiegend jung; über die Hälfte der Blogger sind 20 Jahre alt oder jünger, 90 Prozent sind unter 30. Gegen anderen Web-Trends sind Frauen hier geringfügig in der Mehrzahl: Sie stellen 56 Prozent der Blogs.
[Bericht bei Heise über eine Auswertung von Weblogs durch die amerikanische Firma Perseus]





Ach so, na dann

Warum erfinden Journalisten Interviews?
Ich glaube, das ist auch eine Not, die aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit unter Journalisten entstanden ist. Die Zahlen sind beängstigend.

[aus einem Interview der Netzeitung mit "Penthouse"-Chefredakteur Klaus Beydemüller.]




Clement vs. Clement

Inzwischen ist sogar die groteske Situation eingetreten, dass Clement quasi gegen sich selbst klagt: Denn der Bund, für den er nun arbeitet, fordert von der Landesregierung Zuschüsse zurück, die er einst für das HDO [Trickfilmstudio Oberhausen] genehmigte.
[aus einem Beitrag der SZ über die Merkwürdigkeiten der NRW-Medienpolitik]





Donnerstag, Oktober 02, 2003
Borderline-Syndrom

Macher habe das Interview nicht einfach von A bis Z erfunden, sondern aus verschiedenen Texten über Jagger "zusammengestiefelt", erklärte Walther ["Blick"-Chefredaktionsmitglied Ueli Walther]. Er habe es aber "mit pikanten Details" angereichert.
[Quelle: Spiegel]
"Zusammenstiefeln" war doch bisher die Bezeichnung für eine besonders unappetitliche Tätigkeit, die deutsche Skin Heads auszuführen pflegen. Robert Macher scheint ja in Sachen Intelligenz die nötigen Voraussetzungen zu haben, auch dieser Fraktion angehören zu können.