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Notizen |
Sonntag, November 30, 2003
Wish you were here Sanfter Kuss auf den Hals. Das Hey-hier-bin-ich-und-brauche-Aufmerksamkeit-Zeichen. Keine Reaktion. Er schrieb. Ich deplazierte mich aufs Sofa. Was schreibste? "Den Aufsatz über Owen", sagte er abwesend und tippte. Owen? Kenn ich, dass ist doch die Sau mit den drei Dingern beim 1:5 in München. "Häh?" Na, du weißt schon: Von den Reds und Garfield Road undso. Nick-Hornby sei Dank. "1. Anfield Road 2. Owen, Wilfred nicht Owen, Mikel. Dumpfbacke!. IchgleichDumpfbacke. Aha. Wilfred Owen?, fragte ich. "Ypern," sagte er, "die Verteidigung von Ypern." Verteidiger bei Ypern? "Tue doch nicht so blöd", sagte er. Dabei tue ich doch gar nicht ..., achso. Fever-Pitch-Latein-Ende. Ach! Der! sagte ich, klaro! Der! Also! "Ja, du weißt schon: 14-18. Der Dichter auf dem flandrischen Schlachtfeld." Mein Kopf nickte. When I do ask white Age, he saith not so: ‚My head hangs weighed with snow.' Wie kann ein leerer Kopf nur so schwer sein. Ich werde immer müder. Erzähl mal was von dem, sagte ich und döste. Er: Schützengräben / Schrapnelle / tote Kameraden / Hunnensturm / MG-Nester / Hunger / Schlamm / Kälte / Gestank / Gedärme / Schweiß / Giftgas. Bei Giftgas wurde ich wieder halbwegs wach und sagte: Ah ein Senfgasdichter, wie trendy. "Du bist echt ne Nullnummer". IchgleichNullnummer. Aha. Apropos, sagte ich und rückte mich in Pose, doch er beachtete mich nicht, tippte mit Furor. Dann erzählte er weiter und ich döste gleichso. "Und weißt du, was sie vor einem besonders gefährlichen Stoßtrupp machten?", fragte er emphatisch. Wahrscheinlich onanierten sie noch mal, antwortete ich gelangweilt. "Mensch, bist Du primärstrukturiert!" IchgleichPrimärstrukturiert. Aha. "Nein, sie schrieben einen Abschiedsbrief an die Liebste in der Ferne!" An die Liebste in der Ferne, ogottogott, wenn ich so was schon höre. Dabei liegt doch einiges viel Näher als in der Ferne. "Und weißt du, was sie unter ihre Briefe schrieben?" Vielleicht: Bis bald, Dein soundso? "Quatsch, Du Prosa-Nuss!" IchgleichProsa-Nuss. Aha. "Sie schrieben: Wish you were here!" Echt romantisch, dieser englische Humor, schaffte ich noch zu murmeln und schlief dann. Traumlos. [beim Aufräumen in Asperas Zettelkasten gefunden] Donnerstag, November 27, 2003
Timing, gekonntes Viel Gespür für sensibles Timing hat ein unbekannter Taschendieb in Bangladesch bewiesen. Auf einem Marktplatz in der Hauptstadt Dhaka klaute er einem Fernsehreporter das Portmonee, während dieser gerade ein Interview mit Innenminister Altaf Hossain Chowdhury über die Kriminalitätsbekämpfung führte. In dem Geldbeutel seien gut 4 000 Taka (58 Euro) gewesen, berichtete die Tageszeitung Prothom Alo. Der Innenminister befand sich auf einer Tour über verschiedene Märkte, um sich von der Wirksamkeit seiner Kriminalitätsbekämpfung zu überzeugen. [AFP-Meldung in der Berliner Zeitung]
Rubrik: Law and order We knew stealing that music was wrong. Stealing is never OK. But, it was just too easy. So we told ourselves we were just "sharing" the music, because everyone knows that sharing is a good thing. That was when we looked at each other and said: "No more!" […] It's time to make it right by giving back what we stole!" And that's just what we did! We sent back all the MP3's we'd illegally downloaded. Everyone one of them! Send Back Your MP3s! [sendthemback] Mittwoch, November 26, 2003
Ich grolle nicht Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht, Ewig verlor'nes Lieb ! Ich grolle nicht. Wie du auch strahlst in Diamantenpracht, Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht. Das weiß ich längst. Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht, Ich sah dich ja im Traume, Und sah die Nacht in deines Herzens Raume, Und sah die Schlang', die dir am Herzen frißt, Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist. Ich grolle nicht. Heinrich Heine, Robert Schumann, Dichterliebe, op. 48.7 [Lied-Texte und Übersetzungen: recmusic] Gerade eine alte Wunderlich-Aufnahme der "Dichterliebe" gehört: Unglaublich. Dienstag, November 25, 2003
„Warum willst du Medizin studieren?“ Charlotte erinnert sich plötzlich wieder genau an das Gespräch. „Willst du auch irgendwann so werden wie die Ärzte hier, die Patienten nur noch als ein Stück Fleisch betrachten? Du bist zu weich, die machen dich fertig,“ hat der Pfleger gesagt, gleich in der ersten Woche ihres Praktikums, „und dann wirst du wie sie.“ Das war kurz vor Beginn des Studiums. Robert hieß er und sie saßen draußen vor dem Haus, ein Stückchen abseits von der todkranken Patientin, die sie im Bett zum Rauchen vor das Haus geschoben hatten. Die Frau hatte Nierenkrebs und Metastasen überall, seit Wochen war sie im Krankenhaus, aber keiner der Ärzte hielt es für nötig, ihr zu sagen, wie es um sie stehe. Jahrelang hat Charlotte nicht daran gedacht. Montag, November 24, 2003
Ernie und Bert sollen es richten Auch der Name "Sesamstraße" wurde jetzt zum Problem. In wessen Gebiet liegt diese Straße eigentlich? Wer bewohnt sie? Und außerdem: Die Straßen im Krisenherd mit ihren Absperrungen, Kontrollen und omnipräsenten Bombendrohungen dürften wohl kaum ein Platz für das versöhnliche Puppenspiel sein. Allein die Erkenntnis, dass jüdische wie muslimische Zottelpuppen sich von koscher geschlachteten Stofftieren ernähren, reicht wohl nicht aus, um Frieden zu stiften. [mit der "Sippuray Sumsum" (etwa "Sesam-Geschichten") genannten Adaption der Sesamstraße in einer israelisch-jordanisch-palästinensische Koproduktion, soll der Friedensprozess im Nahen Osten eine völkerverbindende Grundlage erhalten. Quelle: taz] Sonntag, November 23, 2003
Rubrik: Der Fernseher erklärt die Welt Bei Interviews beschränkt er sich auf einige Standardsätze, wirkt den Medien gegenüber äußerst misstrauisch. Seit einiger Zeit hat sich der 23-Jährige wie sein Bayern-Kollege Mehmet Scholl dem Buddhismus zugewandt. [Die ARD erklärt die Auffälligkeiten in Sebastian Deislers Verhalten.]
Dubbja, der Schrecken der Vogelwelt Queen sauer: Bush hat die königlichen Flamingos schwer traumatisiert. [berichtet der Spiegel] Donnerstag, November 20, 2003
Stutenbissigkeit Trifft aber dieselbe Journalistin auf eine Frau, sei es eine TV-Entertainerin oder eine Politikerin, der sie an den Karren fahren möchte, so klingen die Alarmglocken leiser. Was hat sie denn schon zu befürchten? Frauen steigen ein, aber nicht auf, und wenn doch, ist ihre Glanzzeit meist kürzer. Zwar sind sie im Prinzip genauso rachedurstig wie Männer, aber sie haben weniger Mittel, ihrer Wut Taten folgen zu lassen. Also kann man zu ihnen folgenlos gemein sein… [Quelle: Tagesspiegel]
Das fragende Nichts Wie schamerregend servil er [gem. ist Reinhold Beckmann] fragen kann, merkt man, wenn man sich etwas gewieftere Gesprächspartner anguckt. Die vom vergangenen Montag zum Beispiel: Es ist nicht schwer, Frau Hörbiger anzusäuseln: "Was ich an Ihnen liebe, ist Ihre kritische Distanz." Guido Westerwelle glibscht er ein mit Pathos: "Ich habe mehr Lust auf die Menschwerdung Guido Westerwelles." Medial geschult, grinst der dann auch gleich zurück: "Menschwerdung Westerwelles?" [Quelle: FR]
Wechselwirkungen Die Trivialisierung der öffentlichen Politikdarstellung ist weit fortgeschritten und sie korrespondiert mit einer Trivialisierung des allgemeinen politischen Denkens, mag vom chronisch ernsthaften Qualitätsjournalismus hinterher auch noch so sprachgewandt und logisch analysiert werden, warum welche größeren Linien hinter der betreffenden Tagesentscheidung erkennbar werden. Denn meist wird die Philosophie in der Politik ja ohnehin erst nachgereicht - dann so gut passend zum realen Ergebnis wie der Sportkommentar nach vollzogenem Wettkampf. [aus einem Beitrag von Richard Meng in der FR]
Gegenreformation So habe sich ergeben, dass die für den Schulunterricht erhofften Vereinfachungen weitgehend ausgeblieben seien. Alte Regeln hätten sich zudem vielfach als einfacher erwiesen als die scheinbaren Vereinfachungen, die an ihre Stelle getreten seien. Hinnehmbar sei die Abschaffung des ß nach Kurzvokalbuchstaben. Nicht hinnehmbar sei hingegen die Auflösung eigenständiger Wortverbindungen durch ein im einzelnen inkonsequent gehandhabtes Gebot der Auseinanderschreibung. "Wer schreibend zwischen einem frisch gebackenen Brötchen und einem frischgebackenen Ehepaar nicht mehr unterscheiden kann und darf, der wird bald dahin kommen, sich über alle Zusammenschreibungen hinwegzusetzen (hinweg zu setzen!)" [Quelle: Spiegel] Dienstag, November 18, 2003
Ein haptisches Erlebnis Nie so recht verstanden habe ich, warum es Leute drängt, bei amazon die sog. Kundenrezensionen zu schreiben. Okay, überquellendes Mitteilungsbedürfnis, geht klar. Aber warum dann anonym? Und warum einer Firma kostenlosen Content bieten? Egal. Viele dieser Rezensionen sind jedenfalls wahre Fundgruben: Restlos begeistert hat mich aber die Tatsache, wie gut dieses Buch in der Hand liegt! Es gibt keinen Schutzumschlag, der einreißt oder fleckig wird - dennoch oder gerade deswegen ist dieses Buch auch ein haptisches Erlebnis, robust und edel zugleich. Wirklich sehr gelungen! Ein haptisches Erlebnis, robust und edel zugleich. Und man kann es angeblich sogar lesen. [Die MS-Autokorrektur schlägt für haptisches immer haitisches vor. Ein haitisches Erlebnis, robust und edel zugleich. Okay, funktioniert auch. Genommen.] Montag, November 17, 2003
Rubrik: Berufe mit Zukunft Heute: Der Reformrhetoriker "Wir sorgen für Innovationen, stetiges Wachstum und nachhaltige Entwicklung." [Leitantrag 1 von 455 auf dem Parteitag der SPD in Bochum.] "Schutz der Beschäftigten vor Überforderung durch zunehmende Arbeitsverdichtung." [Antrag 216 "Innovative Arbeitszeitpolitik". Schutz vor Arbeitsverdichtung, ein brennendes Problem was der Reformkanzler der Reformpartei SPD da anpackt, wobei derzeit schön gerechnete 4.5 Mio. Menschen froh wären, wenn sich ihre Arbeit überhaupt verdichten ließe.]
Rubrik: Duce-News Heute: Frontbegradigungen Nicht bloß deren Biografien erfuhren die Zuschauer und Leser ("Er liebte die Uniform über alles"); die Fernsehkameras und Reporter rückten quer durchs Land, vom Piemont bis nach Sizilien, auch den Angehörigen auf den Leib ("Was empfinden Sie bei der schrecklichen Nachricht?"), um die Tragödie auch schön gefühlig aufbereiten zu können. [... ] "Von wegen Friedensmission", sagt der Bruder eines toten Carabiniere in die RAI-Kamera, "er ist gefahren, um den schmalen Familienetat aufzubessern." [aus einem Beitrag der taz über die Berichterstattung der italienischen Medien nach dem Anschlag in Nassirija]
Zeitgeistige Weltenerklärer, auch für Wuppertaler Wir hatten auch Leser in Wuppertal, und ich kriege heute noch gelegentlich Briefe von denen. Ein Satz lautet immer wieder: "'Tempo' hat unser Leben in der Provinz erträglich gemacht." Und wissen Sie, warum? Weil wir ihnen nicht den Umzug, sondern die Welt erklärt haben. [Markus Peichl, ehemaliger Chefredakteur von "Tempo" in einem Streitgespräch des Tagesspiegel]
Der Bundesbohlenball Gelassen reagierte dagegen Bundespräsident Johannes Rau auf [Dieter] Bohlen: "Ich kenne ihn nicht und finde es auch gar nicht so aufregend, dass er hier ist. Das ist für mich nicht von Belang." [...] Gefragt, wie er denn zur Einladung zum Presseball gekommen sei, antwortete Bohlen, verantwortlich dafür sei der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner gewesen. [...] Auf dem Presseball wolle er "intelligente Gespräche" führen, allerdings nicht über Politik. [Quelle: Netzeitung] Samstag, November 15, 2003
WoO: El pueblo unido jamás será vencido Zum Aufwärmen ein Preludes von Roslavets. Dann Hauptgericht: Alkans Grande Sonate. Alle vier Gänge. Dabei Jahrzehnte gealtert. Eine Berceuse von Busoni zum Dessert. Schriftliche Kniefälle an Herrn Hamelin formuliert. Völlige Trunkenheit ohne Alkohol. Mittwoch, November 12, 2003
Mein rechter rechter Platz ist frei Und dann setzen Sie sich schön auf Ihren neuen Platz im Bundestag. Dieses Einzelstühlchen von Herrn Möllemann war schließlich lange genug frei. Hauptsache, Sie verlieren als ehemaliger Fallschirmjäger jetzt nicht die Nerven. [aus einem Gastbeitrag von Tobias Kaufmann (Jüdische Allgemeine) auf der Seite von Henryk Broder] btw.: Noch nie habe ich jemanden mit so viel Kreide im Mund gesehen, wie Hässlich-MP Koch bei der Bekanntmachung des Fraktionsausschluss’ von Martin Hohmann [rel. links: "CDU: Der ganz rechte Weg" (Spiegel), Hintergründe (und die Rede Hohmanns) bei hagali, "Der Rand geht bis zur Mitte" (Jüdische Allgemeine] Dienstag, November 11, 2003
Seufz Und was ist dann beispielsweise mit der Ausgabe von Mitte dieser Woche, Seite 11, über eine verpfuschte Brustverkleinerungs-OP, wo es aus dem Mund der barbusig abgebildeten Julia "Oh, nein, jetzt ist er zu klein!" bubbelt? [...] Und dann gabs diese Hunde-Erbgutmeldung, zu deren Illustration die Zeitung der Millionärin Ivana Trump den Satz "Das ist ja wohl zum Bellen!" in den Mund legte. Von den kürzlich bloß "Blablabla"-blubbernden Politikern auf Seite 1 ganz zu schweigen. Seufz. [aus einem taz–Beitrag zur Tendenz der "BILD"-Zeitung zum Sprechblasenjournalismus]
No Nazi aftertaste Montag: Roy Hattersley schreibt in der "Daily Mail", dass der Gartenzwerg zwar in Deutschland erfunden wurde, gleichwohl aber "triumphal britisch" sei. Mittwoch: Auf der Rückseite des "Guardian" erscheint dafür eine Anzeige für das Bier "Spitfire". Werbespruch: "No Nazi aftertaste". [Fünf Tage Deutschland in den britischen Medien – schöne Übersicht im Tagesspiegel] Donnerstag, November 06, 2003
Janus Die Grundstimmung jedenfalls schwankte zwischen "boah" und "bäh". "Boah" las man in den Gesichtern, wenn die Begriffe Markt-, Meinungs-, Auflagen- und Quotenführer fielen. Das wären alle gerne. "Bäh", weil die wirtschaftlich erfolgreichsten Zeitungen und Zeitschriften sowie Fernsehsendungen fast alle dem Boulevard zugeordnet werden können. [Der Tagesspiegel über den "Mainzer Medien Disput"]
Rubrik: Rückzugsgefechte Wir müssen feststellen, dass im Fernsehen die Grenzen zwischen ernsthafter Information und spaßhafter Unterhaltung immer häufiger verschwimmen; dass "Bild" angesichts einer Reichweite, die von kaum einem Fernsehsender übertroffen wird, die Rolle eines Leitmediums erhält; dass die hochgelobten Regionalzeitungen dabei sind, Qualitätsjournalismus auf dem Umweg über die Arbeitsbedingungen abzuschaffen. [Aus der Rede von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse beim "Mainzer Medien Disput", abgedruckt in der FR]
Berufsrisiko Tatsächlich ist bisher kein einziger Mordfall an einem Journalisten in den letzten 17 Jahren aufgeklärt worden. Einer der Gründe dafür war bisher die geringe öffentliche Empörung über die Morde - sogar unter Journalisten. "Zum einen denken viele, dass es eben ein Berufsrisiko ist oder dass sie es sogar verdient haben", sagt Melinda Quintos de Jesus vom "Center for Media Freedom and Responsibility". "Außerdem werden hier ständig Menschen erschossen." [aus einem taz-Beitrag über das Journalistensterben auf den Philippinen] Samstag, November 01, 2003
Fenster zur Straße Aus dem Fenster schaue ich von oben herab auf M., die mit wiegendem Gang vorbei am Beethovenhaus daher geschlendert kommt. Wohl auf dem Weg zu mir. Beim Gehen neigt sie unrhythmisch den goldfarbenen Kopf und sieht in ihrem rot und schwarz gemusterten Sommerkleid aus wie ein blonder Salamander. Natter würde besser passen. Aber die gehen anders. Vor meinem Fenster streitet sich ein Penner-Pärchen. Beide volltrunken. Zu verstehen ist nix. Plötzlich merkt sie, daß ihre Flasche leer ist. Schwer wankend erhebt sie sich und torkelt los, fällt, erhebt sich und saugt an der leeren Flasche. Torkelt weiter. Fällt, erhebt sich, überprüft noch einmal den Inhalt der Literflasche. Fällt zum dritten Mal, kein Hahn kräht. Erhebt sich. Endlich ist sie angekommen: wackelig hält sie sich am Altglascontainer fest. Stieren Blickes glotzt sie auf ihre Flasche, überprüft nochmals deren Leere, überprüft lange deren Farbe und wirft dann die leere grüne Weinflasche in die mit dem Wort Grünglas beschriftete Öffnung. Sie ruft danach nicht Strike, er sowieso nicht. |